Das Weihnachtsfest geht in die heiße Phase und alle Jahre wieder vereinen uns die Festtage an einem ganz besonderen Ort: bei der Familie. Wie eine Umfrage der Tankstellenkette HEM jetzt ergeben hat, verbringen 95 Prozent der Deutschen die besinnlichste Zeit des Jahres bei ihren Liebsten. Für jeden Fünften ist dies jedoch ein weiter Weg. Knapp 20 Prozent der über 1000 Befragten gaben an, dass sie auf der Fahrt zum Weihnachtsfest bis zu 500 Kilometer im Auto zurücklegen. Stau ist also vorprogrammiert – denn nur 3 Prozent der Deutschen lassen den Wagen über die Feiertage stehen.

Mit dem Adventswochenende begannen in ganz Deutschland die Weihnachtsferien. Der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC erwarten kurz vor Weihnachten und an Neujahr viel Verkehr auf den Straßen. Geduld brauchen Autofahrer auch am Donnerstag (26. Dezember) sowie am Mittwoch (1. Januar). Dann sind viele Autofahrer schon wieder auf dem Rückweg nach Hause auf den Fernstraßen unterwegs.

Immerhin: Zwischen den Jahren sowie an Silvester beruhigt sich die Verkehrslage dank der Feiertage wieder etwas. Dann können sich Autofahrer überwiegend über staufreie Autobahnen freuen.

Wo Staus zu erwarten sind

In und um die Großstädte Hamburg, Berlin, Köln und Frankfurt sowie auf folgenden Strecken kommt es in den Weihnachtsferien zu Staus:

  • A1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg
  • A2 Dortmund – Hannover – Braunschweig – Berlin
  • A3 Köln – Frankfurt – Nürnberg – Passau
  • A4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
  • A5 Hattenbacher Dreieck – Karlsruhe – Basel
  • A6 Metz/Saarbrücken – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
  • A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 München – Nürnberg – Berlin
  • A10 Berliner Ring
  • A24 Hamburg – Berlin
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95/ B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 München – Lindau
  • A99 Umfahrung München

Ähnliches Bild in Österreich und der Schweiz

In den Nachbarländern zeigt sich das gleiche Bild wie in Deutschland. In Österreich sind alle Strecken in Richtung Winterskigebiete von Staus betroffen - die Tauern, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route, die Tiroler, Salzburger und Voralberger Bundesstraßen.

In der Schweiz müssen Autofahrer mit viel Verkehr rechnen - unter anderem auf der Gotthard-Route, den Zufahrtsstraßen in die Skigebiete Graubündens, Berner Oberlands sowie Wallis, teilt der ADAC mit.

Eine besonders hohe Staugefahr gibt es entlang der österreichischen Inntal- und Brennerautobahn - da zahlreiche Ausweichrouten gesperrt sind. Zu längeren Wartezeiten kommt es laut ADAC zudem an den Grenzübergängen Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) sowie Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim).

Geschenke auf den letzten Drücker

Etwas Gutes hat die Fahrt zu Familie und Freunden: Auf dem Weg lassen sich noch schnell die letzten Last-Minute-Geschenke an der Tankstelle kaufen. Was zunächst unromantisch klingt, ist für einen Großteil der Deutschen jedoch ein beliebter Zwischenstopp. Circa 33 Prozent besorgen hier noch kurzerhand Pralinen oder Blumen als Mitbringsel. Spitzenreiter bleibt jedoch der Tankgutschein (37 Prozent).

So rüsten sich Autofahrer für Winterstaus


Ein Unfall im Schneegestöber oder Blitzeis? Gründe für lange Winterstaus gibt es viele. Dafür sollten sich Autofahrer rüsten, rät die Prüforganisation Dekra. An Bord sind besser immer winterliche Kleidung mit Handschuhen und Mützen. Auch Decken sind ratsam, um sich bei Bedarf warmzuhalten.

Am besten ist ein haltbarer Notproviant wie eine Nussmischung und ausreichend Trinkwasser dabei. Denn mitunter könne extremes Winterwetter dafür sorgen, dass Autofahrer nicht nur mehrere Stunden, sondern auch schon mal über Nacht im Stau stehen müssen. So sollte auch ein Kfz-Ladekabel fürs Handy nicht fehlen, um telefonieren zu können und Infos übers Internet zu bekommen.

Wichtig: Immer rechtzeitig nachtanken und nicht bis zur untersten Markierung warten. So können Heizung und Elektrik im Stau weiterlaufen. Ein halbvoller 60-Liter-Tank reiche beispielsweise aus, einen Motor länger als einen Tag im Stand laufen zu lassen, berichtet Dekra.

Dennoch: Um Energie zu sparen, besser auf Verbraucher wie Sitz- und Scheibenheizung verzichten, vor allem wenn die Länge des Zwangsstopps unbekannt ist. Über das Radio sollten die Gestrandeten verfolgen, wie sich die Verkehrssituation weiter entwickelt.