(dpa/ik) Der Fontane-Literaturpreis geht im Jahr des 200. Geburtstags des Schriftstellers an die Autorin Peggy Mädler. Die mit 40  000 Euro dotierte Auszeichnung wird erstmals gemeinsam von der Fontanestadt Neuruppin und dem Land Brandenburg gestiftet. Mädler (43) arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin in Berlin. In ihrem aktuellen Roman „Wohin wir gehen“ erzählt sie von drei Freundinnenpaaren aus unterschiedlichen Generationen, deren Lebensgeschichten von Brüchen und Veränderungen geprägt sind. „In literarischer Perfektion beschreibt sie Land und Leute, ihre Seele und ihre Sehnsüchte, ihre Prägungen und ihr Scheitern - ganz in der Tradition Theodor Fontanes“, heißt es in der Jurybegründung. Der Preis soll am 31. Mai bei der Eröffnung der Fontane-Festspiele in Neuruppin überreicht werden, teilten Stadt und Land am Mittwoch mit.

Der Fontane-Preis hat eine lange Tradition. Erstmals wurde er 1913 bis 1922 vergeben. Nach 1949 gab es zwei Preise, einen im Westen und einen in der DDR. 1994 stiftete die Stadt Neuruppin den Preis neu. Ab jetzt soll der Preis im Zwei-Jahres-Rhythmus als Stipendium über 24 Monate vergeben werden. Es sollen Autoren künstlerischer Literatur gefördert werden, die in Brandenburg wirken.