Bruce Springsteen in Berlin 2025: Warum der Boss beim Konzert andere Töne anschlägt

Teilte bei seinem Tour-Auftakt in Manchester verbal aus: Bruce Springsteen. Am 11. Juni 2025 spielt er mit der E Street Band ein Konzert im Berliner Olympiastadion.
Andy Von Pip/dpa/ZUMA Press Wire- Bruce Springsteen startet seine Tour in Manchester und kritisiert Trump.
- Am 11. Juni 2025 spielt er in Berlin, Olympiastadion.
- Seine neue EP "Land of Hope and Dreams" enthält politische Botschaften.
- Die Tour-Setlist ist kraftvoll und politisch, enthält Protestlieder.
- Konzerte in Berlin, Frankfurt und Gelsenkirchen sind ausverkauft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gerade einmal eine Woche ist es her, dass Bruce Springsteen seine neue Tour mit einem Konzert in Manchester gestartet hat. Doch der Wirbel um „The Boss“ könnte größer kaum sein. Grund ist eine Fehde mit Donald Trump. Die Rockikone nutzte die Bühne in Manchester nämlich, um sich politisch Luft zu machen. Unter anderem bezeichnete er die aktuelle US-Regierung als „korrupt, inkompetent und verräterisch“.
Der US-Präsident, nicht gerade bekannt für seinen Hang zu Kritikfähigkeit, ließ nicht lange auf sich warten und schoss in gewohnt erratischer Manier zurück. Springsteen sei „dumm wie ein Stein“ und „völlig überbewertet“, befand er auf Truth Social. Sogar über die Haut des Musikers ließ er sich aus. So weit, so unwürdig. Der Aufforderung Trumps, er solle doch gefälligst „den Mund halten“, kommt Bruce Springsteen jedoch nicht nach.
Springsteen lässt Trump nicht nur auf Tour wissen, was er denkt
Im Gegenteil. Am Mittwoch veröffentlichte der „Born in the USA“-Sänger mit „Land of Hope and Dreams“ eine EP, die wie ein musikalisches Manifest daherkommt. Es ist ein Mitschnitt ebenjenes Tour-Auftakts in Manchester. Sechs Stücke, inklusive der Anti-Trump-Ansage. „Erhebt eure Stimmen gegen den Autoritarismus und lasst die Freiheit erklingen“, ruft Springsteen, noch ehe die erste Note gespielt ist.
Die EP kondensiert damit die Stimmung der gleichnamigen Tour. Es ist eine Mischung aus gewohnt großzügigem Pathos, politischer Emotion und Hoffnung, die partout nicht preisgegeben wird. „Das Amerika, von dem ich euch seit 50 Jahren vorschwärme, gibt es wirklich. Und trotz seiner Fehler ist es ein großes Land mit einem großen Volk“, versichert der Boss seinem Publikum. Es sind Stimmungslagen, die man vom Working-Class-Hero aus New Jersey durchaus gewohnt ist. Trotzdem liegt eine gewisse Dringlichkeit darüber.
Klar ist: Springsteens Konzert im Berliner Olympiastadion am 11. Juni ist Teil einer besonderen Tour. Das findet auch musikalisch Ausdruck. Das veranschaulicht ein Vergleich. Bereits vergangenes Jahr tourte der 75-Jährige durch Europa, spielte in Hannover seine einzige Show in Deutschland. Ein Blick auf die Setlists von 2024 offenbart eine eher nostalgische Note. Neben den unverzichtbaren Klassikern erklangen damals emotionale, eher introspektive Songs wie „Backstreets“, „Racing in the Street“ und „Jungleland“.
Die „Land of Hope and Dreams“-Setlist ist politisch und kraftvoll
Sie sucht man auf der aktuellen Tour vergeblich. Stattdessen lässt Springsteen mit der E Street Band Titel wie „Death to My Hometown“ und „Rainmaker“ erklingen. Protestsongs, in denen Kritik an rücksichtslosen Wirtschaftspraktiken und der Ausbeutung Schwächerer geübt wird. Auch die vom Boss spätestens mit seinem Konzert in Ost-Berlin 1988 vereinnahmte Freiheitshymne von Bob Dylan, „Chimes of Freedom“, und das patriotisch-vielschichtige „This Land Is Your Land“ von Woody Guthrie unterstreichen die politisch, kraftvolle Natur der „Land of Hope and Dreams“-Setlist.
Der Boss scheint mit ihr eine klare Botschaft zur aktuellen Weltlage verbinden zu wollen. Auf unkaputtbare Hits wie „Dancing in the Dark“, „Born to Run“ und „Hungry Heart“ (von dem eine Berlin-eigene Version existiert) wird allerdings auch im Olympiastadion nicht verzichtet. Genauso wenig wie auf das so unvermeidliche wie häufig missverstandene „Born in the U.S.A.“ – anders als von vielen geglaubt, ist der nämlich keine patriotische Hymne, sondern vielmehr eine Abrechnung der Vereinigten Staaten der Reagan-Jahre.
Nur einer hatte das lange nicht kapiert: Donald Trump. Im Wahlkampf ließ der den Klassiker nämlich immer wieder auf seinen Kundgebungen laufen. Vielleicht kommt Springsteens Botschaft ja diesmal bei ihm an.
Bruce Springsteen & The E Street Band (Deutschland-Termine)
Mittwoch, 11.06.2025: Berlin, Olympiastadion
Mittwoch, 18.06.2025: Frankfurt, Deutsche Bank Park
Freitag, 27.06.2025: Gelsenkirchen, Veltins Arena
Alle drei Konzerte sind bereits ausverkauft.


