ZDF Film in Forst
: Warum „Für immer Freibad“ der perfekte Sommerfilm ist

Gedreht wurde im Freibad in Forst, dort hatte der ZDF-Sommerfilm „Für immer Freibad“ seine Premiere. Doch auch in der Mediathek lässt sich der Film schon streamen.
Von
Christina Tilmann
Frankfurt (Oder)
Jetzt in der App anhören
Während der Sommer voranschreitet, nähern sich Mira (Anouk Elias, l.) und Simon (Tyrell Otoo, r.) weiter an.

Beginn einer Freundschaft: Rettungsschwimmerin Mira (Anouk Elias, l.) lässt sich auf Simon (Tyrell Otoo, r.) ein – unter falschen Voraussetzungen. Der ZDF Film „Für immer Freibad“ ist in Forst (Lausitz) gedreht worden.

Britta Krehl/ZDF
  • Der Sommerfilm „Für immer Freibad“ wurde im Freibad Forst (Lausitz) gedreht.
  • Er erzählt von Simon, der statt Jura-Kurs die Liebe zur Rettungsschwimmerin Mira entdeckt.
  • Kleinstadt-Charaktere wie Simons Vater Rainer oder die Freibadleiterin Katja prägen die Geschichte.
  • Der Film thematisiert Sommerleichtigkeit und die Veränderungen nach dem Abi.
  • Ab 14. August im ZDF und bereits in der Mediathek.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

So einen richtigen Plan haben sie alle noch nicht. Spaß haben, Party machen, sich einen Ferienjob suchen oder doch lieber gleich weg aus der Kleinstadt? Warum das Leben zu ernst nehmen? Denn erst mal ist Sommer, und man könnte das Leben nach dem Abi auch so richtig genießen.

Wenn nicht Vater Rainer den Plan hätte, Sohnemann Simon optimal auf die Zukunft vorzubereiten. Das bedeutet schon am Tag nach der Party: Anzug anziehen, neue Aktentasche in die Hand, und jeden Morgen auf zum Bahnhof, zu einem Jura-Vorbereitungskurs nach Berlin. Und zur Sicherheit immer schön den Fahrradhelm tragen.

Benno Fürmann im ZDF Film – Der Vater als Kontrollfreak

Benno Fürmann in der Rolle des Vaters gibt den überkorrekten Mitarbeiter im Gesundheitsamt mit Kassengestell und schlecht sitzenden Anzügen, der in neuer Beziehung für seine deutlich jüngere Frau ein Haus plant und mit seinen eigenen Korrektheitsvorstellungen die Baustelle lahmlegt, mit anrührender Ungeschicklichkeit. Zu seinem Sohn, dem er mit Job, Frau, Haus und Karriere all das vorgeplant hat, was bei ihm schiefgelaufen ist, pflegt er eine recht distanzierte Beziehung – kaum, dass die beiden sich einmal umarmen können.

Schrecken aller Schimmbadbetreiber: Rainer (Benno Fürmann, 2.v.l.), Simons (Tyrell Otoo, l.) Vater, prüft unter Katjas (Pheline Roggan, r.) und Bastis (Max Schimmelpfennig, 2.v.r.) Anleitung den Zustand des Freibades.

ZDF Film „Für immer Freibad“: Schrecken aller Schwimmbadbetreiber: Rainer (Benno Fürmann, 2.v.l.), Simons (Tyrell Otoo, l.) Vater, prüft unter Katjas (Pheline Roggan, r.) und Bastis (Max Schimmelpfennig, 2.v.r.) Anleitung den Zustand des Freibades.

Britta Krehl/ZDF

Der schlaksige, dunkellockige Simon (Tyrell Otoo) hat es eh nicht leicht: Etwas zu intelligent für die anderen, zu schnell im Kopf, aber auch zu schüchtern, gerade erst 17 und deshalb noch nicht mal in der Lage, im Laden eine Flasche Wodka als Partynachschub zu kaufen. Und dann hängt dem Jungen noch diese blöde Geschichte mit der Melone nach, mit der er, nun ja, irgendwie intim wurde. Da kann auch Jugendfreundin Ronja (Amira Demirkiran) nicht helfen, die eigentlich immer den richtigen Ratschlag weiß und mit der Simon immer in der Hollywoodschaukel am See abhängt.

ZDF Film „Für immer Freibad“ – Gedreht wurde im Freibad Forst

Der perfekte Ort für einen Sommerfilm ist natürlich das Freibad – und rund um das Freibad in Forst in der Lausitz, in dem im Sommer 2023 gedreht wurde, entfaltet sich die romantische Geschichte von „Für immer Freibad“. Simon findet die unkonventionelle Rettungsschwimmerin Mira (Anouk Elias) wesentlich interessanter als die Aussicht auf eine Karriere als Jurist, und schwänzt den Kurs bald, um beim Freibad-Imbiss anzuheuern.

Seine Kumpel Basti (Max Schimmelpfennig) und Kienitz (Axel Schreiber) beobachten die sich anbahnende Romanze mit Interesse – und sind als Aushilfskräfte selbst sehr an den Chancen interessiert, in der Umgebung des Freibads Mädchen kennenzulernen.

Entfaltet wird ein Kleinstadtkosmos aus liebenswürdigen Eigenbrötlern, die alle mehr oder weniger um das Freibad kreisen: Katja (Pheline Roggan), die kühle, selbstbewusste Freibadleiterin, versucht eine Gesundheitsinspektion von Simons Vater abzuwenden und ist heimlich in den lebenslustigen Ex-Turnierschwimmer Robbe (Jacob Matschenz) verliebt.

Der Chef des Schwimmbad-Imbiss Gundolf (Matthias Komm) hat nicht immer die frischste Ware im Kühler, dafür aber sehr lebenskluge Ratschläge für seine Mitarbeiter parat und eine heimliche Liebschaft am Laufen. Kassenfrau Lydia (Kirsten Block) knöpft Simon jeden Morgen wieder die 1,50 Euro Eintrittsgeld ab, bevor sie sich wieder ausgiebig ihren lackierten Nägeln widmet. Und Mira, ja Mira bleibt bis zum Schluss ein Geheimnis.

„Für immer Freibad“ – ein wunderbar leichter Sommerfilm

Regisseurin Laura Frischer hat nach dem Drehbuch von Will Evans und Christof Ritter einen wunderbar leichten Sommerfilm gedreht. Nicht nur, weil der Geruch von Sonnenöl, Eis und Pommes quasi über den Bildern zu liegen scheint, in denen Jakob Creutzburg das ausgelassene Treiben im Bad einfängt. Es ist ein Film, der das Leben sommerlich leicht nimmt und trotzdem die großen Fragen stellt, der für einige kurze Wochen alles möglich sein lässt und doch auch ahnen lässt, dass nach diesem Sommer das Leben anders sein wird. Auch für Simon und Mira.

„Für immer Freibad“ ist in der ZDF-Mediathek zu sehen und läuft am 14. August um 20.15 Uhr im analogen Fernsehen.