Hochwasser in Sachsen
: Pegel der Neiße sinken – Görlitz hat einfach nur Glück gehabt

Das Hochwasser fällt in Sachsen weniger dramatisch aus als befürchtet. Zwar kommen auch Regenmassen aus Tschechien und Polen an – doch die Pegel der Neiße sinken. Alles Wichtige im Liveblog.
Von
Regina Weiß,
dpa
Bad Muskau/Krauschwitz
Jetzt in der App anhören
Es sieht fast romantisch aus, wie das Neißewasser durch die Grenzbrücke in Bad Muskau strömt. Ab dem Pegel Podrosche  (Gemeinde Krauschwitz) gilt ab 1 Uhr in der Nacht die Warnstufe zwei für die Lausitzer Neiße in dem Bereich bis Bad Muskau.

Es sieht fast romantisch aus, wie das Neißewasser durch die Grenzbrücke in Bad Muskau strömt. Ab dem Pegel Podrosche (Gemeinde Krauschwitz) gilt ab 1 Uhr in der Nacht die Warnstufe zwei für die Lausitzer Neiße in dem Bereich bis Bad Muskau.

Regina Weiß
  • Hochwasser in Sachsen; Landkreis Görlitz kommt glimpflich davon.
  • Bad Muskau: Warnstufe 2 an der Neiße ab 1 Uhr nachts.
  • 70 Einsätze im Landkreis Görlitz; EU-Kameras bewähren sich.
  • Pegelstände sinken; Hochwasserwarnstufe 1 in Podrosche.
  • Sachsen übersteht Hochwasser besser als Osteuropa.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Hochwasser nach Dauerregen und Starkniederschlägen hat Sachsen bislang weniger hart getroffen als erwartet. In den Flussgebieten der Lausitzer Neiße und der Schwarzen Elster sinken die Wasserstände langsam.

Damit schließen wir unseren Liveblog über die Hochwasser-Lage an der Neiße.

Auch in Brandenburg steigen die Pegel der Neiße, Oder, Elbe und Spree. Alles Wichtige zum Hochwasser in Brandenburg lesen sie hier im Liveticker.

Liveblog zur Hochwasserlage an der Neiße

Damit beenden wir vorerst den Liveblog zum Hochwasser an der Neiße.

+++ 18.30 Uhr: Im Landkreis Görlitz will man mehr Fluthilfe

Beim Landkreis Görlitz prüft man nun den Bedarf für Fluthilfemittel. Die müssten vor allem eins sein – miteinander kompatibel. Dann könne beispielsweise eine mobile Wassersperre dahin gebracht werden, wo sie gerade gebraucht wird, so der Görlitzer Landrat Stephan Meyer (CDU). Wenn also in der Stadt Görlitz 400 Meter nicht mehr gebraucht werden, könnten flussabwärts oder woanders im Kreisgebiet die Sperren entsprechend ergänzt und verlängert werden. Dafür müsse aber klar sein, dass die Einsatzmittel aufeinander abgestimmt sind. Diese Forderung werde auch in Richtung des Freistaats Sachsen gehen – quasi als Bestellliste für aufeinander abgestimmte Sicherheitssysteme.

+++ 18 Uhr: Kreisbrandmeister zieht erstes Fazit

Es ist die turnusmäßige Pressekonferenz des Landkreises, bei der am Dienstagnachmittag die Leitung des Landratsamtes Görlitz mit Kreisbrandmeister Björn Mierisch ein erstes Fazit zieht. „Wir waren schon erschrocken, als der Meteorloge sagte, so eine Wasserkarte habe er noch nicht gesehen“, sagt die 2. Beigeordnete Martina Weber. Man werde prüfen müssen, ob die Szenarien für Hochwassereignisse noch ausreichen. Vor allem beim Martinshof in Rothenburg hat sie Bedenken. Dort sind Alten- und Behinderteneinrichtungen der Diakonie, die bei einer Flut zu evakuieren wäre.

Weil anfangs nicht klar war, wie weit dieses Ausnahme-Tief nach Westen vordringt, waren bereits Altenheime und Krankenhäuser für eine mögliche Evakuierung informiert worden. „Wir wussten, wo was wann überschwemmt worden wäre“, beruhigt Kreisbrandmeister Mierisch. „Wir sind nirgendwo der Lage hinterhergelaufen, sodass Gefahr für Leib und Leben bestanden hätte.“ Und doch bleibt ein maues Gefühl: „Wäre das Tiefdruckgebiet auch nur 50 Kilometer weiter westwärts gezogen, wären auch wir machtlos gewesen“, verweist er auf die Bilder aus Polen und Tschechien.

Den Nachbarn hat man bereits Hilfe angeboten; bislang gab es aber noch keine Anforderung nach den Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises Görlitz. Man könne bei Bedarf mehrere Einheiten für mehrere Tage nach Polen oder Tschechien in Gang setzen. Auf kommunaler Ebene sei allerdings schon einiges im Gang, weiß er. Gerade zwischen Partnergemeinden.

