„Der gegenwärtige Shutdown macht die Lage existenzbedrohend!“, schreibt der frisch gegründete Verein „Club Kommission Cottbus“ auf seiner genauso frisch gegründeten Kampagnen-Webseite.

Der Hilferuf kommt direkt aus der Kulturszene der Stadt. Clubs, Bars und Vereine haben sich zusammengeschlossen, um das kulturelle Leben in Cottbus und Umgebung vor dem Bankrott zu retten.

„Die Cottbuser Kultur hatte es noch nie einfach - umso dringender ist jetzt schnelles Handeln gefordert“, richtet sich das Team an alle Leute, denen die vielfältige Subkultur am Herzen liegt. Die Hoffnung ruht nun auf zahlreichen Unterstützern, die sich an der neuen Crowdfunding-Aktion beteiligen.

Jeder kann sich aktiv einbringen

Wer hinter dem Verein „Club Kommission Cottbus“ steckt: Die Teams von Scandale, Unbelehrbar, Bebel, Faulen August, Muggefug, Galerie Fango, Chekov, Esscobar, Marie und viele mehr. Auch freischaffende Künstler engagieren sich. So ist auch die Cottbuser Musikerin Sarah Fartuun Heinze alias Fartuuna in das Projekt involviert. „Es gibt extrem viele kulturelle Freiräume und die Stadt ist gerade klein genug, um sich mit den coolen Leuten easy zu vernetzen. Und das sieht man jetzt auch an der Club Kommission. Das finde ich großartig.“ Sie selbst hat in Cottbus schon drei Veranstaltungsreihen ins Leben gerufen.

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Youtube Das Team der Club Kommission Cottbus

Das Besondere an der Kulturszene hier? „Man kann in der Fango im Sand sitzen, eine rauchen und sich Kunst angucken. Man kann auf Metal-Konzerte ins Muggefug gehen, die Musikstudierenden im Bebel feiern oder im Faulen August internationale Bands sehen. Dann gibt es noch das Scandale am neuen Standort am Bahnhof.“ Fartuuna könnte noch so viel mehr einzigartige Locations nennen. Die wichtigste Frage momentan: „Wie können wir gemeinsam diese Plätze unterhalten, damit diese Orte auch noch bestehen, wenn wir das alle gemeinsam hier durch geschafft haben?“ Die Club Kommission Cottbus hat eine Antwort darauf. Geld spenden! Denn das wird dringend gebraucht, damit die Clubs und Verein Miete und Energiekosten stemmen können. „Wenn wir wollen, dass es weiterhin Orte der Subkultur gibt, dann muss etwas getan werden. Und jeder kann sich einbringen“, sagt Fartuuna.