Mercedes-Benz in Ludwigsfelde: Eigene Produktionshalle für neues Sprinter-Modell

Am Standort Ludwigsfelde ist die Produktion des neuen Mercedes-Benz Marco Polo gestartet. Was geplant ist. (Symbolbild)
Bernd Weißbrod/dpa- Produktion des Mercedes-Benz Marco Polo startet in Ludwigsfelde – eigene Halle eingerichtet.
- Basisfahrzeuge der V-Klasse kommen aus Vitoria, der Ausbau findet nun am Standort statt.
- Ziel laut Unternehmen: mehr Flexibilität und kürzere Lieferzeiten im eigenen Netzwerk.
- Zukunft des Werks bleibt unklar, aktuell arbeiten dort 1600 Menschen.
- Berichte über Gespräche mit KNDS sorgen für Unruhe, offizielle Bestätigung fehlt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Trotz der seit Längerem ungewissen Zukunft des Mercedes-Benz-Werks in Ludwigsfelde ist dort nun die Produktion des neuen Reisemobils Marco Polo gestartet. Nach Unternehmensangaben wird das Modell erstmals vollständig innerhalb des eigenen Produktionsnetzwerks gefertigt.
Die Basisfahrzeuge der V-Klasse kommen weiterhin aus dem spanischen Werk Vitoria, der weitere Ausbau erfolgt nun in Ludwigsfelde. Dafür wurde am Standort eine eigene Halle eingerichtet. Mercedes-Benz verbindet damit nach eigenen Angaben mehr Flexibilität und kürzere Lieferzeiten.
Die langfristige Perspektive des Werks bleibt jedoch offen. Derzeit arbeiten dort nach Unternehmensangaben 1600 Menschen. Produziert werden in Ludwigsfelde bislang vor allem offene Baumuster des Sprinters und E-Sprinters. Mercedes-Benz verfolgt seit 2023 Pläne, die Van-Produktion weltweit neu aufzustellen. Zwar rechnet der Konzern nach eigenen Angaben mit einer anhaltenden Nachfrage über 2030 hinaus, unklar ist aber, an welchem Standort diese Fahrzeuge künftig gebaut werden.
Mercedes-Benz in Ludwigsfelde: Zukunft des Werks unklar
In Brandenburg gibt es deshalb die Sorge, dass die Fertigung ins polnische Jawor verlagert werden könnte. Für zusätzliche Unruhe sorgen Medienberichte über einen möglichen Einstieg des Rüstungsunternehmens KNDS. Demnach soll Mercedes-Benz darüber verhandeln, Teile oder sogar das gesamte Werk in Ludwigsfelde an KNDS zu übergeben; auch eine Übernahme von Beschäftigten steht im Raum. Offiziell bestätigt ist das nicht.
KNDS ist ein deutsch-französischer Rüstungskonzern mit Schwerpunkt auf Landverteidigung und sucht nach eigenen Angaben Partner für den Ausbau seiner Produktion. Hintergrund könnten erwartete Großaufträge sein, darunter eine mögliche Bestellung von 3000 Boxer-Panzern durch die Bundeswehr. Vor diesem Hintergrund gilt Ludwigsfelde als möglicher zusätzlicher Produktionsstandort.