Bis Montagvormittag hat es 70 hochwasserbedingte Einsätze im Landkreis Görlitz gegeben. Bewährt hätten sich die vor einigen Jahren mit EU-Mitteln angeschafften Kameras entlang der Neiße. Die hätten neben den Streifen der örtlichen Wehren, Videokonferenzen mit den Wasserbehörden alle zwei Stunden und Ansprachen mit Einsatzkräften in Polen und Tschechien dafür gesorgt, dass man jederzeit im Bilde gewesen sei.

+++ 16.55 Uhr: Hochwasser trifft Sachsen weniger stark als befürchtet

Das Hochwasser nach Dauerregen und Starkniederschlägen hat Sachsen bislang weniger hart getroffen als erwartet. Nach Einschätzung von Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Bündnis 90/Die Grünen) übersteht es der Freistaat „mit einem blauen Auge, vielleicht noch nicht mal“. Angesichts der dramatischen Bilder aus Osteuropa und Südosteuropa mit Todesopfern und Zerstörungen werde er „vergleichsweise glimpflich davonkommen“, sagte Günther in Dresden. Die Pegelstände seien niedriger als zwischenzeitlich befürchtet. Die Lage in den betroffenen Flussgebieten im Osten des Bundeslandes entspannt sich zunehmend, die Wasserstände an den Meldepegeln sind überwiegend rückläufig.

+++ 15 Uhr: Verwunderung über Wasserstand in Bad Muskau

Noch steigt das Wasser in Bad Muskau, denn der Scheitel der Neiße wird gegen 17 Uhr erwartet. Hochwassererfahrene Bad Muskauer verwundert allerdings eins: Während der Neiße-Pegel in Podrosche erst auf die Meldestufe zwei geklettert ist, steht das Wasser in Bad Muskau an Stellen, wo es beim letzten Hochwasser 2010 bei derselben Warnstufe noch nicht gestanden hat. Aber damals gab es noch keinen automatischen Pegel in Podrosche. Wahrscheinlich muss man das auswerten, wenn die Neiße wieder in ihrem Bett läuft.

Das wird hoffentlich bald der Fall sein: Görlitz meldet Dienstag gegen 14.30 Uhr „nur“ noch 3,68 Meter. Das sah am 16. September gegen 8 Uhr noch ganz anders aus. Da hatte die Neiße mit 5,57 Meter den Höchststand erreicht.

+++ 14 Uhr: Bautechnik am Wehr in Bad Muskau in Sicherheit gebracht

Die Baustelle am Wehr iin der Neiße inmitten des Muskauer Parks stellt sich durchaus als sensibel heraus. Durch das steigende Wasser sind der Bagger und diverse Bauteile am Ufer in einer sicheren Bereich gebracht worden. Bauteile im Wasser sind mit Bigpacks gesichert worden. Von denen ist allerdings Dienstagmittag nichts mehr zu sehen.

Weil das Wehr gezogen ist, schießt das Wasser dort regelrecht durch. Vor der Jeanetteninsel, auf sie führt unter anderem die Doppelbrücke, zeigen sich Verwirbelunge. Das Neißewasser knappert sozusagen an der Insel. Und das wird auch eine Weile so weitergehen.

Die gute Nachricht ist allerdings, am Pegel Podrosche geht das Wasser langsam zurück. Seit den Mittagsstunden gilt in diesem Bereich nur noch die Hochwasserwarnstufe eins.

Das Neißewasser wirbelt über das gezogene Wehr in Bad Muskau. Das Wehr ist gerade Baustelle und deshalb eine sensible Stelle in dieser angespannten Zeit.

Das Neißewasser wirbelt über das gezogene Wehr in Bad Muskau. Das Wehr ist gerade Baustelle und deshalb eine sensible Stelle in dieser angespannten Zeit.

Regina Weiß

+++ 12.55 Uhr: Besser man hat, als man hätte – so die Devise in Krauschwitz

In der Gemeinde Krauschwitz hat man noch bis zum Montagbend vorgebaut. „Weil es auch unklar war, was uns wirklich für Spitzen erwarten“, so Sven Schulz, Gemeindewehrleiter aus Krauschwitz. Soll heißen, rund 2000 Sandsäcke wurden gefüllt. Sie wurden zum Teil an Häuser verteilt, die prädenstiniert in Nähe des Flusses stehen, so in Werdeck und Skerbersdorf.

Aber auch Rückschlagklappen, die wegen ihres Altes nicht mehr ganz funktionieren, wurden so gesichert. „Wir haben bei einem allem sehr gut mit der Gemeinde und dem Bauhof zusammengearbeitet“, lobt der Gemeindewehrleiter. Er hofft, dass de Sperrungen, die zum Beispiel am Oder-Neiße-Radweg vorgenommen werden mussten, schnell wieder aufgehoben werden können. „Wir haben wirklich Glück gehabt.“ Das sagt Schulz auch vor den Geschehnissen, die sich in Polen und Tschechien abgespielt haben.

