„Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen“, hieß es zur Begründung. Deutschlandweit sollten zahlreiche Gebäude angestrahlt werden, in Berlin etwa das Maxim Gorki Theater oder das Brandenburger Tor.
Night of Light in Ruhland: Protest vom Veranstaltungsdienst Petschke. Der Ruhlander Kirchturm wird mit rotem Licht angestrahlt.
Night of Light in Ruhland: Protest vom Veranstaltungsdienst Petschke. Der Ruhlander Kirchturm wird mit rotem Licht angestrahlt.
© Foto: Steffen Rasche
Auf der Internetseite der Veranstalter waren am Abend zu Beginn der Aktion bundesweit und im angrenzenden Ausland rund 8900 Gebäude verzeichnet, die angestrahlt werden sollten.

Knapp 8200 Firmen machen bei Night of Light mit

Knapp 8200 Firmen hatten sich angemeldet. Beteiligen wollten sich unter anderem Betreiber von Eventlocations, Hallen, Kinos und Kleinkunst-Theatern sowie Technikausstatter, Messebauer, Zeltverleiher oder Tagungshotels.
Auch in der Lausitz und in Elbe-Elster haben sich Veranstalter an der bundesweiten Aktion beteiligt.
Wegen der behördlichen Auflagen im Zuge der Corona-Krise sei einem riesigen Wirtschaftszweig praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, hatten die Organisatoren rund um den Essener Eventlocation-Betreiber Tom Koperek im Vorfeld berichtet. Seit Mitte März mache die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr.

Night of Light: Leuchtendes Mahnmal und flammender Appell

Dagegen setzten die Betroffenen „ein leuchtendes Mahnmal und einen flammenden Appell der Veranstaltungswirtschaft zur Rettung unserer Branche“, statt der existierenden Kredit-Programme sei „echte Hilfe“ benötigt. Dazu solle ein „Branchendialog mit der Politik“ dienen, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden.

Night of Light: Lübbener Hilfeschrei

In Lübben waren am Montagabend, 22. Juni, markante Gebäude der Stadt in rotes Licht getaucht. „Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht“, sagt Veranstaltungstechniker Michael Zoschenz.

Night of Light: Spremberg sendet ein deutliches Signal

Obwohl sich Spremberg spontan entschieden hatte, an der bundesweiten Aktion Night of Light teilzunehmen, war der Zuspruch unter Kulturfreunden der Stadt groß.

Hoyerswerdaer Kulturszene mit erheblichen Sorgen

Die Hoyerswerdaer Lausitzhalle ist Teil der bundesweiten Aktion „Night of Light“ mit mehreren Tausend Teilnehmern. Es ist ein zentraler Hilferuf der Veranstaltungswirtschaft in Deutschland: Vor allem viele freischaffende Künstler sind in ihrer Existenz bedroht. Was es heißt, plötzlich abgeschaltet zu werden, haben auch die 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lausitzhalle zu spüren bekommen.

Night of Light-Aktion in Lübbenau

Die beiden Lübbenauer Agenturen Sound- und Lichtservice von Guido Lerch sowie der Spreewaldeventservice von Christian Wegewitz sind zwei der betroffenen Veranstalter. Sie tauchten das städtische Kulturzentrum am Gleis 3 in rotes Licht. „Ich habe 24 Mitarbeiter, die Hälfte ist in Kurzarbeit. Was mit der anderen Hälfte wird, ist unklar, auch wie es mit mir selbst weitergeht, ist völlig offen. Wir brauchen dringend Hilfe zum Überleben!“, sagt Christian Wegewitz nachdrücklich.