Tampons bei dm
: Drogeriekette verzeichnet Lieferengpass bei Eigenmarke

In dm-Drogeriemärkten sind Tampons der Eigenmarke seit Wochen vergriffen. Alternative Produkte sind dreimal teurer. Das ist der Grund für die leeren Regale.
Von
Maria Neuendorff
Berlin
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dm-Markt in Berlin

Auch im dm-Mark an der Friedrichstraße in Berlin sind gewissen Hygiene-Artikel ausverkauft.

Maria Neuendorff
  • In dm-Filialen fehlen seit Wochen Jessa-Tampons – Regale bleiben vielfach leer.
  • Betroffen sind gängige Größen wie Normal, Super und Super-Plus; nur wenige Varianten verfügbar.
  • dm nennt als Ursache einen Maschinenschaden an einer Verpackungslinie beim Lieferanten.
  • Die Engpässe gelten deutschlandweit, Jessa bleibt im Sortiment und soll bald wieder verfügbar sein.
  • Alternative von O.b. kostet deutlich mehr: 42 Super für 6,45 Euro statt 56 Jessa Super für 2,85 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein bisschen fühlt man sich beim Blick in die leeren Regale der dm-Filialen an die Toiletten-Papier-Not in der Corona-Zeit erinnert.

Egal ob in der Filiale am Bahnhof Zoo in Berlin, am Tauentzien gegenüber dem KaDeWe, in der Friedrichstraße, in den Ring-Centern in Frankfurt (Oder) oder Magdeburg oder in der Einkaufsstraße im Zentrum in Ulm - die meisten Tampon-Sorten der dm-Eigenmarke „Jessa“ sind seit anderthalb Monaten nicht mehr zu haben.

Die Regale werden seit Wochen nicht mehr mit den gängigen Sorten aufgefüllt. Von der dm-Eigenmarke sind seit Anfang Juli meist nur Mini- oder Baumwoll-Tampons, sowie Packungen mit Applikator zu finden.

Jessa-Tampons ausverkauft

Auf Nachfrage an der Kasse einer weiteren Filiale in der Kurfürstenstraße in Berlin scannt ein Mitarbeiter die verwaisten Schilder der Tampon-Größen Normal, Super, Super-Plus ab und staunt selbst. Auch in anderen Berliner Filialen seien die Produkte ausverkauft, sagt er.

Bei Hygiene-Artikeln fühlt sich das ungleich problematischer an als zum Beispiel bei Genuss-Produkten, auf die man bei Engpässen schon eher mal verzichten kann.

Zumal die einzige Alternative von „O.b.“ dreifach so teuer ist. Zum Vergleich: Während eine Packung mit 56 Tampons Jessa Super 2,85 Euro kostet, müssen Kundinnen für 42 Super-Tampons von „O.b.“ 6,45 Euro hinblättern. Für Käuferinnen bedeutet das ein Kostenanstieg von 200 Prozent.

Auch im Internet sind die Jessa-Produkte mit der roten Unterschrift „Derzeit nicht verfügbar“ gekennzeichnet. Bei Kundinnen macht sich die Sorge breit, ob die Eigenmarke gänzlich vom Markt genommen wird und nur noch Restposten in den Regalen zu finden sind.

Engpässe in ganz Deutschland

Eine Nachfrage bei Deutschlands umsatzstärkstem Drogeriemarkt gibt jedoch Entwarnung: „Die betroffenen Produkte bleiben weiterhin Teil unseres Sortiments und werden nicht vom Markt genommen“, versichert Susanne Habich, Geschäftsbereichsverantwortliche für dm-Marken.

„Die vorübergehenden Lieferengpässe bei einzelnen Jessa-Tampon-Produkten sind auf einen komplexen Maschinenschaden an einer Verpackungslinie bei unserem Lieferanten zurückzuführen“, erklärt sie. „Dadurch ist die Warenversorgung derzeit eingeschränkt, was zu Regallücken führt.“

Die eingeschränkte Verfügbarkeit beträfe nicht nur Berlin, sondern trete deutschlandweit auf, sagt Habich. „Wir gehen davon aus, dass sie in Kürze wieder verfügbar sein werden.“