Blick vom Bösen Ufer auf die Neiße und die Englische Brücke: Das Neißewasser drückt in den Muskauer Park zurück. Das ist bei allen Hochwasserereignissen, die Bad Muskau bereits erlebt hat, eine Schwachstelle.

Blick vom Bösen Ufer auf die Neiße und die Englische Brücke: Das Neißewasser drückt in den Muskauer Park zurück. Das ist bei allen Hochwasserereignissen, die Bad Muskau bereits erlebt hat, eine Schwachstelle.

Regina Weiß

+++ 11:57 Uhr: Ist Tanken in Polen trotz Hochwasser möglich?

Ob Tanken in Polen trotz Überschwemmungen und Hochwasser bei Guben, Forst, Görlitz und Bad Muskau möglich ist und wo die Spritpreise heute am billigsten sind. Die Antwort darauf lesen Sie hier.

+++ 11.15 Uhr: Vorsorge am Eichsee im Pückler-Park Bad Muskau

Am Eichseewasserfall werden durch die Mitarbeiter der Stiftung Fürst-Pückler-Park Vorsorgemaßnahmen getroffen. Die Steine der Kaskade werde mit Sandsäcken stabilisiert und erhöht. Denn durch die Neiße, die rund 100 Meter am Eichsee derzeit vorbeirauscht, wird Wasser in die Hermannsneiße zurückgedrückt. Sie ist ein künstlich angelegter Flusslauf im Weltkulturerbe Muskauer Park.

Derweil fällt der Pegel in Podrosche ganz langsam. Er hatte seinen Höchstand gegen 7 Uhr am Morgen. In Bad Muskau erwartet man nun 17 Uhr oder später den Neiße-Scheitel.

Bei schönsten Sonnenschein schlendern Touristen und auch Anwohner durch den Muskauer Park Viele machen Fotos von der Hochwasser führenden Neiße.

Am Eichseewasserfall laufen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Anlage im Pückler-Park in Bad Muskau. Mitarbeiter der Parkstiftung bringen Sandsäcke aus.

Am Eichseewasserfall laufen Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Anlage im Pückler-Park in Bad Muskau. Mitarbeiter der Parkstiftung bringen Sandsäcke aus.

Regina Weiß

+++ 9.30 Uhr: Die ersten Flächen stehen unter Wasser

Die Neiße sucht sich ihre Wege. Am Blauen Wunder - der Radfahrerbrücke von Bad Muskau nach Łeknica - ist die Neiße deutlich aus ihrem Flussbett heraus und fließt über die angrenzenden Wiesen. Auch in Köbeln in der Nähe zur Landesgrenze ist es so. Das ist auch in der Nacht im Krauschwitzer Raum passiert.„ Aber dafür sind diese Wiesen und Ausgleichsflächen ja da“, so Sven Schulz, Gemeindewehrleiter in Krauschwitz.

Die Wiesen rund um das Blaue Wunder in Bad Muskau sind durch das Neißewasser am Dienstag, 16. September, überflutet.

Die Wiesen rund um das Blaue Wunder in Bad Muskau sind durch das Neißewasser am Dienstag, 16. September, überflutet.

Thomas Krahl

+++ 8.22 Uhr: Wie ist die Lage am Morgen an der Neiße in Krauschwitz und Bad Muskau?

Um 1 Uhr in der Nacht war es so weit, der Neißepegel in Podrosche meldet um 1 Uhr 4.02 Meter. Damit hat die Neiße die Alarmstufe zwei erreicht. Damit ist der Wasserstand seit 18 Uhr um mehr als einen Meter angestiegen. Wie viel Bums dieses Wasser hat, sieht man an der Fließgeschwindigkeit. Am Dienstagmorgen (17. September)  strömt die Neiße mit 228 Kubimeter die Sekunde durch das Flussbett.

An einigen Stellen hat sie das auch verlassen. In Bad Muskau findet deshalb früh um 7 Uhr die nächste Kontrollfahrt statt. „Bebautes Gebiet ist nicht derzeit nicht von der Hochwasserlage betroffen“, kann Stadtwehrleiter Sebastian Krahl einschätzen. Nun muss die Parkstadt auf den Scheitelpunkt der Neiße warten. Dieser wird gegen Nachmittag erwartet.

+++ Montag. 16. September 2024, 20.30 Uhr:  Landestalsperrenverwaltung warnt vorm Betreten von Hochwasserschutzanlagen

Aufgrund der Starkniederschläge in den vergangenen Tagen führt die Landestalsperrenverwaltung seit Mitte letzter Woche an ihren Stauanlagen die erforderlichen Steuerhandlungen durch, um Hochwasser wirksam zurückzuhalten. „Die Hochwasserlage in Sachsen haben wir permanent im Blick“, sagt Eckehard Bielitz, Geschäftsführer der Landestalsperrenverwaltung Sachsen. „Dazu stehen wir im ständigen Austausch mit dem Landeshochwasserzentrum Sachsen und dem Deutschen Wetterdienst. Die Steuerung unserer Stauanlagen wird laufend der aktuellen Lage angepasst und war in den letzten Tagen jederzeit beherrschbar", so Bielitz weiter.

