AC/DC 2024 in Dresden: Vorsicht vor teuren und betrügerischen Ticketangeboten

Tritt mit AC/DC am 16. und 19. Juni 2024 in Dresden auf: Angus Young.
Axel Heimken / dpaDer Ansturm war enorm. Kaum hatten AC/DC den Vorverkauf für ihre „PWR UP“-Tour 2024 gestartet, waren die ersten Konzerte schnell ausverkauft. Die Ticketnachfrage war gar so hoch, dass der Kartenvertreiber Eventim knapp zwei Stunden später schon die ersten Zusatzkonzerte der australischen Hardrock–Legenden bekannt gab.
Auch wer nicht rechtzeitig ein Ticket ergattert hat, mag die Hoffnung so schnell nicht aufgeben. Immerhin werden online immer wieder bereits gekaufte Tickets zum Weiterverkauf angeboten. Wer nach „ACDC Tickets“ googelt, bekommt etwa entsprechende Plattformen noch vor den offiziellen Verkaufsstellen angezeigt. Trotzdem ist hier Vorsicht geboten. Nicht selten sind die Ticketpreise dort stark erhöht. Im schlimmsten Fall sind die Angebote gar nicht echt. Doch wie sieht die Lage in Dresden aus? Und was sollte man bei der Suche nach Weiterverkaufs–Angeboten beachten?
Gute und schlechte Nachrichten für Dresdner AC/DC–Fans
Dresdner AC/DC–Fans haben doppelt Glück: Nicht nur gehört die sächsische Landeshauptstadt neben Hannover zu jenen beiden Orten, an denen AC/DC Zusatzkonzerte ankündigte. Es gibt auch noch Tickets für die beide Konzerte am 16. und 19. Juni 2024. In beiden Fällen sind noch Stehplatz–Tickets der Kategorie 2 für 152,85 Euro erhältlich (Stand: 26. Februar).
Soweit die gute Nachricht. Die schlechte: Obwohl die beiden Dresdner Konzerte noch nicht ausverkauft sind, gibt es bereits stark überteuerte Angebote im Internet. Auf Viagogo etwa werden Tickets für den bereits ausverkauften „Golden Circle“ unmittelbar vor der Bühne für bis zu 364 Euro angeboten. Der ursprünglich vom Veranstalter ausgegebene Preis betrug 182 Euro, exakt die Hälfte also. Noch dreistere Angebote finden sich bei Ticketbande. Dort kostet ein „Golden Circle“-Ticket gar bis zu 750 Euro.
Verbraucherschützer warnen vor Risiko
Die Verbraucherzentrale warnt vor vermeintlich seriösen Anbietern wie Viagogo und Ticketband, die sich ein nahezu identisches Geschäftsmodell teilen. „Viagogo tritt wie ein offizielles Ticket–Verkaufsportal auf. Es handelt sich aber um eine Ticketbörse. Das heißt: Viagogo vermittelt offiziell nur zwischen Käufer:innen und privaten Verkäufer:innen, die den Käufer:innen aber unbekannt bleiben“, schreibt es die Verbraucherzentrale auf ihrer Website.
Käufer würden zudem nicht ausreichend darauf hingewiesen, dass zu dem Preis für die Tickets noch Buchungs– und Abwicklungskosten sowie eine Umsatzsteuer hinzukommen. Nach Ansicht der Verbraucherschützer verstößt das Unternehmen damit gegen den Grundsatz der Preisklarheit.
Das Fazit ist entsprechend deutlich: „Mehrkosten, falsche oder nicht erhaltene Tickets sowie weitere Kosten, weil man vor Ort keinen Einlass erhält: Als Käufer:in tragen Sie das komplette Risiko bei Problemen mit den Tickets.“
Gibt es noch Chancen auf Tickets für AC/DC?
Ein paar wenige Tickets für die beiden Konzerte in Dresden gibt es derzeit noch, wenn auch nicht direkt vor der Bühne. Doch selbst wenn diese vergriffen sind, muss keine Panik einsetzen. Eine Alternative zu risikoreichen Ticketbörsen könnte dann Geduld sein. Zumindest rät Eventim Fans, die vorerst keine Tickets ergattert haben, dazu. In seinen Infos zur „PWR UP“-Tour 2024 schreibt das Unternehmen: „Auch wenn temporär keine Tickets mehr verfügbar sein sollten, lohnt es sich dranzubleiben, da immer wieder Tickets aus abgelaufenen Reservierungen zurückkommen.“

