Unwetter in Sachsen
: Bilanz der schweren Gewitter und weitere sind schon im Anmarsch

Update (11.7.) Eine Unwetter-Woche hielt Sachsen auf Trab. Erste Schadensbilanz und wann die nächsten Gewitter auf den Freistaat zurollen.
Von
Nicole Züge
Dresden
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Regen: ARCHIV - 27.07.2023, Thüringen, Erfurt: Eine Frau hält einen Regenschirm. (zu dpa: «Regen und teilweise Gewitter in Hessen») Foto: Martin Schutt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Unwetter fegten über Sachsen. Welche Schäden haben sie angerichtet und wird es jetzt ruhiger? (Symbolbild)

Martin Schutt/dpa

(Update: 11.7.) Die Woche begann heiß in Sachsen und auch sonst in Deutschland! Bis zu 33 Grad Celsius wurden am Dienstag (9.7.) im Freistaat gemessen.

Danach dann der große Knall: Über Deutschland zogen ab Mittwoch teils kräftige Gewitter hinweg. Starkregen, Hagel und Sturmböen inklusive. Besonders in Ostsachsen hatten Feuerwehr und Polizei einiges zu tun. Die Bilanz der Gewitterwoche und aktuelle Wetterkarten. Die Unwettergefahr ist nämlich leider noch nicht gebannt.

Übersicht:

  • Unwetter-Bilanz in Sachsen: Besonders Ostsachsen hat es erwischt
  • Unwetter in Sachsen: Die Gefahr hält weiter an – wo man bis zum Wochenende mit Gewittern rechnen muss
  • Gewitterverlauf in Sachsen auf der Karte

Unwetter-Bilanz in Sachsen: Besonders Ostsachsen betroffen

Im Osten Sachsens rückte die Feuerwehr in den Landkreisen Bautzen und Görlitz am Abend zu etwa 85 unwetterbedingten Einsätzen aus, wie ein Sprecher der Leitstelle der dpa mitteilte. Bei Bautzen kollidierte zudem ein Zug am Abend mit zwei umgestürzten Bäumen. Er entgleiste nicht. Die Bäume mussten von den Schienen geräumt werden.

Unwetter in Sachsen: Wo man bis zum Wochenende mit Gewittern rechnen muss

Die Unwettergefahr in Deutschland hält an. Erst im Laufe des Samstags beruhige sich das Wetter allmählich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Doch zunächst werden für Freitag (12.7.) für viele Landesteile teils kräftige Gewitter mit Starkregen und zum Teil mit Hagel angekündigt.

Vor allem in Sachsen und Brandenburg ist das Unwetterpotential hoch. „Extreme Mengen an Starkregen“ könnten fallen, hieß es vom DWD. Die Marke von 100 Litern pro Quadratmeter könne innerhalb weniger Stunden übertroffen werden. Allerdings sei die Vorhersage der verschiedenen Wettermodelle „ausgesprochen schwammig“. Denkbar sei auch, dass große Mengen des Starkregens stattdessen über Tschechien und Polen fallen.

Von der Mitte bis in den Osten Deutschlands können sich bei den Unwettern zu dem heftigen Regen zwei Zentimeter große Hagelkörner dazugesellen. Dazu besteht die Gefahr von Sturmböen. In der Nacht bleiben die Unwetter erhalten.

Nach den bisherigen Prognosen sind wahrscheinlich große Teile Mecklenburg-Vorpommerns von der Uckermark bis an die Ostseeküste betroffen. Dort können teils innerhalb weniger Stunden mehr als 50 Liter pro Quadratmeter fallen. Im Laufe des Samstags regnet es nördlich der Elbe weiterhin, aber deutlich weniger als zuvor.

Das aktuelle Wetterradar lässt sich auf dieser Karte verfolgen:

Gewitterverlauf in Sachsen auf der Karte

Das europäische Wettermodell ECMWF zeigt den Verlauf der Gewitter in Sachsen: 

Hinweis zur Nutzung: Auf der Karte unten links auf den „Play-Button“ klicken und die Vorhersage abspielen. Die Farbskala am unteren Rand der Karte zeigt die voraussichtliche Regenmenge an. Zoomen in die Karte und an bestimmte Orte ist möglich. 

Unwetter über Deutschland: die aktuelle Lage

Aktuell zieht die Gewitterfront über Berlin, Brandenburg und Rügen. Die aktuellen Karten sind hier zu finden:

Unwetterwarnung für Rügen vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen, Hagel und Sturmböen

Unwetter über Berlin/Brandenburg

Auch für die polnische Ostsee wurden schwere Gewitter vorhergesagt

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