Tote Frau in Erkner: Tatverdächtiger festgenommen - Brücke wieder passierbar

In der Innenstadt von Erkner läuft ein großer Polizeieinsatz. Es ist zu einem Gewaltdelikt gekommen. Der Bereich um die Leo-Hendrick-Baekeland-Brücke ist seit dem Morgen gesperrt. Im weiteren Umfeld kommt es zu erheblichen Verkehrseinschränkungen.
Dennis Lloyd Brätsch- In Erkner läuft ein großer Polizeieinsatz nach einem mutmaßlichen Gewaltdelikt.
- Eine Frau wurde auf offener Straße angegriffen und getötet – die Polizei bestätigt den Fall.
- Der Tatort liegt an der Leo-Hendrick-Baekeland-Straße, Brücke und Straße sind gesperrt.
- Der mutmaßliche Täter floh zunächst, wurde aber im Umfeld schnell gefunden und festgenommen.
- Es kommt zu erheblichem Verkehrschaos in der Innenstadt, Details folgen im Laufe des Vormittags.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Region Erkner (Landkreis Oder-Spree) ist erneut Schauplatz eines Verbrechens geworden. Nur vier Tage nach der tödlichen Gewalttat in der brandenburgischen Nachbar-Gemeinde Gosen Neu Zittau, ist am Montagmorgen (31.8.) in der Innenstadt von Erkner eine 24-jährige Frau angegriffen und getötet worden.
Die Tat soll sich in der Leo-Hendrik-Baekeland-Straße zugetragen haben, bestätigte Roland Kamenz, Sprecher der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder). Die Frau sei an der Baekeland-Brücke auf offener Straße angegriffen und dabei schwer verletzt worden, heißt es. Rettungskräfte versuchten anschließend vergeblich, das Opfer zu reanimieren. Die Frau verstarb noch vor Ort an den schweren Verletzungen.
Laut Polizei handelt es sich um Stichverletzungen. Details zur Tatwaffe wurden nicht genannt. Der männliche Täter konnte nach kurzer Flucht gefasst werden. Er soll 29 Jahre alt sein und einen Migrationshintergrund haben, hat die Polizei inzwischen mitgeteilt, genau wie die getötete Frau. Beide sollen sich demnach gekannt haben. Nähere Angaben zu Herkunft und Wohnort machte die Polizei nicht.
Tatverdächtiger auf Flucht gestellt
Ein Zeuge hatte die Tat offenbar bemerkt und versucht, den flüchtigen Täter zu stellen. Dabei soll er nach bisherigen Informationen versucht haben, den Mann mithilfe seines Autos auf der Brücke festzuhalten. Dabei verunfallte der Zeuge und landete mit seinem VW in einer Böschung. Im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen stellten Polizeikräfte den mutmaßlichen Täter später im Nahbereich.
Die Polizei bittet Zeugen der Gewalttat, sich bei der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) zu melden. Entweder unter Telefon 03361 5680 oder über die Online-Wache der Brandenburger Polizei.
Kriminaltechniker des Landeskriminalamtes untersuchten in den Vormittagsstunden den Tatort, um Spuren zu sichern. Wegen des Einsatzes waren unter anderem die Baekelandsstraße und die gleichnamige Brücke an der Stadthalle für den Verkehr gesperrt.
Auf den Berufsverkehr hatte das erhebliche Auswirkungen. Die Innenstadt rund um die Friedrichstraße und den Bahnhof war am Morgen komplett zugestaut. Auch auf den Zubringer-Straßen, darunter der Autobahn-Anschlussstelle A10 in Erkner, gab es erhebliche Einschränkungen.
Für Fußgänger und Radfahrende war der Abschnitt ebenfalls über mehrere Stunden nicht passierbar. Betroffen war auch der Busverkehr der BOS samt Schülerverkehr. Wer von der Baekelandstraße oder der Rudolf-Breitscheidstraße zum Bahnhof wollte, musste zeitweise den Bahnübergang an der Beuststraße und die Flakenfließbrücke nutzen.
Kurz vor 14 Uhr konnte die Polizei die Bakelandbrücke für den Verkehr wieder freigeben, nachdem die Spurensicherung ihre Arbeit abgeschlossen hat.
Der Grund für das zwischenzeitliche Chaos: Die gesperrte Baekland-Brücke dient in Erkner seit Längerem als einzige Umleitungsstrecke während der laufenden Bauarbeiten an der Friedrichstraße. Die Folge: Es gab zweitweise keine öffentliche Verkehrsquerung in der Innenstadt über den Fluss Flakenfließ.
Die Polizei will im Laufe des Tages weitere Details zum Einsatz bekanntgeben.
Für die Region Erkner, die direkt an Berlin angrenzt, ist es binnen weniger Tage die zweite Gewalttat, bei der eine Person tödlich verletzt wurde. Erst vorigen Donnerstag (27.8.) waren an einer Schule in der Nachbar-Gemeinde Gosen-Neu Zittau eine 18-jährige Schülerin und ein 30-jähriger Erzieher bei einem Angriff durch einen 19-jährigen Tatverdächtigen getötet worden.
Dieser Artikel wird aktualisiert, sobald neue Informationen vorliegen.