Die Talsperre Quitzdorf: Der Damm ist in Ordnung - aber an vielen anderen Stellen muss etwas getan werden. Zum Beispiel am Hochwasserüberlauf.

Das Überlaufbauwerk verhindert, dass Wasser über ide Dammkrone gelangt und auf der anderen Seite dem Damm aufreisst.

Die Talsperre Quitzdorf in der Gemeinde Quitzdorf am See in der Oberlausitz. Die Talsperre, in der der Schwarze Schöps angestaut wird, wurde von 1965 bis 1972 unweit von Niesky als Kühlwasserreservoir für das Braunkohlenkraftwerk Boxberg erbaut.

Jürgen Scholz

Talsperren und Hochwasserrückhaltebecken seien neben den Hochwasserschutzanlagen in den Städten und Gemeinden ein wichtiger Bestandteil für den Hochwasserschutz. Als Schwerpunkte für das Niederschlagsgeschehen wurden in Sachsen durch den Deutschen Wetterdienst die Oberlausitz und das Osterzgebirge angekündigt.

Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen warnt aufgrund der steigenden Wasserstände an der Elbe und weiteren Gewässern in Sachsen vor dem Betreten von Hochwasserschutzdeichen und anderen Hochwasserschutzanlagen. „Es besteht Lebensgefahr", so Eckehard Bielitz.

+++ 19.55 Uhr: Alarmstufe 3 gilt in Görlitz voraussichtlich bis Dienstag

An der Lausitzer Neiße bildete sich nach Angaben der Görlitzer Stadtverwaltung bereits der Hochwasserscheitel aus. Die Alarmstufe 3 in Görlitz werde voraussichtlich bis Dienstag (17. September) gelten. Die Wassermenge dort ist auch vom Abfluss aus dem Witka-Stausee auf polnischer Seite abhängig – außerhalb der Stadt waren am Montag freie Flächen überflutet.

Hochwasserlage in Sachsen

An der Stadtbrücke in Görlitz stehen Bäume im Hochwasser der Neiße. Laut Informationen des Landratsamtes Görlitz sinken die Pegelstände der Flüsse und Bäche leicht. Es sei aber weiterhin äußerste Vorsicht geboten, vor allem die Uferbereiche von Gewässern sollten unbedingt gemieden werden.

Paul Glaser/dpa

Rathauschef Octavian Ursu (CDU) forderte die Menschen auf, „sich an Straßensperrungen zu halten, um sich nicht in Gefahr zu bringen“. Und der ADAC Sachsen mahnte Autofahrende zu „besonderer Vorsicht“ bei Touren sowie beim Abstellen ihrer Fahrzeuge in Gefahrenzonen.

+++ 19.15 Uhr: Treibholz macht Sorge

Den Verantwortlichen in der Parkstadt Bad Muskau macht das mit geschwemmte Treibholz Sorge. Wenn sich das verkeilt, dann entstehen an den Pfeilern der Brücken Strudel, die durchaus zu Aus- oder Unterspülungen führen können. Zuletzt hatte sich an den Grenzbrücke und der Radfahrerbrücke Blaues Wunder viel Holz angesammelt. „Trotz der Gewässerschau vor rund drei Jahren ist dort nichts passiert“, kritisiert Stadtwehrleiter Sebastian Krahl. Vertreter der Landestalsperrenverwaltung haben das am Montag als Thema mitgenommen. Doch die beiden angesprochenen Brücken befinden sich in polnischer Verantwortung.

Entlang der Neiße packen die Ortswehren der Kommune Krauschwitz Sandsäcke. So konnten einzelne Gebäude geschützt und die Reserve aufgefüllt werden. Der Pegel in Podrosche zeigt 3,19 Meter an. Er ist in knapp anderthalb Stunden 19 Zentimeter gestiegen, und er soll weiter klettern.

+++ 18 Uhr: Ist der Polenmarkt in Leknica geschlossen?

In Bad Muskau haben am Montag die Telefone öfter in der Touristinfo gebimmelt. Die Fragen waren, muss ich meine Reise abbrechen und ist der Polenmarkt geschlossen? Hintergrund: Man hat etwas von der Hochwasserwarnung für die Lausitzer Neiße gehört. Zu diesem Zeitpunkt führt die Neiße deutlich mehr Wasser, aber hat noch keine Hochwasserwarnstufe erreicht.

Gegen 18 Uhr gibt es für Podrosche an der Neiße mit drei Metern die Warnstufe eins. Die Tendenz ist, dass das Wasser steigt.

+++ 16.30 Uhr: Pegelstände sinken leicht – Entspannung für den Landkreis Görlitz in Sicht?

