Totensonntag 2023
: Was in Brandenburg und Sachsen erlaubt ist und was verboten

Der Totensonntag 2023 ist ein Trauertag. Der stille Feiertag bringt in Brandenburg und Sachsen besondere Regeln mit sich.
Von
dpa, tw
Cottbus
Jetzt in der App anhören

Totensonntag 2023: Der Sonntag vorm 1. Advent ist für viele Menschen Anlass, der Verstorbenen zu gedenken. Was in Brandenburg an diesem stillen Feiertag verboten ist.

Sebastian Willnow/dpa

Totensonntag ist immer der Sonntag vor dem 1. Advent. Im Jahr 2023 fällt der Totensonntag auf den 26. November. An diesem Feiertag gedenken viele Menschen ihrer verstorbenen Angehörigen.

Der Totensonntag ist ein evangelischer Gedenktag, der offiziell Ewigkeitssonntag heißt. Der Tag ist dem Andenken an Verstorbene gewidmet. Mit dem Ewigkeitssonntag endet vor der Adventszeit das Kirchenjahr.

In einem ruhigen, oft von Kirchenmusik begleiteten Gottesdienst werden die Namen der Toten verlesen und Kerzen für sie angezündet. Oft besteht darüber hinaus noch die Gelegenheit, persönlich für verstorbene Angehörige ein Licht zu entzünden.

Totensonntag 2023: Evangelische Kirche bietet Live–Chat an

Manche Gemeinden halten Andacht auf dem Friedhof und hören dort die Botschaft von der Auferstehung. Eine Chatandacht zum Ewigkeitssonntag hat sich als moderne Form des Totengedenkens etabliert. Bis zum Ewigkeitssonntag können Angehörige und Freunde Namen ihrer Verstorbenen in ein Trauerbuch auf trauernetz.de eintragen. Diese Namen werden während der Online–Andacht im Chat eingeblendet.

Mehr Infos zum Ewigkeitssonntag gibt es auf ekd.de

Neben dem Totengedenken wird in Gottesdiensten an diesem Tag traditionell auch zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit aufgerufen.

Totensonntag in Brandenburg 2023: Sportveranstaltungen bis 11 Uhr verboten

In Brandenburg ist gesetzlich festgelegt, dass am Totensonntag bis elf Uhr vormittags öffentliche Sportveranstaltungen verboten sind.

Öffentliche Tanzveranstaltungen und Veranstaltungen in Räumen mit Schankbetrieb, die über den Schank– und Speisebetrieb hinausgehen, sind in Brandenburg ebenfalls von vier Uhr morgens bis 24 Uhr am Totensonntag verboten. All das ist im Brandenburger Gesetz über die Sonn– und Feiertage festgeschrieben.

Totensonntag in Brandenburg: Regeln für Auto–Waschanlagen

Am Totensonntag ist in Brandenburg eigens geregelt, dass der Betrieb automatischer oder Selbst-Waschanlagen dann erlaubt ist, „sofern eine Störung durch den Betrieb nicht anzunehmen ist“. Während der Hauptzeit der Gottesdienste (Brandenburg: sechs bis elf Uhr) ist der Betrieb in der Nähe von Kirchen untersagt.

Totensonntag 2023 in Sachsen: ähnliche Regeln

Sachsen regelt es ähnlich wie Brandenburg. Der Totensonntag zählt in Sachsen wie der Volkstrauertag zu den Gedenk– und Trauertagen. Damit sind öffentliche Tanzveranstaltungen und andere öffentliche Vergnügungen, die dem ernsten Charakter dieser Tage zuwiderlaufen, von drei Uhr bis 24 Uhr verboten. In Sachsen regelt es das Gesetz über Sonn– und Feiertage im Freistaat Sachsen.

Gegen diese gesetzlichen Regelungen zu verstoßen, kann teuer werden. Dabei handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten. Diese können laut Gesetz mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro geahndet werden.

Auch in Berlin ist der Totensonntag ein Gedenk– und Trauertag. Zwischen vier und 21 Uhr sind demmach öffentliche Sportveranstaltungen untersagt, „sofern diese mit Unterhaltungsmusik oder anderen Unterhaltungsprogrammen verbunden sind“.

Traditionell starten bereits in den Tagen nach dem Totensonntag die Weihnachtsmärkte 2023 in Berlin und Brandenburg sowie Sachsen, in den Nachbarbundesländern Thüringen und Sachsen–Anhalt auch die Weihnachtsmärkte in Polen.

Totensonntag 2023: Wann ist der Fernsehgottesdienst?

Mit „Ein Platz bei Gott“ ist der Fernsehgottesdienst zum Ewigkeitssonntag betitelt. Übertragen wird der Fernsehgottesdienst am 26. November ab 9.30 Uhr im ZDF.

Totensonntag: Die Termine in den nächsten Jahren

Der Totensonntag fällt in den folgenden Jahren auf:

24. November 2024

23. November 2025

22. November 2026

21. November 2027