Schönster Park Deutschlands: Dieser Landschaftsgarten in Sachsen landet auf Platz 2

Wasser quert bei schönem Wetter einen künstlichen Wasserfall im zweitschönsten Park Deutschlands, der sich in Sachsen befindet. Erkennen Sie, welcher Park es sein könnte?
Frank Hammerschmidt/dpaDas Portal testberichte.de hat die Google-Rezensionen zu den beliebtesten Parks in Deutschland ausgewertet. Ein Park in Sachsen landet dabei auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung, direkt hinter dem berühmten „Planten un Blomen" in Hamburg. Welcher Park das ist und welche Grünanlagen in Brandenburg und Sachsen darüber hinaus ganz vorn im Ranking mitmischen.
Überblick:
- So wurden die schönsten Parks in Deutschland gekürt
- Dieser Park in Sachsen ist der zweitschönste in Deutschland
- Diese Parks in Brandenburg und Sachsen landen in den Top 50
So wurden die schönsten Parks in Deutschland gekürt
Das Portal testberichte.de hat die Google-Rezensionen aller Parks in Deutschland mit mindestens 100 Rezensionen ausgewertet und daraus ein Ranking der schönsten Parks erstellt. Berücksichtigt wurden ganzjährig kostenfrei zugängliche Parks, also auch kleinere Anlagen, inklusive Schlossparks, Barockgärten und Uferparks. In der Regel nicht berücksichtigt wurden dagegen Freizeitparks, Zoos, Hundeparks, Wildparks sowie Naturschutz- und Wandergebiete.
Dieser Park in Sachsen ist der zweitschönste in Deutschland
Unter den insgesamt 1.800 berücksichtigten Parks rankt der Fürst Pückler Park in Bad Muskau auf Platz 2 aller Parks in Deutschland. Der Muskauer Park wurde im Jahr 1815 von Hermann Fürst von Pückler-Muskau als Landschaftsgarten angelegt und stetig erweitert. Der Parkschöpfer ließ sich von den englischen Gärten inspirieren.
In seinem 1834 veröffentlichten Lehrwerk „Andeutungen über Landschaftsgärtnerei" schreibt Pückler-Muskau: „Der Park soll nur den Charakter der freyen Natur und der Landschaft haben, die Hand des Menschen also wenig darin sichtbar seyn und sich nur durch wohlunterhaltene Wege und zweckmäßig vertheilte Gebäude bemerklich machen."
Hier können Sie per Google Streetview durch den Muskauer Park flanieren:
Viele seiner Visionen konnte Pückler, der zu einem der bedeutendsten deutschen Landschaftsgestalter avancierte, in der Bad Muskauer Anlage umsetzen und damit ein Vorzeigemodell des typischen Landschaftsgartens erschaffen. Auf der Webseite des Parks kann man sich Bilder anschauen, die Pücklers Vision mit der Realität vergleichen.
Einiges, wie eine auf Mittelalter getrimmte Burg im Park, konnten allerdings nicht realisiert werden. Auch der Umbau des Neuen Schlosses zu einem klassizistischen Bauwerk nach Plänen Karl Friedrich Schinkels scheiterte an mangelnden finanziellen Mitteln. Pücklers Nachfolger setzten einige Visionen ihres Vorgängers dann aber doch noch um. So wurde das Schloss zwar nicht nach den Plänen Schinkels umgebaut, wohl aber im Stil der Neorenaissance neu gestaltet.
Seit 2004 steht der Park auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste. Die Anlage liegt auf deutschem und polnischen Gebiet.

Das neue Schloss im Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau.
Frank Hammerschmidt/dpaDiese Parks in Brandenburg und Sachsen sind in den Top 50 vertreten
Ebenfalls in den Top 50 vertreten ist der Große Garten Dresden auf Platz 35, dicht gefolgt vom Clara-Zetkin-Park in Leipzig auf Platz 38. Auch das Rosental in Leipzig ist auf der Liste zu finden. Die Rezensionen bei Google reichten allerdings nicht für die Top 50. Das Rosental, in dem jedes Jahr das große Klassik Open-Air „Klassik airleben" stattfindet, ist aber immerhin auf Platz 79 (von 1.780 Plätzen im Ranking) vertreten.
Auf den hinteren Plätzen landen der Wilhelm-Wunderlich-Park in Meerane (Platz 1.720) und der Hugo-Bürkner-Park in Dresden auf Platz 1.716. Beim Park in Meerane bemängeln die Rezensenten eine scheinbar fehlende Pflege des Parks. Auch die Google-Rezensionen für den Hugo-Birkner-Park in Dresden lassen erahnen, dass hier etwas mehr Pflege nötig wäre, um die Anlage attraktiv zu halten.
Schönster Brandenburger Park ist laut Liste der weitläufige Schlosspark Neuhardenberg auf Platz 22. Hier können Sie virtuell durch den Park spazieren:
Der Park ist, wie auch der in Bad Muskau, ein klassischer "Landschaftspark". Um 1763 als barocke Anlage erbaut, gingen der Ort, wie auch das Schloss im Jahr 1814 als königliche Schenkung an Karl August Fürst von Hardenberg. Der ließ das Schloss zwischen 1820 und 1823 von Karl Friedrich Schinkel im Stile des Klassizismus umbauen und restaurieren.
1921 übernahm Carl-Hans Graf von Hardenberg, der als einer der Mitverschwörer am versuchten Attentat auf Adolf Hitler im Jahr 1944 in der Schlossbibliothek verhaftet und schließlich ins KZ Sachsenhaus deportiert wurde. Die von Hardenbergs wurden von den Nationalsozialisten enteignet und erhielten ihren Besitz erst 1996 zurück. 2001 übernahm die Stiftung Schloss Neuhardenberg die Verantwortung. Heute ist der Park ein beliebtes Ausflugsziel und kultureller Hotspot. Allein die Neuhardenberg-Nacht lockt jährlich über 10.000 Besucherinnen und Besucher an.
Das gesamte Ranking aller deutschen Parks ist hier zu finden.


