Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am späten Montagnachmittag die Unwetter-Warnung für die Lausitz aufgehoben. Einzelne stärkere Regenfälle sind in der Lausitz aber bis in den Abend hinein möglich.
Zuvor wurde vor Unwettern mit heftigem Regen im Süden Brandenburgs, in Berlin und im Osten Brandenburgs sowie in Teilen von Sachsen am Montag, 23. August, vor Dauerregen gewarnt.
Freundlicher werde es im Laufe des Tages im Norden und Nordwesten Brandenburgs. Die Temperaturen liegen demnach bei 17 bis 23 Grad Celsius.
Bereits am Sonntagnachmittag hatten die Behörden für die Lausitz eine amtliche Unwetter-Warnung herausgegeben. Diese wurde unter anderem über die Warn-App Nina (kostenlos in den App-Stores von Google und Apple zum Download) vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verbreitet.
Für die rot markierten Gebiete hat der Deutsche Wetterdienst am Montagmorgen weiterhin Unwetterwarnungen ausgesprochen.
Für die rot markierten Gebiete hat der Deutsche Wetterdienst am Montagmorgen weiterhin Unwetterwarnungen ausgesprochen.
© Foto: Deutscher Wetterdienst
Darin hieß es für Brandenburg, dass ergiebiger Dauerregen in den Landkreisen Spree-Neiße, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz sowie in der Stadt Cottbus auftreten soll. In Sachsen´waren unter anderem die Lausitzer Landkreise Bautzen und Görlitz betroffen.
Am Sonntagabend lieferten die Behörden dann weitere Warnungen nach und warnten amtlich auch vor Unwetter mit schweren Gewittern in der Lausitz. Dabei könnten zum Beispiel Bäume entwurzelt werden, Äste, Dachziegel oder Gegenstände herabfallen. Empfehlung: Gegenstände im Freien sollten gesichert werden. Es solle insbesondere Abstand zu Bäumen, Gerüsten, Gebäuden oder Hochspannungsleitungen während des Unwetters gehalten werden. „Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien“, hieß es in der Gewitter-Warnung weiter.
Amtliche Unwetterwarnung vor Gewitter: Diese galt in der Lausitz unter anderem im Raum Spremberg, in Forst, Guben, Lübbenau, Lübben, Luckau, Finsterwalde, Herzberg, Elsterwerda, Bad Liebenwerda, Mühlberg, Doberlug-Kirchhain, Senftenberg, Schwarzheide sowie Lauchhammer und Umgebung.
In Hoyerswerda und Weißwasser sowie deren Umgebung galt die abgeschwächte amtliche Warnung vor Gewitter.

Unwetter in der Lausitz wurde ab Sonntag 21 Uhr erwartet

Das eigentlich Unwetter wurde demnach ab 21 Uhr erwartet. Die Leitstelle Lausitz rechnete nach Angaben eines Sprechers zum Beispiel nach 22 Uhr mit einem erhöhten Aufkommen an Notrufen und Unwetter-Einsätzen. Demnach könnten sich auch die Regenfälle über Stunden hinziehen. „Vielleicht wird es dann nicht so heftig mit den bis zu 100 Litern pro Quadratmetern“, sagte ein Sprecher der Leitstelle am Sonntagabend zu LR Online.
Auf der Website des Deutschen Wetterdienstes hieß es in einer Vorabinformation zum Raum Cottbus ergänzend: „Ab heute Abend kommt es zu kräftigen und teils gewittrig verstärkten Regenfällen.“ Dies könne demnach bereits ab 18 Uhr der Fall sein. Rund um Hoyerswerda und Weißwasser in Sachsen könne es bereits gegen 15.30 Uhr zu Starkregen kommen, wie der Website des Deutschen Wetterdienstes zu entnehmen war.
Bis zum Montagnachmittag könnte die Unwetterlage demnach anhalten. Es würden Niederschlagsmengen von 50 bis 80 Liter pro Quadratmeter erwartet. „Lokal begrenzt sind auch Mengen um 100 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen“, heißt es in der Warnmeldung weiter.

Überflutungen von Straßen sind infolge des Dauerregens möglich

Infolge des Dauerregens seien unter anderem Überflutungen von Straßen möglich. Auch Erdrutsche können laut Warnmeldung dabei auftreten. „Schließen Sie alle Fenster und Türen!“, hieß es weiter.
Laut der Website hochwasserzentralen.de waren zunächst keine allgemeinen Hochwasser-Lagen in Brandenburg und Sachsen erwartet worden. Örtlich könnten Gräben, Bäche und kleinere Flüsse aber bei großen Niederschlagsmengen Hochwasser führen. Laut Wetterdienst seien auch orkanartige Böen möglich. Von Bäumen könnten Äste herab fallen, wird weiter gewarnt.