Streik Handel Brandenburg
: Verdi ruft zur dritten Warnstreikrunde im Einzelhandel auf

Am Dienstag, 31. August, wollen Beschäftigte im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg streiken. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Welche Handelsketten betroffen sind und was es mit dem Warnstreik auf sich hat.
Von
dpa, sme
Berlin 
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Bereits Ende Juli hatten Beschäftigte des Einzelhandels in Berlin im Rahmen eines Streiks demonstriert. Am Dienstag, 31. August, soll es erneut einen Warnstreik geben. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen.

Jörg Carstensen

Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Dienstag, 31. August, erneut zu Warnstreiks im Einzelhandel in Berlin und Brandenburg aufgerufen. „Seit Ende Juni verhandeln wir, und die Unternehmen kommen zwei Monate später mit einem Vorschlag um die Ecke, der Reallohnverzicht für alle Verkäufer:innen bedeutet und nach wie vor die Tarifeinheit der Beschäftigten spalten soll“, kritisierte Verdi–Verhandlungsführerin Conny Weißbach. Aufgerufen sind Beschäftigte der Handelsketten Rewe, Kaufland, Ikea, Galeria Karstadt Kaufhof, H&M sowie Thalia. Am Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus in Berlin ist am Vormittag eine zentrale Warnstreikkundgebung geplant.

Beide Seiten waren zuletzt Ende Juli zu Verhandlungen zusammen gekommen. Die Arbeitgeber hatten dabei angeboten, Löhne und Gehälter um zwei Prozent zu erhöhen. Bei Händlern, die in der Corona–Krise schließen mussten, sollte das aber erst acht Monate später als bei den übrigen gelten. „Wir müssen da differenzieren, denn es gibt Unternehmen, die extrem von der Pandemie getroffen wurden, wohingegen andere gut aus der Krise gekommen sind“, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin–Brandenburg, Nils Busch–Petersen damals.