Im Landkreis Görlitz hat sich die Hochwasserlage am Montagnachmittag stabilisiert. Die Pegelstände der Flüsse und Bäche sinken nach Angaben des Landratsamtes leicht. Die Situation werde von Einsatzkräften und Behörden aber weiter aufmerksam beobachtet. „In den nächsten Stunden sind vereinzelte Schauer möglich, die jedoch voraussichtlich keine erheblichen Auswirkungen auf die Pegelstände haben werden“, informiert Susanne Lehmann vom Büro des Landrates in Görlitz.

Hochwasser in Sachsen: 16.09.2024, Sachsen, Görlitz: Die B99 wurde vorsorglich auf Grund des nahen Hochwassers zwischen Görlitz-Weinhübel und Hagenwerder gesperrt. Foto: Paul Glaser/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Bundesstraße B99 wurde vorsorglich auf Grund des nahen Hochwassers zwischen Görlitz-Weinhübel und Hagenwerder gesperrt.

Paul Glaser/dpa

Die Behörde ruft dennoch die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu bleiben, um auf mögliche Veränderungen reagieren zu können. Es sei weiterhin äußerste Vorsicht geboten. „Insbesondere die Uferbereiche von Gewässern sollten unbedingt gemieden werden. Die Bundesstraße B99 im Bereich Hagenwerder bleibt vorerst gesperrt", so Lehmann weiter.

+++ 15.30 Uhr: Wie ist die Situation am Pegel Podrosche?

Am Pegel Podrosche  in der Lausitzer Neiße steigt die Wasserführung im Verlauf des Montags deutlich an. Der Scheitel wird dort in der kommenden Nacht im Bereich der Alarmstufe zwei erwartet., teilt die Landeshochwasserzentrale mit. Derzeit steht das Neißewasser dort bei 2,83 Meter. Es ist im Laufe eines Tages um 70 Zentimeter gestiegen.

+++ 14.50 Uhr: Ist Neiße gleich Neiße?

Wer in Bad Muskau, Krauschwitz oder Görlitz über den Grenzfluss spricht, der sagt Neiße. Doch eigentlich heißt der Fluss Lausitzer Neiße. Und das ist der feine Unterschied, auf den es aber bei der aktuellen Hochwasserlage ankommt. Denn am Samstag war ein Staudamm im polnischen  Stronie Slaskie gebrochen. Das Wasser hat sich von dort über den Fluss Biala Ladecka seinen Weg in die Glatzer Neiße gesucht. Diese mündet in Polen in der Oder.

Es ist nicht der einzige Schwesternfluss. So gibt es eine Weiße Neiße und eine Schwarze Neiße - beides sind rechte Nebenflüsse der Lausitzer Neiße Tschechien sowie eine Wütende Neiße und eine Kleine Neiße in Niederschlesien.

+++ 14.15 Uhr: Wann der Höchststand in Bad Muskau erwartet wird?

Bad Muskaus Stadtwehrleiter Sebastian Krahl und der stellvertretende Kreisbrandmeister Gerd Preußing befinden sich am Montag gegen 14 Uhr auf Kontrollfahrt durch das Stadtgebiet in Bad Muskau. Die Tour führt bis kurz vor den Märchenwald in Köbeln und damit an die sächsisch-brandenburgische Grenze. „Wir befinden uns zudem in enger Abstimmungf mit der Stiftung Fürst-Pückler-Park und den Ver- und Entsorgngswerken“, so Sebastian Krahl.

Auch wenn der Fluss deutlich mehr Wasser als sonst mitführt, ist die Lage laut Feuerwehr übersichtlich. Allerdings werde der Pegel der Neiße noch weiter ansteigen. Gegen 8 Uhr war der bisherige Höchststand in Görlitz erreicht worden. Von dort braucht der Scheitel rund 24 Stunden, bis er in Bad Muskau angekommen ist. Das könnte also am Dienstag, 16. September, gegen 8.30 Uhr so weit sein.

+++ 13.30 Uhr: Wie die aktuelle Lage an der Spree ist

Infolge der wiedereingesetzten Niederschläge sowie des Dauerregens ist die Wasserführung in der Nacht zum Montag im Vorhersagegebiet der Spree wieder gestiegen, teilt das Landeshochwasserzentrum in Sachsen mit. Am Pegel Särichen / Weißer Schöps sowie am Pegel Schöps / Schwarzer Schöps wurden die Richtwerte der Alarmstufe eins am Sonntagabend beziehungsweis Montagmorgen nur kurzzeitig überschritten. Am Pegel Lieske / Spree wurden um 8 Uhr und am Pegel Bautzen 1 / Spree heute 10.45 Uhr die Richtwerte der Alarmstufe eins überschritten. Die Wasserstände steigen weiter leicht an, verbleiben aber unter dem Richtwert der Alarmstufe zwei.

+++ 13 Uhr: Stadt Görlitz gibt Update

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) hat sich am Montagmorgen gemeinsam mit Feuerwehrleiterin Anja Weigel an der Obermühle, der Altstadtbrücke, am Klärwerk Nord und in Ober-Neundorf ein Bild der Situation gemacht.

