Airbus muss zwischenlanden: Emirates-Passagiere sitzen über 13 Stunden im Flieger fest

Ein Airbus A380 der Emirates-Airline im Landeanflug (Symbolbild).
Florian Wiegand/dpaEin Airbus A380 von Emirates ist nach einer außerplanmäßigen Landung auf dem Flughafen Hangzhou mehr als 13 Stunden am Boden geblieben. Flug EK302 war auf dem Weg von Dubai nach Shanghai und musste am Abend des 22. Juli nach Hangzhou ausweichen.
Ursprünglich sollte die Maschine dort nur auftanken und anschließend weiterfliegen. Der Abflug wurde jedoch mehrfach verschoben. Nach Angaben chinesischer Medien hatte die Besatzung zunächst ihre zulässige Dienstzeit erreicht, weshalb eine Ersatzcrew aus Shanghai anreisen musste. Später sei zusätzlich ein technisches Problem aufgetreten.
Für die Passagiere bedeutete die Verzögerung eine lange Nacht an Bord. Reisende berichteten, sie hätten insgesamt mehr als 17 Stunden im Flugzeug verbracht. Die Versorgung habe zeitweise nur aus Getränken und Instantnudeln bestanden. Zudem sei es in der Kabine in der zweiten Nachthälfte heiß und stickig geworden.
Nach Angaben von Passagieren brach mindestens eine Person zusammen. Ein Rettungswagen sei zweimal zur Maschine gekommen. Die Stimmung an Bord habe sich zunehmend verschlechtert, nachdem wiederholte Bitten, das Flugzeug verlassen zu dürfen, zunächst erfolglos geblieben seien.
Am Morgen konnten die Passagiere schließlich aussteigen und die Einreiseformalitäten erledigen. Der Flughafen teilte mit, Emirates habe je nach Wunsch einen Transport nach Shanghai oder eine Hotelunterbringung in Hangzhou angeboten.
Die Maschine mit dem Kennzeichen A6-EDV ist rund 14 Jahre alt und bietet etwa 517 Sitzplätze. Der Flug soll nahezu ausgebucht gewesen sein. Mehrere Passagiere kündigten an, wegen der bereits in Dubai begonnenen Verspätung und der langen Wartezeit eine Entschädigung zu verlangen.
