Kleine Geschäfte sollen wieder öffnen, Schulen schrittweise den Betrieb aufnehmen. An der grundlegenden bestehenden Kontaktsperre ändert das aber nichts.

Aber was halten die Lausitzer von den bisherigen Entscheidungen, die Bund und Länder für Deutschland zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus getroffen haben?

Was die Lausitzer von Ausgangsbeschränkungen halten

Gefragt danach, wie die Befragten die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen in Brandenburg und Sachsen beurteilen, machten 69 Prozent ihr Kreuz bei der Antwortoption „angemessen“. 23 Prozent hingegen sind der Ansicht, dass die Maßnahmen „überzogen“ sind und acht Prozent der bisherigen Umfrage-Teilnehmer sind hingegen der Meinung, dass es noch nicht genug ist und die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus „nicht ausreichend“ sind.

Konkret nach der Zufriedenheit mit der jeweiligen Landesregierung, was den Umgang mit der Coronakrise betrifft, ist der Großteil der Teilnehmer

Gerade jetzt, wo es erste Lockerungen geben wird und kleine Geschäfte wieder öffnen und auch Schulen teilweise wieder ihren Betrieb aufnehmen, steht erneut die Frage im Raum, ob eine Maskenpflicht nicht doch eine notwendige Maßnahme wäre.

Haben die Lausitzer Angst vor Corona?

Einzelne Städte, etwa Hanau (Hessen) oder Jena (Thüringen) haben aufgrund einer starken Verbreitung des Virus eine Maskenpflicht eingeführt. Pläne von Brandenburg das Tragen eines Mundschutzes landesweit verbindlich zu machen, gibt es derzeit nicht.

Anders ist das in Sachsen: Dort gilt ab Montag eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Einkaufsgeschäften. „Wenn wir jetzt so weit gehen und in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulassen und auch provozieren, ist diese Maskenpflicht die richtige Antwort“, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Eine Zwischenauswertung der LR-Umfrage zur Coronakrise zeigt: Die Mehrheit der Lausitzer spricht sich gegen eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus?
Eine Zwischenauswertung der LR-Umfrage zur Coronakrise zeigt: Die Mehrheit der Lausitzer spricht sich gegen eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aus?
© Foto: Katrin Janetzko

Aber wie stehen die 839 Personen, die bisher an der Umfrage teilgenommen haben zu dem Thema? 54 Prozent sprechen sich gegen, 28 Prozent für eine Maskenpflicht aus. Die restlichen Teilnehmer, 18 Prozent, haben keine klare Haltung dazu.

Dazu, dass die Mehrheit sich gegen eine Maskenpflicht ausspricht, passt auch, dass eine, wenn auch knappe Mehrheit der Lausitzer keine Angst davor hat, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. 58 Prozent der bisher 839 Teilnehmer an der LR-Umfrage rund ums Thema Corona haben angegeben, dass sie keine Angst deswegen haben. Aber es sind immerhin auch 42 Prozent, die sich vor einer Infektion mit dem Virus fürchten.

Noch bis 19. April läuft die LR-Umfrage zur Coronakrise. Wer noch teilnehmen möchte, hat unter www.lr-online.de/Coronaumfrage die Chance dazu.