Oberbürgermeister Octavian Ursu: „Auch wenn die Pegel über Nacht deutlicher gestiegen sind, als die Prognosen zunächst vermuten ließen, haben wir die Alarmstufe 4 zum Glück bisher nicht erreicht und die Lage ist den Umständen entsprechend relativ ruhig. Vollgelaufene Keller sind aufgrund der Hochwasserlage unvermeidlich, darüber hinaus gibt es aber bisher in Görlitz keine größeren Schäden und aktuell auch keine akuten Gefahrenstellen. Ich bitte alle Görlitzerinnen und Görlitzer sowie Gäste der Stadt weiterhin, Feuerwehren und Einsatzkräfte ihre Arbeit machen zu lassen.“

Überspülter Damm in Ober-Neundorf nördlich von Görlitz. Die Neiße sucht sich ihre Wege und tritt über das Flussbett.

Überspülter Damm in Ober-Neundorf nördlich von Görlitz. Die Neiße sucht sich ihre Wege und tritt über das Flussbett.

T. Keil/Stadtverwaltung Görlitz

Die Zentrale der Feuerwehr ist rund um die Uhr besetzt. Der Stab für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Görlitz ist weiterhin in Alarmbereitschaft. Die Pegelstände an den Gewässern in der Stadt und im Landkreis werden ständig überwacht. Der für den Katastrophenschutz zuständige Landkreis steht mit den zuständigen Fachämtern wie der unteren Wasserbehörde, den entsprechenden meteorologischen Diensten, den Nachbarn in Polen und der Tschechischen Republik und den Kommunen im ständigen Austausch.

+++ 12:21 Uhr: Hilfe für Polen aus Sachsen

Nachwievor ist die Hochwasser-Lage in Osteuropa angespannt. Eine erste Hilfslieferung ist am Sonntagabend von 15 Ehrenamtlichen aus dem DRK Kreisverband Döbeln-Hainichen nach Hirschberg (Jelenia Góra; Polen) gebracht worden. Unter anderem wurden eine Feldkuchem Hygieneset und Feldbetten an das Polnische Rote Kreuz übergeben.

Das Deutsche Rote Kreuz geht akteulle davon aus, dass weitere Nachbarländer Hilfe brauchen. Und bittet daher um Spenden für die Menschen in den Hochwasser-Regionen.

+++ 11.50 Uhr: Görlitzer Landrat appelliert an die Menschen

Landrat Stephan Meyer (CDU) appelliert an die Bürger. Diese sollen vorsichtig bleiben und auch auf ihre Nachbarn achten. Hintergrund ist, dass die Neiße in Görlitz für erste Überschwemmungen gesorgt hat und die Menschen auf keinen Fall diese Bereiche betreten sollen.

Hoffnung gebe, dass in Zittau die Pegel fallen. Doch durch die Wasser-Eintragungen der Flüsse aus Polen kann man das vom Görlitzer Bereich nicht sagen. In Görlitz hatte die Neiße um 8 Uhr mit 5,57 Meter ihren bisherigen Höchststand erreicht. Damit ist die Alarmstufe vier nur 43 Zentimeter entfernt.

+++ 11 Uhr: Neiße bei Bad Muskau und Krauschwitz noch knapp im Flussbett

Die Neiße in Bad Muskau führt im Gegensatz zum Sonntag (15. September) deutlich mehr Wasser. Wer genau hinschaut, sie ist noch ganz knapp im Flussbett. Dabei hat sie hier noch nicht mal eine Alarmstufe erreicht. Ausschlaggebend für Aktivitäten der Feuerwehr ist der Pegel Podrosche. Dieser liegt 10.45 Uhr bei 2,71 Meter. Damit verbleiben bis zur Alarmstufe eins noch 29 Zentimeter.

Blick auf die volle Neiße von der Grenzbrücke in Krauschwitz. Die Neiße fließt gerade noch so in ihrem Flussbett. In Görlitz hat die Neiße knapp unter der Warnstufe vier gestanden.

Blick auf die volle Neiße von der Grenzbrücke in Krauschwitz. Die Neiße fließt gerade noch so in ihrem Flussbett. In Görlitz hat die Neiße knapp unter der Warnstufe 4 gestanden.

Regina Weiß

+++ 8:15 Uhr: Sperrung eines Abschnitts der B99 in Görlitz

 Ein Abschnitt der B99 sei in Görlitz aus Sicherheitsgründen gesperrt worden, sagte ein Sprecher der Polizei.

+++ 7:31 Uhr: Frau fällt beim Prüfen des Pegels in die Neiße

Eine Frau ist in Görlitz beim Prüfen des Pegelstandes in die Neiße gefallen. Laut ersten Angaben der Polizei ist die Frau am Parkhotel Merkur am Wasserrand ausgerutscht und in den Fluss gefallen.

