Der Polizei in Brandenburg ist ein Schlag gegen grenzüberschreitenden Autodiebstahl gelungen. Sie nahm drei Männer einer mehrköpfigen Bande aus Belarus (Weißrussland) fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, im vergangenen Jahr hochwertige Fahrzeuge in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming gestohlen und nach Polen gebracht zu haben. Gegen die Beschuldigten im Alter zwischen 20 und 24 Jahren erließ das Amtsgericht Fürstenwalde (Oder-Spree) inzwischen Haftbefehl.

Autodiebe für Diebstahl von 26 Fahrzeugen verantwortlich

Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist die Bande für den Diebstahl von etwa 26 Fahrzeugen sowie Motorrädern verantwortlich. Nach Angaben der Polizei beträgt die Schadenshöhe rund eine Million Euro.
Die drei mutmaßlichen Täter wurden bereits in der vergangenen Woche gefasst, nachdem sie mit einem gestohlenen Auto unterwegs Richtung polnische Grenze waren. Zwei der Festgenommenen waren demnach vorausfahrende Bandenmitglieder, die den Autodieb vor Polizeikontrollen warnen sollten. Bei einer Kontrolle auf der Autobahn 12 verursachte der Fahrer des gestohlenen Wagens einen Verkehrsunfall. Anschließend flüchtete er mehrere Kilometer zu Fuß. Mit dem Einsatz eines Fährtenhundes konnte er später von der Polizei festgenommen werden.

Ermittler von LKA, Polizei und Bundespolizei im Einsatz

Bei dem Großeinsatz wurden die Ermittler des LKA Brandenburg von Polizisten Ostbrandenburgs und der Bundespolizei unterstützt.