Silvester 2023 in der Lausitz
: Ruhige Nacht – die Bilanz der Feuerwehr am Neujahrstag

UPDATE Zahlreiche kleinere Brände und einige größere Einsätze, die sich dann ebenfalls als klein entpuppten: Die Leitstelle Lausitz in Cottbus meldet am Neujahrsmorgen 2024 eine vergleichsweise ruhige Silvesternacht.
Von
ts, dpa
Cottbus
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Am Silvesterabend brannte aus bisher unbekannter Ursache an der Shell-Tankstelle in Schwarzheide im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ein PKW. Zum Glück konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Die Feuerwehren in der Lausitz wurden in der Silvesternacht zu vielen kleineren Einsätzen gerufen.

Mirko Sattler

Die Feuerwehren in der Lausitz sind in der Nacht zum Neujahrstag 2024 mit mehreren kleinen Bränden beschäftigt gewesen. Das teilt die Leitstelle Lausitz in Cottbus am Neujahrsmorgen mit. Einige Alarme zu großen Gebäudebränden in Cottbus, Annahütte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und Uebigau-Wahrenbrück im Landkreis Elbe-Elster hätten sich an den Einsatzorten ebenfalls „nur“ als kleinere Brände entpuppt.

So rückten die Feuerwehren in der Lausitz in der Silvesternacht bis zum Montagmorgen (1. Januar) zu etwa 50 Einsätzen aus. Zumeist habe der unsachgemäße Gebrauch von Feuerwerkskörpern die Brände an Hecken, Mülltonnen und Fahrzeugen ausgelöst, so die Leitstelle weiter. Und die Polizei in Cottbus fügt hinzu: Mehrmals wurden Abfallbehälter und Briefkästen vorsätzlich oder durch den unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik zerstört. Grundsätzlich würden die Brände als „silvestertypisch“ eingestuft, hieß es.

Gemeldete Großbrände entpuppen sich als klein

Gegen 21.15 Uhr am Silvesterabend wurden Polizei und Feuerwehr darüber hinaus in die Muskauer Straße nach Cottbus gerufen, da Anwohner dort einen Balkonbrand in einem Mehrfamilienhaus gemeldet hatten. Offensichtlich eine fehlgeleitete Silvesterrakete hatte dort auf dem Balkon gelagerte Gegenstände entzündet. Die Feuerwehr löschte den Brand und verhinderte eine Ausbreitung der Flammen. Verletzt wurde niemand. Gegen 1.15 Uhr wurde wiederum ein Brand auf einem Grundstück in der Döbbricker Straße im Ortsteil Sielow gemeldet. Dort war aus bislang unbekannter Ursache ein unter einem Carport abgestellter Pkw in Brand geraten. Es entstand laut Polizei ein Sachschaden von etwa 20.000 Euro.

In Annahütte im Landkreis Oberspreewald-Lausitz wurden am Neujahrsmorgen in der Sallgaster Straße Mülltonnen durch Unbekannte in Brand gesetzt. Insgesamt wurden dadurch sechs nebeneinanderstehende Mülltonnen beschädigt. Das Feuer griff in der Folge auf eine Hecke und einen angrenzenden Geräteschuppen über, bei dem das Dach beschädigt wurde. Die Feuerwehr löschte den Brand. Der Schaden wird auf 5000 Euro geschätzt.

Und in Uebigau-Wahrenbrück im Elbe-Elster-Kreis wurde am Neujahrsmorgen, kurz nach Mitternacht, ein Brand der ehemaligen Kirche im Parkweg gemeldet. Durch die schnell eintreffende Freiwillige Feuerwehr konnte der Entstehungsbrand an der Tür eines Nebeneinganges abgelöscht werden. Die Schadenshöhe kann nicht beziffert werden. Die Polizei leitete weiterführende Ermittlungen wegen Brandstiftung ein.

Brandenburg startet ohne größere Einsätze ins neue Jahr

llegales Feuerwerk und Körperverletzungen: Die Polizei in Brandenburg ist in der Silvesternacht zu rund 900 Einsätzen gerufen worden. Damit sei es vergleichsweise ruhig geblieben, erklärte eine Sprecherin der Polizei am Montag. Das sei für Silvester bei weitem kein Spitzenwert.

Rund 100 Brände gab es laut Polizei in der Silvesternacht. Darunter waren vor allem kleinere Feuer wie brennende Briefkästen, Hecken oder Mülltonnen. In Ludwigsfelde brannten drei Wohnungen eines Reihenhauses. Ein Bewohner hatte auf der Terrasse mit Feuerwerk gezündelt und so den Brand ausgelöst. Außerdem rückten die Beamten zu etwa 70 Sachbeschädigungen und rund 100 Körperverletzungen aus. Nach Stand vom Montag wurden 17 Personen durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerk verletzt

Von einem recht friedlichen Silvesterfest berichtete auch der Großteil der Feuerwehren im Land. „Es war relativ ruhig, aber wir hatten immer was zu tun und auch keine größeren Sachen“, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle der Feuerwehr in Eberswalde. 50 Einsätze für drei Landkreise sei „eigentlich nicht viel“. Auch die Regionalleitstelle Oderland erlebte keinen großen Einsatz. „Es waren meistens Papierkörbe, Kleidercontainer und Balkone“, erklärte eine Sprecherin.

In Angermünde zog sich eine 56-jährige Frau mit einer Schreckschusswaffe irreparable Schäden an der Hand zu. Der Schuss sei unkontrolliert losgegangen. Auch weitere Meldungen von schweren Handverletzungen gingen an verschiedenen Orten im Land ein.