Ein grünes Band zieht sich durch Deutschland. Es besteht aus Mooren und Wäldern, Brachflächen und Buschwerk, aus Moos und Gras. Gut 500 Meter breit ist dieses Band, manchmal ist es unter Häusern und Straßen ganz verschwunden, manchmal geht es auf im umliegenden Wald.

Das grüne Band, heute eines der größten Naturschutzprojekte Deutschlands, war bis vor 30 Jahren einer der gefährlichsten Orte, in die ein Mensch einen Fuß setzen konnte. Hunderte Menschen wurden an der innerdeutschen Grenze getötet.

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer, die Grenzübergänge nach Westdeutschland wurden geöffnet. Heute, 30 Jahre später, ist die Mauer schon zwei Jahre länger Geschichte als sie bestand.

Der junge Blick auf die Wende

Für uns Nachgeborene war die ehemalige Grenze immer nur ein grüner Streifen, den man einfach überquert. Wir sind aufgewachsen in einem geeinten Land. Und dennoch: Als wir Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten der Lausitzer Rundschau, der Märkischen Oderzeitung und der Südwest Presse erstmals für ein gemeinsames Volontärsprojekt zusammengetroffen sind, haben wir gemerkt, dass Mauerfall und Wende auch unsere Leben geprägt haben.

Wir blicken anders auf den 9. November 1989 als es die Generationen vor uns tun. Wir haben uns gefragt: Wie wirken die Wendejahre auf das Heute nach?

Geschichten von Menschen aus Ost und West

Wir haben uns auf die Suche nach Menschen gemacht, die uns erzählen, wie die Wende sie geprägt hat – und sie die Wende. Dabei war uns wichtig: Mauerfall und Wendeprozess sind keine reinen „Ostthemen“; das eine Land heute ist nicht Westdeutschland 2.0. Deshalb blicken wir in unserem Magazin „Ein Land“ aus zwei Perspektiven auf die Wendezeit – aus Ost und West.

Hier geht es zum Volontärsmagazin „Ein Land“.