Rassismus in Brandenburg: Übergiff in Feriencamp in Heidesee? Verfahren eingestellt

Eine Gruppe Jugendlicher aus Berlin soll in einem Feriencamp am Frauensee rassistisch beleidigt worden sein. Die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Vorfall in Heidesee sind fast beendet.
Michael Bahlo/dpaDie Staatsanwaltschaft Cottbus hat das Verfahren um mutmaßliche rassistische Vorfälle in einem Freizeitzentrum am Frauensee in Heidesee (Dahme–Spreewald) eingestellt. Das berichtet rbb24 unter Berufung auf die Behörde am Dienstag (27. Februar).
Schülerinnen und Schüler einer zehnten Klasse aus Berlin, größtenteils mit Migrationshintergrund, wollten im Mai 2023 in einer Ferienanlage am Frauensee ein Mathe–Camp durchführen. In einer Nacht sollen sie von anderen Gästen der Einrichtung rassistisch beleidigt worden sein. Die Schüler reisten daraufhin ab. Die Polizei hatte die Abreise begleitet.
Die Ermittlungen hätten sich „sehr kompliziert gestaltet“, führte eine Sprecherin der Polizei dazu bereits aus. Oftmals basierten die Berichte bei den Vernehmungen auf „Hören–Sagen“ und es gebe nur wenige tatsächliche Zeugen des Geschehens.
Wie rbb24 unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft nun berichtet, fehlten Beweise wie Videos oder Fotos. Kein Zeuge habe einen der vermummten Beschuldigten wiedererkennen können.
