In Brandenburg hat sich die Zahl der Waldbrände seit Saisonstart auf 167 Hektar erhöht, betroffen ist eine Fläche von insgesamt rund 30 Hektar. Das teilte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Samstag (11. Juni) mit. Er berichtete von zwei Bränden in der Gemeinde Heidesee (Dahme-Spreewald) am späten Freitagnachmittag. Das Feuer loderte demnach auf einer Fläche von 2600 Quadratmetern und auf 500 Quadratmeter. Bei Drebkau (Spree-Neiße) brannten am Freitag 1600 Quadratmeter Waldboden.
In Saxdorf, einem Ortsteil von Uebigau-Wahrenbrück.(Elbe-Elster) ist am Samstag ein Flächenbrand erneut aufgeflammt, der bereits am Freitag ausgebrochen war.
Auch im Norden musste die Feuerwehr an diesem Tag zu einem Brand ausrücken. Bei Kampehl im Kreis Ostprignitz-Ruppin griff der Brand eines Bauwagens auf Waldboden über und breitete sich auf einer Fläche von 100 Quadratmeter aus.
Derzeit brennt es laut Leitstelle Lausitz im Kolkwitzer Ortsteil Limberg. Dort sind zwei Holzstapel, die sich in einem Wald befinden, in Flammen aufgegangen. Das Feuer ist auf Bäume übergegangen. Die Feuerwehr, die mit einem Großaufgebot vor Ort ist, hat den Brand unter Kontrolle und ist noch mit der Ablöschung beschäftigt. Unterstützung kommt von einer ortsansässigen Baufirma. Diese hat einen Bagger zur Verfügung gestellt, damit die Holzstapel auseinandergezogen werden können, um die Brandbekämpfung zu erleichtern.

Wo die Waldbrandgefahr in Brandenburg am höchsten ist

„Die Waldbrandgefahr bleibt landesweit weiter hoch“, betonte Engel. Er rechnete wegen der hohen Temperaturen und weil wenig Regen fällt für Sonntag und Montag mit einer weiter steigenden Gefahr. Nach Angaben des Umweltministeriums galt am Samstag im nördlichen Landkreis Ostprignitz-Ruppin die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5, in acht Kreisen die zweithöchste Stufe 4 und in fünf Landkreisen Gefahrenstufe 3. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostizierte für diesen Sonntag die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe in fast allen Landkreisen. Die Stufen werden unter anderem anhand von Niederschlag, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Temperatur berechnet. Zwei Waldbrandzentralen überwachen das Geschehen ab Gefahrenstufe 3. Neben Zossen im Süden gibt es den Standort Eberswalde (Barnim).
Die Waldbrandsaison hat nach Angaben des Waldbrandbeauftragten 214 Tage. Davon gelte durchschnittlich an 10 bis 20 Tagen die höchste Gefahrenstufe 5.