AKTUALISIERUNG: Im April musste sein Konzert aus Krankheitsgründen kurzfristig verschoben werden. Nun ist ein neuer Termin für den Auftritt von Ausnahme-Pianist David Helfgott im Cottbuser Weltspiegel-Kino gefunden: der 3. Juni. „Es hat unsere optimistischsten Hoffnungen übertroffen, dass das Konzert im Cottbuser Weltspiegel so schnell nachgeholt werden kann“, freut sich Walter Schirnik, Präsident der mitveranstaltenden Brandenburger Festspiele. Helfgotts Tournee beginnt am 23. Mai im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL). Das Cottbuser Konzert ist das zweite auf der Tournee. Danach tritt der Pianist am 17. Juni in New York in der weltbekannten Carnegie Hall auf.

Was wird gespielt?

Auf dem Programm steht das „Italienische Konzert“ von Johann Sebastian Bach, die Waldstein-Sonate Op. 53 von Ludwig van Beethoven, die Ballade No.4 F Minor von Frédéric Chopin, die Ballade No.2 B Minor von Friedrich Liszt und das Warschau-Kopnzert von  Richard Addinsell.

Was passiert mit schon gekauften Karten?

Das Konzert im April war ausverkauft: Innerhalb weniger Tage waren alle Tickets restlos vergriffen“, berichtet Kerstin Adam, Geschäftsführerin des Veranstaltungsortes Filmtheater Weltspiegel in Cottbus. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit. Sollten Sie den neuen Termin nicht wahrnehmen können, stornieren Sie über den jeweiligen Ticketanbieter bis zum 27.05.2022. Weitere Informationen unter  www.brandenburger-festspiele.de oder www.weltspiegel-cottbus.de.

Was ist in Cottbus geplant?

Der australische Ausnahmepianist David Helfgott wollte in Cottbus sein einziges Deutschland-Konzert geben. Im Rahmen seiner Abschiedstournee durch Europa wird er nun am 3. Juli um 20.15 Uhr im historischen Filmtheater „Weltspiegel“ der zweitgrößten Stadt Brandenburgs auftreten, wie das Kino mitteilte. Das Konzert sollte im Rahmen der Brandenburger Festspiele stattfinden. Auf Vorschlag von Cottbus Oberbürgermeister Holger Kelch sollte sich David Helfgott im Rahmen seines Aufenthalts in das Goldene Buch der Stadt Cottbus eintragen.

Weil er das Kino Weltspiegel in Cottbus so schön fand

Entschieden habe sich Helfgott, dessen Lebensgeschichte im oscarprämierten Werk „Shine – Der Weg ins Licht“ (1996) verfilmt wurde, für den Auftrittsort, als er von seinem Konzertbüro unter anderem auch Bilder des alten Filmtheaters vorgelegt bekam, wie der Leiter des Kinos, Ralf Zarnoch berichtete.
Das Kino ist seinen Angaben zufolge mit 111 Jahren das zweitälteste noch erhaltene Filmtheater in Deutschland und das älteste in Brandenburg. Es wurde als Neubau 1911 in Betrieb genommen und steht unter Denkmalschutz.
Das Filmtheater Weltspiegel. Das Kino ist mit 111 Jahren das zweitälteste noch erhaltene Filmtheater in Deutschland und das älteste in Brandenburg. Der australische Ausnahmepianist D. Helfgott, dessen Lebensgeschichte im oscarprämierten Werk «Shine · Der Weg ins Licht» (1996) verfilmt wurde, gibt hier sein einziges Deutschland-Konzert im Rahmen seiner Abschiedstournee durch Europa.
Das Filmtheater Weltspiegel. Das Kino ist mit 111 Jahren das zweitälteste noch erhaltene Filmtheater in Deutschland und das älteste in Brandenburg. Der australische Ausnahmepianist D. Helfgott, dessen Lebensgeschichte im oscarprämierten Werk «Shine · Der Weg ins Licht» (1996) verfilmt wurde, gibt hier sein einziges Deutschland-Konzert im Rahmen seiner Abschiedstournee durch Europa.
© Foto: Patrick Pleul/dpa

Der Film „Shine“ machte Helfgotts Geschichte bekannt

Der Künstler habe eine bewegende Lebensgeschichte hinter sich, berichtete der Kino-Leiter. Die Kindheit sei geprägt worden durch einen ehrgeizigen Vater, der das Talent des Sohnes früh erkannte und dann – despotisch – förderte. In der Jugend habe Helfgott frühen Ruhm erlangt. Hohe Belastungen in früher Kindheit und Jugend hätten dann zum seelischen Zusammenbruch geführt.
In der Folge hätte sich Helfgott einer jahrelangen klinischen Therapie aussetzen müssen, so Zarnoch. Der Pianist leidet an einer speziellen autistischen Krankheit. In „Shine – Der Weg ins Licht“, mit Schauspieler Geoffrey Rush in der Hauptrolle, wird die Lebensgeschichte von Helfgott erzählt.
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Die Konzerte mit David Helfgott gelten als so intensiv wie berührend, wie Zarnoch erzählt. Zuweilen komme es sogar vor, dass der Pianist mit kindlicher Freude Gäste aus der ersten Reihe umarme.