Alexander Held ist gestorben
: „München Mord“-Star wurde 67 Jahre alt

Schauspieler Alexander Held ist überraschend verstorben. Der Star aus der Krimireihe „München Mord“ wurde 67 Jahre alt.
Von
Daniela Westermayer
Berlin
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Alexander Held

Alexander Held ist mit 67 Jahren überraschend gestorben.

Stefan Sauer/dpa

Alexander Held ist tot. Der Schauspieler starb bereits am vergangenen Dienstag im Alter von 67 Jahren, wie der eng mit ihm befreundete TV-Produzent Sven Burgemeister der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Held, der zuletzt im österreichischen Erl in Tirol lebte, war unter anderem bekannt für seine Rolle in der ZDF-Krimireihe „München Mord“. Zudem spielte der gebürtige Münchner in Filmen wie „Sophie Scholl – Die letzten Tage“, „Der Schuh des Manitu“ oder „Der Untergang“ mit.

Sein überraschender Tod löst eine Welle der Trauer aus und wirft bei vielen auch die Frage nach der Todesursache auf.

Woran ist Alexander Held gestorben?

Laut Burgemeister sei sein Freund „nach kurzer Krankheit“ gestorben. Um welche Krankheit es sich handelt, ließ er allerdings offen. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll die Todesursache eine Lungenentzündung gewesen sein.

In der Vergangenheit war nichts über gesundheitliche Probleme des Wahl-Tirolers bekannt gewesen.

Freund würdigt Alexander Held

„Als Freund und Produzent war Alexander Held ein Geschenk: ein Mensch, ein Gentleman, ein Herr mit Feinsinn, Witz und großer Zuwendung“, würdigt Burgemeister. Als Schauspieler sei er voller Überraschungen gewesen – mit unbeirrbarer Haltung – und habe all seinen Auftritten Tiefe verliehen.

Der Produzent dankt Held für sein Vertrauen, seine enorme Loyalität und die vorbehaltlose Aufmerksamkeit, die er allen geschenkt habe. „Er wird uns allen unglaublich fehlen. Alexander bleibt für immer ein Held für mich“, so Burgemeister, der bei mehr als 30 Filmen mit ihm zusammengearbeitet hat.

Alexander Helds Karriere

Held besaß viele Talente. Von 1968 bis 1970 war er Solosänger bei den Regensburger Domspatzen. Als Jugendlicher stand er für den Traditionsclub 1860 München im Tor und gewann mit dem Löwen fünfmal die Jugendmeisterschaften. Doch wegen einer Verletzung platzte der Traum von der Profikarriere.

Die wahre Berufung Helds wurde die Schauspielerei. Nach einer Ausbildung an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule startete er 1980 an den Münchner Kammerspielen. Weitere Stationen waren unter anderem die Freie Volksbühne Berlin unter Hans Neuenfels, das Staatsschauspiel Hannover und die Salzburger Festspiele.

Sein Filmdebüt feierte Held 1993 in der Kult-Krimireihe „Derrick“. Viele weitere Auftritte folgten, auch für internationale Produktionen wie „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg.

Alexander Held verlor 2014 seine Frau

Privat hatte Held sein Glück mit Patricia Fugger gefunden, einer gebürtigen Gräfin Fugger von Babenhausen. 2005 heirateten die beiden. Neun Jahre später dann ein Schicksalsschlag für den Schauspieler: Mit nur 51 Jahren starb seine Frau.

Mit bewegenden Worten widmete er ihr nach ihrem Tod 2014 den Bayerischen Fernsehpreis als bester Serien-Darsteller.

Mit Material der dpa.