Tesla stellt Cybercab vor
: Wird das Robotaxi auch in Grünheide gebaut?

Der E-Autobauer Tesla hat sein Cybercab ohne Lenkrad und Pedale vorgestellt und die US-Verkehrsbehörde auf den Plan gerufen. Könnte das Auto auch in Grünheide (Brandenburg) gebaut werden?
Von
Nicole Züge
Grünheide
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Tesla-Robotaxi Cybercab: ARCHIV - 07.03.2026, USA, San Jose: Ein Testwagen des Tesla-Robotaxis Cybercab ist im Straßenverkehr unterwegs. Die Fahrzeuge sollen weder Lenkrad, noch Pedale haben. Tesla-Chef Elon Musk sieht im autonomen Fahren die Zukunft des Elektroauto-Herstellers. (zu dpa: «Musk: Tesla startete Robotaxi-Produktion») Foto: Andrej Sokolow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Tesla hat Anfang September in Austin (Texas) sein Cybercab vorgestellt und damit die US-Verkehrsbehörde auf den Plan gerufen. Könnte das selbstfahrende Robotaxi auch in Grünheide gebaut werden?

Andrej Sokolow/dpa
  • Tesla präsentierte in Austin das Cybercab ohne Lenkrad und Pedale – Platz für zwei.
  • Für Grünheide ist das Robotaxi interessant, eine Produktion ist offen und ohne Zeitplan.
  • Musk sprach von einer „Welle von Cybercabs“ in Austin und teilte technische Details.
  • Motor kommt ohne seltene Erden aus, Bremsen ohne Hydraulik, Starlink bietet 4K-Streams.
  • In Europa fehlt die Zulassung für fahrerlos, „FSD Supervised“ läuft in fünf EU-Ländern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Tesla hat vor genau einer Woche in Austin (Texas) sein selbstfahrendes Cybercab vor. Das Robotaxi ohne Lenkrad und Pedale könnte auch in Grünheide gebaut werden: Musk brachte früher im Jahr die Gigafactory als einen möglichen Produktionsstandort ins Spiel.

Das goldfarbene Cybercab bietet zwei Plätze und soll seit Freitag öffentlich buchbar sein. Für Austin kündigte Musk eine „Welle von Cybercabs“ an. Auf X schrieb er, der Motor komme ohne seltene Erden aus, die Reichweite bleibe gleich. Das Bremssystem brauche keine Hydraulikleitungen. Zudem bezeichnete er das Fahrzeug als das sicherste Auto für den Straßenverkehr. Über den Satelliten-Internetdienst Starlink sollen Fahrgäste 4K-Livestreams ansehen oder Spiele spielen können.

Die US-Verkehrsbehörde NHTSA prüft derweil, ob das Cybercab ohne Lenkrad, Pedale und Spiegel die bundesweiten Vorschriften erfüllt. Tesla hat es selbst zertifiziert und erklärt, es halte alle einschlägigen Standards ein.

Cybercap soll in Texas in Serie produziert werden

Tesla ist mit seiner Robotaxi-Technik bislang nur in Texas am Start und liegt damit hinter Waymo und Uber. Die Google-Tochter bietet gemeinsam mit Uber bereits in elf US-Städten selbstfahrende Fahrten an, darunter San Francisco und Los Angeles. In mehreren Bundesstaaten müssen zudem Menschen im Fahrzeug bereitstehen, um notfalls einzugreifen. Autos ohne Lenkrad und Pedale sind dort nicht erlaubt. Tesla veröffentlichte auf X ein Werbevideo für das neue Cybercab:

Ob das Cybercab später auch in anderen Tesla-Werken produziert wird – zum Beispiel der Fabrik in Grünheide (Landkreis Oder-Spree) –, ist offen. Musk brachte diese Möglichkeit im Februar dieses Jahres in einem Video-Interview mit Werksleiter André Thierig selbst ins Gespräch.

Auf die Frage, welches Produkt als Nächstes in der Gigafactory gebaut werden könnte, bezeichnete er das Cybercab als „wahrscheinlichstes Ziel“. Daneben nannte er auch den Elektro-Lkw Semi und den humanoiden Roboter Optimus, für den in Grünheide derzeit Daten gesammelt werden.

Presse-Vorbesichtigung zur Ausstellung des Cybercab von Tesla

Im Innenraum, der Platz für zwei Passagiere bietet, befinden sich weder Lenkrad noch Pedale. Auf dem Screen des Cybercabs sollen sich dafür Streams in 4K-Qualität abspielen sowie Spiele spielen lassen. Im Hintergrund ist das gesamte Model zu sehen.

Hannes P. Albert/dpa

Für eine Cybercab-Produktion in Grünheide gibt es bislang weder eine Entscheidung noch einen Zeitplan oder konkrete Investitionen. In Europa fehlt zudem die Zulassung für ein fahrerloses Robotaxi. In der Vorstufe, „FSD Supervised“ („überwachtes automatisiertes Fahren“) müssen Fahrer den Verkehr beobachten und eingreifen können.

Noch fehlt in Europa die Zulassung für ein fahrerloses Robotaxi.

Das Verfahren ist Tesla zufolge bislang in fünf EU-Ländern zugelassen und wird von mehr als 70.000 Kunden genutzt. Nach eigener Auswertung sei das Unfallrisiko 4,1-mal geringer als bei manueller Fahrt. Am 6. Oktober könnte über eine EU-weite Zulassung abgestimmt werden. Das fahrerlose Cybercab wäre damit jedoch nicht genehmigt.

In Grünheide wird also vorerst ausschließlich das Model Y gebaut. Tesla erhöht dort derzeit die Produktion in der Gigafactory Berlin-Brandenburg. Ab Oktober soll sie schrittweise auf 7500 Fahrzeuge pro Woche steigen. Zugleich plant der Konzern einen deutlichen Ausbau der Batteriezellfertigung. (mit afp/dpa)