Markantes Wetter in Sachsen und Brandenburg: Viel Schnee, Glätte und Sturm

Ein Laubbaum steht zwischen schneebedeckten Feldern am Ortsrand des Dorfes Königshain (im Hintergrund) in der Lausitz. In dieser Woche könne sich die Lage drastisch verschärfen, wie Wettermodelle zeigen.
Paul Glaser, dpa(Update) Tiefausläufer eines Tiefdruckgebietes haben das Wetter in Sachsen und Brandenburg derzeit im Griff. Das Tief kommt von Skandinavien und bringt kalte Meeresluft. Am Mittwoch sorgt eine markante Luftmassengrenze genau über der Mitte Deutschlands für viel Neuschnee. Auch der Süden Brandenburgs muss sich wappnen.
Bereits am heutigen Dienstag (16.01.) ist es überall in Brandenburg und Sachsen glatt. Wo der meiste Schnee fällt, wie sich das Wetter dann weiterentwickelt und was auf Brandenburg zukommt.
Glätte, Schnee, Eisregen in Sachsen
Bereits in der letzten Woche zeigten die verschiedenen Wettermodelle, dass Deutschland sich erneut auf starke Schneefälle und markantes Wetter einstellen muss. Grund dafür sind zwei Tiefdruckgebiete, die zur Wochenmitte über der Mitte Deutschlands aufeinandertreffen werden.
In Sachsen heißt das für heute: Wechselnde bis starke Bewölkung, vor allem in der Osthälfte kommt es zu Schneeschauern. Vor allem im Bergland und dessen Vorland ist der Schneefall noch am Vormittag anhaltend. Zwischen dem Vogtland und West– bzw. mittlerem Erzgebirge werden heute Neuschneemengen zwischen fünf und zehn Zentimeter erwartet.
Zwischen Osterzgebirge, Sächsische Schweiz und Oberlausitz sollen es bis zu 15 Zentimeter werden. Teilweise in Staulagen sogar bis 20 Zentimeter Neuschnee. Es wird dabei sehr glatt.
Die Glätte wird ohnehin ein Begleiter für die kommenden Tage. Wer nicht unbedingt mit dem Auto fahren muss, sollte es stehenlassen.
Ab Mittwoch bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in Sachsen
Auch in der Nacht zum Mittwoch kommt es örtlich weiterhin zu Glätte. Ab Mittwochvormittag kommt dann von Südwesten her teils starker Schneefall auf, gebietsweise werden es bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in 24 Stunden. Darüber hinaus sagt der DWD für Mittwochmittag gebietsweise Übergang in gefrierenden Regen und damit verbundene Glatteisbildung voraus. Dabei ist die räumliche Ausdehnung aktuell noch unsicher.
Die Temperaturen liegen in der Nacht zum Mittwoch bei —4 bis —6 Grad, im Bergland bis —9 Grad. Tagsüber klettert das Thermometer auf 0 bis 2, im Bergland auf —4 bis 0 Grad.
In der Nacht zum Donnerstag prognostiziert der DWD weitere Schneefälle und bis zur Nachtmitte im Süden auch noch gefrierenden Regen bei Temperaturen von —1 bis —3, im Bergland bis —5 Grad.
Wie viel Schnee bekommt Brandenburg ab?
Auf Schnee, Glättegefahr und starken Wind müssen sich die Menschen auch in Brandenburg einstellen. Wie viel es tatsächlich wird, das hängt sehr von der Region ab. Aber bereits jetzt ist es heikel auf den Straßen. Die Polizei hat in Cottbus und der Lausitz allein von Mitternacht bis Dienstagmorgen (16.01.) 36 witterungsbedingte Unfälle gezählt. Ein Fahrer war dabei sogar mit Sommerreifen unterwegs.
Am heutigen Dienstag (16.01.) erwartet Brandenburg zunächst wechselnde bis starke Bewölkung. Lokal kann es, wie bereits in der Nacht, zu Schneeschauern kommen, die zum Abend überwiegend nach Polen abziehen.
In der Nacht zum Mittwoch werden weitere Schneeschauer erwartet, später in der Nacht bleibt es dann und niederschlagsfrei. Die Tiefstwerte liegen zwischen —4 und —8 Grad. Es wird wieder verbreitet glatt! Der Wind weht schwach aus Südwest.
Ab Mittwoch mehr Schnee in Brandenburg, es wird wieder sehr glatt!
Am Mittwoch (17.1.) erwartet die Menschen in Berlin und Brandenburg laut Deutschem Wetterdienst ab der zweiten Tageshälfte zunehmend starke Bewölkung. Ab dem späten Nachmittag soll vom Fläming bis zur Niederlausitz Schnee fallen, der am Abend auch vorübergehend den Berliner Raum und das Oderbruch erreicht. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen —1 und +1 Grad.
In der Nacht zum Donnerstag ist es laut DWD weiterhin stark bewölkt bis bedeckt und in der Südhälfte Brandenburgs kommt es erneut häufig zu Schneefall mit einigen Zentimetern Neuschnee und verstärkter Glättegefahr. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen —1 bis —4 Grad. Der Wind weht schwach aus westlicher Richtung.
Am Donnerstag (18.01.) bleibt es im Norden Brandenburgs weiterhin wechselnd bewölkt, es gibt aber sonnige Abschnitte und es bleibt trocken. Anders sieht es im Süden Brandenburg aus. Hier ist es am Vormittag noch bedeckt, gebietsweise fällt Schnee und auch die Glätte bleibt hier noch weiter erhalten. Die Höchstwerte liegen um 1 Grad.
In der Nacht zum Freitag bleibt es niederschlagsfrei, bei Temperaturen zwischen —2 bis —4 Grad.


