Die Zahl der Wolfrisse von Nutztieren ist in Brandenburg zurückgegangen. Von Januar bis Ende September 2019 wurden nach Angaben des Agrarministeriums 291 Schafe oder Rinder getötet. 2018 seien es noch rund 400 Tiere gewesen. „Das macht mich richtig stolz“, sagte Knut Kucznik, Vorsitzender des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg.

Eine Million Euro für den Herdenschutz

Das sei ein Erfolg der konsequenten Herdenschutzmaßnahmen seiner Berufskollegen, so Kucznik. In den vergangenen zwei Jahren habe kein Wolf diesen Schutz überwunden und getötet werden müssen. 2019 wurden laut Angaben fast eine Million Euro für Herdenschutzmaßnahmen ausgegeben. Im Jahr zuvor waren es 800 000 Euro Förderung für Präventionsmaßnahmen.

Dresden/Cottbus

Brandenburg und Sachsen sind die Länder mit der höchsten Wolfsdichte in Deutschland. Zurzeit gibt es 27 Wolfsterritorien in Sachsen. Dazu gehören 22 Rudel, vier Paare und ein Einzeltier. Die meisten dieser Territorien befinden sich in der Lausitz. Damit bleibt die Region der Hotspot der Wolfsbesiedlung. Inzwischen wird es hier eng. Reinhardt spricht von einer „gesättigten“ Wolfsregion. Die einzelnen Territorien überlappen sich, dazwischen ist kaum Platz frei. Die Wölfe treten sich auf die Pfoten. Die Enge treibt sie in die Migration Richtung Westen.

Der Polarwolf kommt in der kanadischen Arktis und Grönland vor. Er ist weiß oder cremeweiß mit langem Fell. Sein Bejagen ist Legal aber sein Vorkommen ist stabil.

Bildergalerie Der Polarwolf kommt in der kanadischen Arktis und Grönland vor. Er ist weiß oder cremeweiß mit langem Fell. Sein Bejagen ist Legal aber sein Vorkommen ist stabil.