Wetter in Brandenburg und Sachsen
: Nach dem Glatteis kommt Schnee – Das Wetter bleibt spannend

(Update) Nach dem tagelangen Dauerfrost hat das Blitzeis Berlin und Sachsen im Griff. Straßen und Gehwege sind derzeit spiegelglatte Rutschbahnen. Das Wetter hält in den kommenden Tagen noch weitere Überraschungen bereit.
Von
Nicole Züge
Berlin/Potsdam/Dresden
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Spiegelglatte Straßen in Brandenburg und Berlin - auch in Sachsen ist die Gefahr von Glatteis möglich. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor erhöhter Glättegefahr durch gefrierende Nässe. (Symbolfoto)

Jan Woitas / dpa

(Update) Viele Straßen und Gehwege sind in Brandenburg und Sachsen weiterhin gefährlich glatt. Der Deutsche Wetterdienst warnt stellenweise vor Glatteis am Freitagvormittag und in der Nacht zu Samstag. Gebietsweise wird Glätte durch Schneegriesel oder gefrierenden Sprühregen erwartet.

In Brandenburg bleibt es laut den Meteorologen bedeckt und nebelig, erst ab Mittag zieht sich der Frost teilweise zurück. Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber bei minus 1 bis plus 1 Grad. In der Nacht zum Samstag (13. Januar) besteht erneut gebietsweise Glatteisgefahr. Die Temperaturen sinken auf maximal 0 bis minus 2 Grad. Am Samstag wird es etwas milder bei 2 bis 4 Grad. Leichter Regen ist möglich.

Glatte Straßen am Freitag auch in Sachsen

Mit grauem Himmel, wieder steigenden Temperaturen und Schmuddelwetter geht es in Sachsen ins zweite Januar-Wochenende. Bei minus zwei bis plus einem Grad wird der Freitag trüb, wie der Deutsche Wetterdienst in Leipzig mitteilte. In den Hochlagen des Erzgebirges herrscht bei minus vier bis minus zwei Grad zwar noch etwas Sonnenschein, doch vor allem in der Oberlausitz kann es bei Schnee, Schneegriesel oder gefrierendem Sprühregen auf Gehwegen und Straßen glatt werden.

Die Elbwiesen in Dresden sind am Donnerstagabend (11. Janaur) gegenüber der historischen Altstadtkulisse vom letzten Hochwasser gefroren.

Robert Michael / dpa

Mit Regen oder Schneeregen und maximal plus vier Grad geht es am Sonnabend weiter. Auf dem Fichtelberg, Sachsens höchstem Berg, stürmt es. Mit gelegentlichen Schauern, hin und wieder Regen oder Schnee und Temperaturen bis vier Grad setzt sich das unbeständige Wetter am Sonntag fort. Im Bergland werden der Vorhersage zufolge minus drei bis null Grad erwartet.

Verkehrsunfälle durch Glätte

Im Einsatzgebiet der Leitstelle Lausitz in Cottbus ereigneten sich mehrere Unfälle auf den glatten Straßen. Seit 17 Uhr bis in den Abend hinein hätten sich etwa 20 Unfälle ereignet. So sei unter anderem in Lübben im Landkreis Dahme-Spreewald ein Fahrzeug gegen eine Leitplanke gerutscht – der Fahrer blieb unverletzt.

Die Feuerwehr in Potsdam teilte bei X mit, es sei wegen Glatteis zu mehreren Verkehrsunfällen in der Landeshauptstadt gekommen.

Viele Einsätze für die Feuerwehr in Berlin

Die Feuerwehr Berlin schrieb auf der Online-Plattform X, vormals Twitter, die Straßenglätte führe zum Ausnahmezustand und einer hohen Auslastung bei der Feuerwehr. Alle verfügbaren Rettungswagen seien im Einsatz. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, es habe vor allem Stürze auf Gehwegen gegeben. Wie viele Einsätze es wegen Eisglätte gab, konnte er zunächst nicht nennen.

Der Deutsche Wetterdienst warnte ab dem Nachmittag vor erhöhter Glättegefahr wegen gefrierender Nässe und rief zur Vorsicht auf. In Berlin wurde die Bevölkerung via Warnapp informiert. Im gesamten Stadtgebiet sei mit „markanter Glätte“ vor allem auf den Gehwegen zu rechnen, hieß es. Auf vermeidbare Aktivitäten im Freien sollten die Menschen besser verzichten.

Am Wochenende bleibt es weiterhin ungemütlich

Am Samstag ist es in Brandenburg und Sachsen bedeckt. In Sachsen gibt es zunächst nur gelegentlich Regen oder Schneeregen, in der zweiten Tageshälfte kommen von Nordwesten her weitere Niederschläge herunter. Oberhalb von 600 m als Schnee. Die Temperaturen liegen zwischen 0 und 3 Grad, im Bergland sinkt das Thermometer auf bis -4 bis 0 Grad. Es weht ein mäßiger Westwind, auf dem Fichtelberg wird Sturm erwartet, der bis in die Nacht zum Sonntag anhält.

In der Nacht zum Sonntag bleibt es in Sachsen bedeckt, zeitweise gibt es Regen oder Schneeregen. Die Schneegrenze sinkt auf 400 Meter bei Tiefstwerten zwischen 2 und 0 Grad. Im Bergland bis -4 Grad.

Die kommende Woche beginnt mit Schneeregen

In der Nacht zum Montag sinken die Temperaturen dann wieder auf 0 Grad. Lokal kann es zu Windböen kommen.

Auch die kommende Woche startet wechselnd bewölkt, mit Schneeschauern und Schneeregen. Die Temperaturen liegen bei 1 bis maximal 3 Grad.

In der Nacht zum Dienstag sorgen örtliche Schneeschauer in Kombination mit Temperaturen zwischen -1 und -3 Grad dafür, dass der Schnee im Norden und Osten Deutschlands liegen bleibt.

Weiterer Schnee ab Mittwoch

Ab Mittwoch sorgt eine Luftmassengrenze für viel Extremwetterpotenzial. Im Norden und Osten soll es weiterhin teils kräftig schneien, während im Süden und Westen Deutschlands die Niederschläge erneut als Regen vom Himmel kommen.

Je nachdem, welches Wettermodell man zurate zieht, fallen die Niederschläge mal mehr, mal weniger heftig aus. Auf X teilt der Wetterdienste „Kachelmannwetter“ beispielsweise das amerikanische Wettermodell. Hier sieht man, wie die Luftmassengrenze Deutschland teilt. In der Mitte ist ein sogenannter „Schneegürtel“ (violett) zu sehen.


Sollte sich diese Vorhersage bewahrheiten, erwarten die Landesmitte in der kommenden Woche Schneehöhen zwischen zehn und 40 Zentimeter.

Im Osten Deutschlands wären von diesen Schneemassen vor allem Teile Sachsen-Anhalts und Thüringens betroffen. Aber auch einige Landkreise Brandenburgs, vor allem Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und teilweise Potsdam-Mittelmark würde viel Neuschnee erwarten. In den übrigen Landesteilen sagt das amerikanische Wettermodell immerhin noch Schneehöhen zwischen sieben und zehn Zentimeter voraus. Und selbst, wenn man sich auf andere Wettermodelle stützt, sieht es wohl nicht viel besser aus. Hier ein Überblick:

Die kommenden Tage bleiben wettertechnisch also spannend, aber vor allem für all diejenigen, die aufs Auto angewiesen sind, auch gefährlich.

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