Die 46-Jährige sei vom Wasser mitgerissen worden und etwa 700 Meter in der Neiße abgetrieben, bis sie sich kurz vor dem Wehr Vierradmühle aus dem Wasser ziehen konnte. Sie wird aufgrund einer Unterkühlung in einer Klinik versorgt.

Übersicht der Neiße-Pegel nach Unwetter in Sachsen

Die Wasserführung am Pegel Zittau 1 / Lausitzer Neiße war infolge der ergiebigen Niederschläge seit Sonntagnachmittag stark angestiegen. Dabei wurde am Pegel Zittau 1 am Abend der Richtwert der Alarmstufe 3 zeitweise überschritten. Am Montag früh gibt es gute Nachrichten, hier verzeichnet das Hochwasserzentrum fallende Pegel.

Am Pegel Görlitz / Lausitzer Neiße hat der Wasserstand aktuell den Richtwert der Alarmstufe 3 überschritten. Die Wasserführung steigt weiter deutlich an. Dabei ist im weiteren Verlauf mit dem Überschreiten des Richtwertes der Alarmstufe 4 zu rechnen. Das sollte gegen 7 Uhr erreicht sei.

Unterhalb der Grenzbrücke in Podrosche sprudelt die Neiße am Sonntagnachmittag mit deutlich mehr Kraft als an anderen Tagen. Derweilen schickt Petrus weiter viel Regen von oben.

Unterhalb der Grenzbrücke in Podrosche sprudelt die Neiße am 15.9.2024 mit deutlich mehr Kraft als an anderen Tagen. Derweilen schickt Petrus weiter viel Regen von oben. In Görlitz besteht Hochwassergefahr.

Regina Weiß

Laut der aktuellen Pegelstände – die Neiße hatte um 7 Uhr einen Stand von 5,56 Meter – fehlen noch vier Zentimeter bis zur Warnstufe vier.

In allen Fließgewässern im Vorhersagegebiet ist durch den anhaltenden Dauerregen mit weiteren Anstiegen der Wasserführung zu rechnen. Dabei können die Anstiege aufgrund der hohen Vorfeuchte sehr schnell vonstattengehen.

Der Pegel Podrosche ist maßgeblich für die Feuerwehr Bad Muskau, wenn es um den Hochwasserschutz geht. Am Montag um 7 Uhr heißt es für Podrosche, dass das Neißewasser bei 2,57 Meter steht. Das sind rund 40 Zentimeter mehr als am Sonntagnachmittag.

Laut Prognose wird die Warnstufe eins am Montagabend mit 3,34 Meter erwartet. Die Warnstufe zwei folgt in der Nacht zum Dienstag. Dann sind regelmäßige Kontrollfahrten der Feuerwehren an der Neiße Pflicht.

Weiter südlich hat es da schon ganz anderes ausgesehen. In der Nacht von Sonnabend (14. September) zu Sonntag hat der Scheitel der Neiße in Görlitz bei der Alarmstufe 2, kurz vor der 3 gestanden. 24 Stunden später kann dieser Scheitel in Podrosche sein.

„Wie viel Wasser dann wirklich bei uns ankommt, das müssen wir sehen“, sagt Sven Schulz, Gemeindewehrleiter von Krauschwitz. Alarmstufe 2 bedeutet unter anderem mögliche Überflutungen von Grünflächen, zusätzliche Einsatzkräfte müssen alarmiert werden.

Bei Stufe 3 sind Überschwemmungen auch von bebauten Gebieten möglich. Bei Alarmstufe 4 besteht dem Landeshochwasserzentrum zufolge Gefahr für Leib und Leben. Es gibt Überschwemmungen größerer bebauter Gebiete, Deiche können überströmt werden oder brechen.

In Polen bricht ein Staudamm

Im Einzugsgebiet des Isergebirges hat es in 48 Stunden teilweise über 170 mm Niederschlag auf den Quadratmeter gegeben. Zwischen Sonntag und Montagmittag (16. September) werden im sächsischen Teil des Einzugsgebietes der Lausitzer Neiße und ihrer Nebenflüsse noch einmal zwischen 30 und 50 mm Regen erwartet, im Bergland des Isergebirges bis zu 70 mm.

Sorgenvoll gucken die Feuerwehrleute auf die aktuellen Entwicklungen in Polen. Dort ist am Sonntag ein Staudamm gebrochen. Das Wasser strömt in den Fluss Biala Ladecka herunter und nehme Kurs auf das Gebiet der Glatzer Neiße. Bei der „Schwester“ der Lausitzer Neiße herrscht bereits Land unter.

Neiße führt deutlich mehr Wasser als sonst

Die Lausitzer Neiße führt Sonntagnachmittag deutlich mehr Wasser – und auch so manches Treibholz mit sich – als noch am Samstag. Doch der Fluss ist noch in ihrem Bett. Deshalb sind die Kameraden in Bad Muskau noch relativ ruhig. Sie werden am Wochenende durch den Wind auf Trab gehalten, der Bäume und Äste abbricht. So ist mehr als zwei Stunden eine Wohnung versperrt, weil ein Eichenast abgebrochen ist. Nur stückweise kann das Holz abgetragen werden.

