Laut der Leitstelle Lausitz mussten die Feuerwehren in der Region aufgrund des Unwetters am Samstagnachmittag und am Samstagabend zwischen 16 und 21 Uhr insgesamt 82 Einsätze fahren.
Schwerpunkte waren nach Angabe der Leitstelle Lausitz in Cottbus die Landkreise Oberspreewald-Lausitz (28 Einsätze) und Spree-Neiße (25 Einsätze). In Cottbus ging es mit fünf witterungsbedingten Einsätzen am ruhigsten zu. Im Landkreis Dahme-Spreewald mussten die Feuerwehren zu 18 Einsätzen, die im Zusammenhang mit dem Wetter standen, ausrücken, im Elbe-Elster-Kreis waren es elf.
Ein Dachstuhlbrand infolge eines Blitzeinschlags in Königs Wusterhausen war eine der verheerendsten Auswirkungen des Gewitters. Verletzt wurde niemand.

Umgefallene Bäume in Neuhausen/Spree

Glück, weil unverletzt geblieben, hatten auch die Insassen eines Pkw in der Alten Poststraße im Ortsteil Klein Döbbern in Neuhausen/Spree. 18.21 wurde die Feuerwehr gerufen, weil ein Baum auf das Auto gefallen war. Die Autoinsassen hatten das Auto bei Eintreffen der Kameraden bereits verlassen, informiert die Leitstelle Lausitz.
Ebenfalls in Neuhausen/Spree war es etwa eine Viertelstunde vor dem Vorfall in der Alten Poststraße ein umgefallener Baum, der die Zufahrt zur Jugendherberge blockierte, der den Einsatz der Feuerwehr erforderte.
Die Nacht und der Sonntagmorgen brachten für die Feuerwehr keine witterungsbedingten Einsätze mehr. Dafür beschäftigte ein Kellerbrand in einer leerstehenden Bracke auf dem Gelände der Deutschen Bahn unweit des Cottbuser Hauptbahnhofs die Feuerwehren.

Gebäudebrand am Cottbuser Hauptbahnhof

Aus bisher unbekannter Ursache ist im Keller des Gebäudes in der Vetschauer Straße, dass sich in der Nähe des Wasserturms auf dem Bahnhofsgelände befindet, Feuer ausgebrochen
Von kurz vor sechs Uhr am Sonntagmorgen bis etwa 10.30 Uhr vormittags war die Feuerwehr im Einsatz.
In ganz Brandenburg hat das Gewitter mit Starkregen und Hagel zu mehr als 500 Einsätzen der Feuerwehren bis zum Sonntagmorgen geführt.
Nach Angaben der fünf Regionalleitstellen für Notrufe stürzten Bäume auf Straßen und fielen teils auf Autos, Wasser lief in Keller und überflutete Straßen, Blitze schlugen ein. Auch in Fahrstühlen stand Wasser. Menschen wurden nach bisherigen Informationen landesweit nicht verletzt.
In der Notruf-Leitstelle in Eberswalde für die Kreise Barnim, Oberhavel und Uckermark musste wegen eines Wasserschadens ein Server ausgetauscht werden.
Gewitter teils mit Starkregen sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes noch bis Sonntagmittag vor allem zwischen der Prignitz und dem Elbe-Elster-Land möglich.

In Ostsachsen nur wenige Unwetter-Einsätze

In Ostsachen zog das Unwetter weitgehend vorbei. So gab es nach Auskunft der Integrierten Leitstelle in Hoyerswerda nur wenige wetterbedingte Einsätze. Vor allem in der Oberlausitz war die Lage realtiv entspannt.
In der Bockkellergasse in Bad Muskau wurde die Feuerwehr gegen 21 Uhr gerufen, weil dort ein Baum auf die Straße gekippt war.
Zudem gab es mehrere Einsätze in der Region rund um Herrnhut. Im nahen Berthelsdorf musste vom Berthelsdorfer Wasser, ein dortiger Bach, die Staustufe gezogen werden, da dieser drohte über die Ufer zu treten, die Häuser und Straßen zu überfluten. Zudem wurde die Feuerwehr in Herrnhut gerufen, weil ein Grundstück unter Wasser stand.
In Seifhennersdorf sorgte eine überspülte Straße, in Olbersdorf ein Gulli aus dem das Wasser quoll, in Zittau Wasserschlamm und Steine auf der Fahrbahn und in Bautzen ein großer Ast, der auf ein unbesetztes Auto gefallen war für Einsätze. mit dpa