Tödlicher Unfall in Brandenburg: Radfahrer von Auto erfasst – neue Details

Das verunfallte Fahrzeug wird von einem Abschleppdienst verladen. Nachdem ein 27-Jähriger eine Reihe zwei Unfälle in Berlun und Brandenburg verursachte, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.
Michael Ukas/dpa- 27-Jähriger aus Berlin verursacht zwei Unfälle in Berlin und Brandenburg – Haftbefehl beantragt.
- Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlag und versuchtem Totschlag in zwei Fällen.
- Untersuchung zu Alkohol- oder Drogenkonsum und Fahrzeugdaten läuft.
- Fahrer attackierte zuvor Beifahrer, biss Fingerkuppe ab, floh und tötete Radfahrer in Brandenburg.
- Polizei fasst den Flüchtigen nahe der Unfallstelle in Teltow.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einen Tag nachdem ein Autofahrer aus Berlin bei einem Unfall einen Radfahrer in Brandenburg tödlich verletzt hat, hat die Staatsanwaltschaft Potsdam einen Haftbefehl gegen den 27 Jahre alten Fahrer beantragt und erlassen. Er werde am Montag dem Haftrichter vorgeführt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.
Die Behörde wirft dem Mann Totschlag und in zwei Fällen versuchten Totschlag vor. Weitere Angaben macht die Sprecherin zunächst nicht. Die „Berliner Morgenpost“ hatte zunächst über den Antrag der Anklagebehörde berichtet.
Gutachter untersucht Auto des Unfallfahrers aus Berlin
Mithilfe von Blutproben werde untersucht, ob der Fahrer Alkohol oder Drogen zu sich genommen hatte. Außerdem wird das Unfallauto von einem Gutachter unter die Lupe genommen. Dabei werden auch elektronische Daten wie Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Bremsvorgänge durch den Fahrer, die bei modernen Autos kontinuierlich gespeichert werden, ausgelesen und analysiert.
Tatverdächtiger aus Berlin war zunächst Beifahrer
Der 27-Jährige verursachte nach den bisherigen Erkenntnissen am Sonntagmittag zwei schwere Unfälle an der südlichen Landesgrenze von Berlin und Brandenburg. Zunächst soll er als Beifahrer mit einem 43-jährigen Fahrer in dem späteren Unfallauto in Streit geraten sein. Während dieses Streits soll der Jüngere den Älteren mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn anschließend gewürgt haben.
Bei dem Versuch des 43-Jährigen, sich aus dem Würgegriff zu befreien, gelangte einer seiner Finger in den Mund des 27-Jährigen. Dieser soll ihm dann eine Fingerkuppe abgebissen haben. Daraufhin ergriff der 43-Jährige die Flucht aus dem Auto.
Der 27-Jährige soll nach Polizeiangaben dann auf den Fahrersitz gewechselt sein und den Wagen beschleunigt haben. Dabei stieß er zunächst gegen ein geparktes Fahrzeug, später kollidierte er mit einem Postverteilerkasten und fuhr danach eine 59-jährige Fußgängerin sowie einen 66 Jahre alten Fußgänger an.
Von dort flüchtete der 27-Jährige und steuerte seinen Wagen nach Brandenburg in Richtung Potsdam-Mittelmark. In Teltow kam er den Angaben zufolge mit dem Auto am Mauerweg, der bei Radlern und Ausflüglern beliebt ist, erneut von der Straße ab und soll einen Fahrradfahrer gerammt haben, der noch an der Unfallstelle starb. Der Unfallfahrer versuchte zu flüchten, die Polizei fasste ihn in der Nähe des Unfallortes.
