ADAC Pannenstatistik
: Das ist der häufigste Grund für Autopannen

Die Pannenzahlen auf Deutschlands Straßen steigen laut ADAC. Bei Benzinern und E-Autos geht dieses Teil am häufigsten kaputt.
Von
Nicole Züge
Frankfurt (Oder)
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Ein ADAC-Pannenhelfer steht nach einer Pannenhilfe am Kofferraum seines Fahrzeugs.

Ein ADAC-Pannenhelfer steht nach einer Pannenhilfe am Kofferraum seines Fahrzeugs. Laut aktueller Pannenstatistik ist ein Teil mit Abstand am häufigsten für Autopannen verantwortlich.

Jan Woitas/dpa
  • ADAC half 2024 bei 3,6 Mio. Pannen; Batterie oft defekt.
  • 45% der Pannen durch defekte Batterien, bei E-Autos 50%.
  • Motorprobleme und Hochvoltschäden machen 22% aus.
  • Rekordtag: 9. Januar mit 19.714 Einsätzen.
  • E-Auto-Pannen stiegen um 46% auf 43.678 Fälle.
  • Fahrradpannen nahmen um 8% zu, meist Reifen defekt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Laut ADAC Pannenstatistik sind die Pannenzahlen auf Deutschlands Straßen und Autobahnen im letzten Jahr gestiegen. Im Schnitt hilft der ADAC nach eigenen Angaben alle neun Sekunden. Im vergangenen Jahr kam der Automobilclub (aktuell 22,2 Mio. Mitglieder) damit auf 3.633.154 Pannenhilfen, rund 3 Prozent mehr als im Jahr 2023.

Ein spezielles Teil an Benzinern und E-Autos geht dabei mit Abstand am häufigsten kaputt. Welches das ist und wie man eine Panne vor einer längeren Reise mitunter vermeiden kann.

ADAC Statistik: Das ist der häufigste Grund für Autopannen

In rund 45 Prozent aller Fälle war eine defekte oder leere Batterie für den Notruf verantwortlich. Auch bei E-Autos war eine defekte Starterbatterie mit 50 Prozent die häufigste Ursache für den Pannennotruf. Auf Platz 2 führt der ADAC in seiner Pannenstatistik mit rund 22 Prozent aller Pannen defekte Motoren sowie Schäden am Motormanagement oder Hochvoltsystem an.

Auf Platz 3 der häufigsten Pannenursachen finden sich Schäden am Generator, dem Anlasser, dem Bordnetz oder der Beleuchtung. Die vierthäufigste Pannenursache sind Schäden an den Reifen, gefolgt von verlorenen Autoschlüsseln oder Schäden an Schlössern sowie an Wegfahrsperren.

9. Januar war Pannen-Rekord-Tag

Rekordtag für Pannen war der 9. Januar 2024 mit 19.714 Einsätzen, stärkster Pannenmonat war der Januar mit rund 377.000 Einsätzen.

Mit der zunehmenden Zahl an Elektroautos auf den Straßen steigt auch die Zahl der E-Auto-Pannen: 43.678 Mal wurden die Gelben Engel von E-Auto-Besitzern gerufen, ein Zuwachs von 46 Prozent gegenüber 2023.  Immer öfter werden die Pannenhelfer auch von Fahrradfahrern gerufen: Hier registrierten die Gelben Engel mit 16.934 Einsätzen ein Plus von 8 Prozent. Bei mehr als zwei Dritteln (69 Prozent) aller Fahrradpannen ist ein defekter Reifen Grund für den Notruf.

So prüft man, ob die Autobatterie noch intakt ist

Gerade vor längeren Reisen kann es sich bei älteren Batterien lohnen, den Ladezustand der Batterie durch eine Kfz-Werkstatt prüfen zu lassen. ADAC-Mitglieder können sich an ihre entsprechenden Regionalclubs wenden, um eine Prüfung durchführen zu lassen. Fällt der Ladezustand einer Autobatterie unter 60 Prozent, sollte die Batterie aufgeladen werden.

Anzeichen einer leeren Autobatterie machen sich zuerst beim Starten des Motors bemerkbar. Wenn der beim Anlassen stottert oder sogar die Innenraumbeleuchtung flackert, muss man tätig werden. Auch bei einer ausgefallenen Start-Stopp-Automatik sollte man hellhörig werden.

Bevor dieser Zustand eintritt, können Autofahrende allerdings einiges tun, um die Autobatterie zu pflegen. So sollte das Auto im Sommer möglichst nicht tagelang in der prallen Sonne stehen. Auch bei besonders tiefen Temperaturen wird die Batterie schnell in Mitleidenschaft gezogen. Bei längeren Standzeiten kann es helfen, den Minuspol der Batterie abzuklemmen.