Promis aus Cottbus: Drei Stars, deren Cottbuser Wurzeln überraschen (könnten)

Promis hat Cottbus einige zu bieten. Auch die Influencerin Anne Wünsche zählt zu den Stars, die in der Lausitz geboren wurden.
Patrick Pleul, Nicole Kubelka/dpa/Geisler-Fotopress, Montage: Michael Heider- Drei Promis mit Cottbuser Wurzeln: Anne Wünsche, Martina Eitner-Acheampong und Oliver Bukowski.
- Anne Wünsche wurde in Cottbus geboren, wurde mit „Berlin – Tag & Nacht“ bekannt und ist Influencerin.
- Martina Eitner-Acheampong stammt aus Cottbus, spielte u. a. in „Stromberg“ und „Dr. Klein“.
- Oliver Bukowski ist Dramatiker aus Cottbus – Preise für „Gäste“ und „Londn – L. Ä. – Lübbenau“.
- Bukowski schrieb „Warten auf’n Bus“, oft mit ostdeutschen und Lausitzer Themen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Cottbus ist Sportstadt – und das nicht nur wegen Energie. Mit Robert Harting, Tony Martin oder Trixi Worrack tragen herausragende Individualsportler den Namen der Stadt weit über die Lausitz hinaus. Doch es gibt auch Prominente aus Cottbus abseits des Sports. Ihr Spielfeld sind die sozialen Medien, das Fernsehen oder die Theaterbühnen. Wir stellen drei von ihnen vor.
Die Daily-Soap „Berlin – Tag & Nacht“ ist Kult. Seit 2011 läuft das Format, das sich um junge Menschen in Berliner WGs dreht und klassische Soap-Themen wie Liebe, Drama, Party und Erwachsenwerden bereithält. Eine der frühesten Mitbewohnerinnen war Hanna, gespielt von Anne Wünsche. Auch nach ihrem Auszug aus der Serien-WG kehrte Wünsche für mehrere Gastauftritte vor die „Berlin – Tag & Nacht“-Kameras zurück. Und in der ältesten noch täglich gesendeten Serie im deutschen Fernsehen, „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ mimte sie 2018 eine Diebin.
Inzwischen hat die 35-Jährige ihre Karriere ins Internet verlagert. Heute ist sie vor allem als Influencerin, Content Creatorin sowie als Erotikmodel bekannt. Auf TikTok folgen ihr rund 1,4 Millionen Menschen. Damit erreicht Anne Wünsche ein Publikum, das um ein Vielfaches größer ist als die Einwohnerzahl ihrer Geburtsstadt: Cottbus. Ihren Wohnort hat die Prominente dort allerdings nicht mehr. Nach Jahren in Berlin ist sie im Jahr 2026 nach Mallorca gezogen.
Dieses Gesicht aus „Stromberg“ kommt aus Cottbus
In der Rolle der gutmütigen Erika Burstedt entwickelte sie sich zur selbstbewussten Gegenspielerin des Vorgesetzten-Scheusals Bernd Stromberg und als Oberschwester Gundula stand sie in jeder Folge der Krankenhaus-Serie „Dr. Klein“ vor der Kamera. Außerdem spielte sie in mehreren „Tatort“-Produktionen und Kinofilmen wie „Der Goldene Handschuh“ mit – Martina Eitner-Acheampong.

Martina Eitner-Acheampong hat bereits in zahlreichen Serien und Filmen mitgespielt. Seit 2025 spielt sie auch in der ARD-Telenovela "Rote Rosen" die Rolle der Gisela Böttcher
ARD/Stefanie JockschatKeine Frage: Das Gesicht der erfolgreichen Schauspielerin dürften fast alle deutschen Film- und Fernsehbegeisterte kennen. Dass sie am 1. Juni 1960 in Cottbus das Licht der Welt erblickte, ist indes weniger bekannt. Von dort ging es über ein Schauspielstudium nach Rostock und auf Theaterbühnen unter anderem in Leipzig, Bochum und Zürich. Auch als Theaterregisseurin machte sich Martina Eitner-Acheampong einen Namen. Zu den von ihr inszenierten Arbeiten gehören Stücke von Schiller, Gerhart Hauptmann, Elfriede Jelinek, Erich Kästner und Heinrich von Kleist.
Zwar lebt die 66-Jährige seit vielen Jahren in Bochum. Ihrem Geburtsort bleibt sie jedoch kreativ verbunden, etwa indem sie im Staatstheater Cottbus Stücke wie „Don Quijote“ oder „Frau Müller muss weg“ auf die Bühne brachte.
Der Cottbuser, der die wichtigsten Theaterpreise gewann
Auch unser dritter Prominenter hat sich einen Namen in der deutschen Theaterlandschaft gemacht. Wobei das noch eine Untertreibung ist. Denn Oliver Bukowski hat mit seinen Theaterstücken einige der renommiertesten Preise der Branche gewonnen, etwa den Mülheimer Dramatikerpreis 1999 für sein Werk „Gäste“. Der Durchbruch gelang dem 1961 in Cottbus geborenen Dramatiker jedoch mit einem Stück, das tief mit seiner Herkunftsregion verknüpft ist: „Londn – L. Ä. – Lübbenau“. Der Lausitzer-Mundartschwank brachte ihm 1994 sogar den Gerhart-Hauptmann-Preis ein.

Die von Oliver Bukowski erfundene Serie „Warten auf’n Bus“ spielt in der Brandenburger Provinz und handelt von den beiden Arbeitslosen Hannes (Ronald Zehrfeld, li.) und Ralle (Felix Kramer, r.) sowie Busfahrerin Kathrin (Jördis Triebel)
rbb/Senator Film ProduktionBukowski, der ursprünglich Philosophie studierte und seit den Neunzigern Theaterstücke, Hörspiele und Drehbücher schreibt, verarbeitete mehrfach ostdeutsche und Lausitzer Lebenswelten. In seinem Kurzdrama „Lakoma“ etwa geht es um die Zerstörung des gleichnamigen Dorfes und der umliegenden Natur in der Lausitz durch den Braunkohleabbau. Die Fernsehserie „Warten auf’n Bus“, deren Erfinder und Autor der 65-Jährige ist, spielt an einer Endhaltestelle in einem fiktiven Ort in Brandenburg.
