Wetter in Brandenburg: Eine erste Bilanz nach dem Unwetter in der Lausitz

Wetter in Brandenburg: Unwetter zogen über das Land. Ursprünglich mit einem kleineren Ausmaß gerechnet, nahm diese ein größeres an. Die Feuerwehren hatten ordentlich zu tun. Eine erste Bilanz.
IMAGO/Bernd März- Heftiges Unwetter traf weite Teile Brandenburgs und löste zahlreiche Feuerwehreinsätze aus.
- Besonders betroffen waren Sonnewalde, Kolkwitz und Cottbus – Starkregen, Sturmböen, Blitze.
- In Großkrausnik brannte nach Blitzeinschlag der Dachstuhl einer Scheune, Rauch war weithin sichtbar.
- Cottbus meldete überflutete Straßen, volle Keller und eine Unterbrechung des Stadtfests.
- Knapp 60 Einsätze in der Leitstelle Lausitz, brandenburgweit weit über 100 – Lage ab etwa 17 Uhr ruhig.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein heftiges Unwetter hat am Samstagnachmittag (20. Juni) weite Teile Brandenburgs überrascht und für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Nach Informationen der Leitstelle Lausitz waren besonders die Regionen rund um Sonnewalde, Kolkwitz und Cottbus betroffen, wo Starkregen, Sturmböen und Blitzeinschläge teils massive Schäden hinterließen.
Obwohl im Vorfeld lediglich kleinere Unwetter angekündigt waren, nahm das Geschehen in den Nachmittagsstunden ein deutlich größeres Ausmaß an. Seit etwa 17 Uhr hat sich die Lage wieder beruhigt – inzwischen scheint in der Lausitz erneut die Sonne.
Gewitter über Sonnewalde: Blitz setzt Scheune in Brand
In Sonnewalde (Landkreis Elbe-Elster) im Ortsteil Großkrausnik kam es infolge eines Blitzeinschlages zu einem Großbrand. Der Dachstuhl einer Scheune geriet in Brand und stand zeitweise in Vollbrand. Dichter Rauch war kilometerweit sichtbar, während die Feuerwehr mit einem massiven Löschangriff ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhinderte. Der starke Wind erschwerte die Löscharbeiten zusätzlich.

In Großkrausnik einem Ortsteil von Sonnewalde hat ein Blitzeinschlag das Dach einer Scheune in Brand gesetzt.
Brandenburg.Media/Theo NeubauerAuch in Kolkwitz (Landkreis Spree-Neiße) hinterließ das Unwetter deutliche Spuren. Dort stürzte ein Baum auf ein im Bau befindliches Einfamilienhaus. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand, das Gebäude wurde jedoch beschädigt. In mehreren Bereichen des Ortes stürzten zudem Bäume auf Telefonleitungen. Ob dadurch Störungen im Mobilfunknetz entstanden, war zunächst unklar.
Eine erste Bilanz nach dem Unwetter über Cottbus
Besonders angespannt war die Situation in Cottbus. Enorme Regenmengen überfluteten innerhalb kürzester Zeit mehrere Straßen, teilweise konnten Fahrzeuge die Wassermassen nicht mehr passieren. Die Feuerwehr befand sich im Großeinsatz und arbeitete an zahlreichen Einsatzstellen gleichzeitig. Keller liefen voll, Straßen standen unter Wasser, immer wieder mussten Gefahrenstellen abgesichert werden.

Ein Unwetter zog über Cottbus. Straßen wurden überflutet und Keller liefen voll. Auch das Stadtfest musste zeitweise unterbrochen werden.
Frank Hammerschmidt/dpaWegen des Unwetters musste auch das Stadtfest kurzzeitig unterbrochen werden. Die Feuerwehr gab eine Warnung heraus und bat alle Gäste, Schutz zu suchen. Nachdem der Regen sich verzogen hatte, konnte das Fest weitergehen.
Über 100 Einsätze wegen des Wetters in Brandenburg
Nach ersten Angaben fielen in einigen Regionen bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit. Die Wassermassen ließen kleinere Bäche anschwellen und führten lokal zu Überschwemmungen.
Allein im Gebiet der Leitstelle Lausitz zählten die Einsatzkräfte knapp 60 wetterbedingte Einsätze. Brandenburgweit summierten sich die Einsätze auf weit über 100. Neben vollgelaufenen Kellern und überfluteten Straßen beschäftigten die Einsatzkräfte vor allem umgestürzte Bäume und beschädigte Leitungen. Im Landkreis Dahme-Spreewald beispielsweise ist zwischen Krugau und Schlepzig ein Holzmast abgeknickt.
Nachdem das Unwetter weitgehend durchgezogen ist, entspannte sich die Lage deutlich. Die kommenden Stunden dienen vor allem dem Aufräumen und der Beseitigung letzter Gefahrenstellen.
