Tragische Unfallbilanz für das Land Brandenburg: Nördlich von Pritzwalk im Landkreis Prignitz kam am Samstagabend ein Auto von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Für den 17 Jahre alten Fahrer und einen 15-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Vier weitere Insassen – drei Mädchen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren und ein 18-Jähriger – wurden schwer verletzt. Laut Polizei fuhr der 17-Jährige ohne gültige Fahrerlaubnis.
Auf der B96 bei Schildau überrollte ein SUV eine Gruppe Menschen. Eine Frau (60) starb am Unfallort. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt – darunter auch ein Kleinkind.
Im Löwenberger Land im Landkreis Oberhavel wurde ein Transporter an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug der Linie RB 54 gerammt. Die 65 Jahre alte Fahrerin des Wagens und ihr 31 Jahre alter Sohn starben am Unfallort.

Unfall ereignete sich Samstag gegen 21 Uhr zwischen Preddöhl und Triglitz

Das Unglück mit den sechs Jugendlichen ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 21 Uhr zwischen den Orten Preddöhl und Triglitz. Warum der Wagen von der Straße abkam, war zunächst nicht klar. Nachdem das Auto gegen den Baum krachte, schleuderte es weiter über die Straße zum gegenüberliegenden Grünstreifen.
Die vier Schwerverletzten wurden per Rettungswagen und Hubschrauber in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein Notfallseelsorger kümmerte sich dort um ihre Angehörigen. Das Auto wurde sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft ordnete den Einsatz eines Unfallgutachters an.
Nach dem Zugunfall im Löwenberger Land ermittelt nun die Kriminalpolizei. Die Toten sollen am Montag obduziert werden. Sie kommen aus dem Landkreis Oberhavel. Nach Angaben der Polizei war der Transporter am Samstagmittag beim Überqueren eines unbeschrankten Bahnübergangs auf der Privatstrecke nahe des Ortes Grieben von dem Zug erfasst worden. Der Wagen sei dabei genau in der Mitte getroffen und über 100 Meter mitgeschleift worden. Es soll sich um einen Zug der Niederbarnimer Eisenbahngesellschaft handeln.

Bergung der Autoinsassen bei Zugunfall erfolgte durch Feuerwehr

Die Bergung der beiden Autoinsassen erfolgte laut Polizei durch die Feuerwehr. In dem Zug befanden sich vier Passagiere, der Lokführer und eine Zugbegleiterin - alle blieben unverletzt. Sie wurden durch Rettungskräfte und Notfallseelsorger am Unfallort betreut.
Den entstandenen Sachschaden bezifferten die Beamten auf etwa 100.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft ordnete den Einsatz eines Unfallgutachters an. Für Übersichtsaufnahmen wurde der Hubschrauber eingesetzt. Der Zug und der Transporter wurden beschlagnahmt, hieß es. Über 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch zwei Rettungshubschrauber waren vor Ort.

Bereits im vergangenen Jahr Unfall auf derselben Strecke

Im vergangenen Jahr im April ereignete sich unweit der Unfallstelle auf derselben Strecke ein weiterer folgenschwerer Zusammenstoß. Unfallort war ebenfalls ein unbeschrankter Bahnübergang. In Klosterheide stieß ein Regionalzug (Ostprignitz-Ruppin) mit einem Kleintransporter zusammen. Dabei wurde ein 39 Jahre alter Fahrer so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. 2019 ereignete sich an dem Bahnübergang bei Grieben ebenfalls ein Zusammenstoß mit einem Auto und einem Zug.
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