Polarlichter in Brandenburg: Darum hat der Himmel nachts geleuchtet

Polarlichter über Brandenburg: Naturschauspiel am Nachthimmel in Ostbrandenburg
Patrick Pleul/dpa- Polarlichter waren in Deutschland bis zu den Alpen sichtbar – Ursache war ein starker Sonnensturm.
- Die geladenen Teilchen regten in der Atmosphäre Luftmoleküle zum Leuchten an.
- Der geomagnetische Sturm erreichte die zweithöchste Stufe G4, so die US-Behörde Noaa.
- Der Sonnensturm könnte Auswirkungen auf Satelliten und GPS-Systeme haben.
- Laut „Spaceweather“ war die Eruptionswolke extrem schnell und erreichte die Erde in ca. 25 Stunden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Polarlichter haben in der Nacht auch den Himmel über Brandenburg leuchten lassen. Rote und grüne Farben in Schichten am Himmel waren etwa im Osten des Bundeslandes zu sehen.
In sämtlichen Bundesländern und meist auch schon in tieferen Lagen waren die Polarlichter zu sehen, wie die stellvertretende Leiterin am Haus der Astronomie in Heidelberg, Carolin Liefke, am Morgen sagte. Einzig in Rheinland-Pfalz und Saarland sei es teilweise zu bedeckt gewesen. Doch auch von dort habe sie inzwischen Fotos gesehen, auf denen Polarlichter zu sehen waren.
Das steckt hinter den Polarlichtern über Deutschland
„Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen“, sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD. Durch die Eruption flogen Teilchen von der Sonne in Richtung Erde.
Sie werden bei Sonnenstürmen vom Erdmagnetfeld in Richtung Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein, heißt es auf der Webseite des DWD dazu. „In den oberen Schichten der Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an.»
Der geomagnetische Sturm erreichte Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde Noaa berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen.
Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomie-Plattform „Spaceweather“. Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage.