Am Nachmittag sorgt ein Zwillingsbaum an der B115 in Höhe Caravanstellplatz für Ärger. Um zu vermeiden, dass dieser auf die Bundesstraße fällt, braucht es die Drehleiter, Sägen und viel Zeit. „Der Einsatz dort hat rund vier Stunden gedauert. Zweieinhalbstunden war die B115 gesperrt“, sagt Einsatzleiter Tobias Köther.

Die Drehleiter aus Weißwasser musste mit anrücken, damit der Zwillingsbaum an der B 115 in Bad Muskau abgetragen werden konnte. Der Baum drohte, auf die Straße zu stürzen.

Die Drehleiter aus Weißwasser musste mit anrücken, damit der Zwillingsbaum an der B115 in Bad Muskau abgetragen werden konnte. Der Baum drohte, auf die Straße zu stürzen.

Andreas Haertel/Feuerwehr Bad Muskau

Auf dem Rückweg ins Depot sehen die Feuerwehrkameraden drei Kajak-Fahrer auf der Neiße und müssen verwundert den Kopf schütteln, schließlich wird seit Tagen vor der Hochwassergefahr gewarnt.

Am Sonntag unterstreicht das die Kreisverwaltung noch einmal.: „Es ist davon auszugehen, dass die Pegelstände erneut ansteigen werden, da die zu erwartenden erneuten Niederschläge auf gut vorgefeuchteten Boden und schon gut gefüllte Flüsse treffen.“

Aufgrund dessen bittet der Landkreis Görlitz um äußerste Vorsicht. Insbesondere die Uferbereiche von Gewässern sollten unbedingt gemieden werden. „Bisher ist der Landkreis Görlitz glimpflich davon gekommen. Danke an alle, die Vorsorge getroffen haben und Danke an die Einsatzkräfte“, so Landrat Stephan Meyer (CDU) Sonntagnachmittag nach einer Einsatzbesprechung in Zittau.

Höchste Elbe-Alarmstufe für Dienstag erwartet

Für den Elbepegel im ostsächsischen Schöna an der Grenze zu Tschechien wird laut aktuellen Prognosen für Dienstag (17. September) das Erreichen der höchsten Alarmstufe 4 erwartet. Der entsprechende Pegelstand von 7,50 Metern soll dort gegen Dienstagmittag überschritten werden, wie aus Daten des Landeshochwasserzentrums vom Sonntag (Stand: 12.45 Uhr) hervorgeht.

Hochwasser in Sachsen: 15.09.2024, Sachsen, Bad Schandau: Schiffsanleger sind in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz vom Wasser der Elbe umspült. In Schöna wurde der entsprechende Richtwert von 5 Metern am frühen Morgen überschritten, wie aus Daten des Landeshochwasserzentrums hervorgeht. Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Schiffsanleger sind in Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz vom Wasser der Elbe umspült. In Schöna wurde der entsprechende Richtwert von fünf Metern am frühen Sonntagmorgen überschritten, wie aus Daten des Landeshochwasserzentrums hervorgeht.

Robert Michael/dpa

Am Sonntagabend wurde am Elbpegel in Schöna Alarmstufe 2 erreicht. Der Wasserstand lag am Nachmittag bei 5,78 Metern (Stand: 17.15 Uhr). Für den Abend werden mehr als sechs  Meter (Alarmstufe 3) erwartet.

Der Hochwasserscheitel der Elbe wird für Mitte der Woche erwartet. Am Mittwoch (18. September) und Donnerstag (19. September) sollen sich nach Angaben des Landeshochwasserzentrums die Wasserstände um den Richtwert der Alarmstufe 4 – rund 7 Meter – bewegen.

Dresden ruft höhere Warnstufe aus – Elbe schwillt weiter an

Aufgrund der angespannten Hochwasserlage hat die Stadt Dresden die Hochwasserwarnstufe 2 ausgerufen. Der Pegelstand der Elbe habe am frühen Sonntagabend in Dresden bei 501 Zentimeter gelegen – ein weiterer deutlicher Anstieg sei zu erwarten, teilte die sächsische Landeshauptstadt mit. Früher am Sonntag war die Warnstufe 1 ausgerufen worden.

Auch die teilweise eingestürzte Carolabrücke hat Auswirkungen auf die Hochwasserlage: Durch Brückenteile im Wasser werde sich elbaufwärts das Wasser aufstauen, was den Wasserspiegel auf einem Teilstück der Elbe etwa 30 bis 50 Zentimeter ansteigen lasse.

Für Montag wird erwartet, dass in Dresden auch die nächsthöhere Alarmstufe 3 ausgerufen wird - dafür müsste der Pegelstand die 600-Zentimeter-Grenze überschreiten. Insgesamt gibt es vier Warnstufen. Der Scheitelpunkt wird dem Landeshochwasserzentrum zufolge erst Mitte der Woche erwartet.