In welchem Zeitraum gibt es die Masken in der Apotheke?

Angehörige einer Corona-Risikogruppe erhalten von Dienstag an in den Apotheken im Land kostenlos FFP2-Masken. Das Bundesgesundheitsministerium hat eine entsprechende Verordnung veröffentlicht. Die Abgabe von drei Schutzmasken sei im Dezember kostenfrei. Die Anspruchsberechtigten haben bis zum 6. Januar 2021 Zeit, sich drei Schutzmasken in der Apotheke ihrer Wahl abzuholen. Im Januar und Februar müssten Betroffene für sechs Masken zwei Euro bezahlen.

Was kostet die Verteilaktion?

Das Bundesgesundheitsministerium geht deutschlandweit von Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro und rund 27 Millionen Berechtigten aus.

Wer bekommt die kostenlosen Masken?

Ein Anspruch auf Schutzmasken besteht, wenn die Versicherten das 60. Lebensjahr vollendet haben oder bei ihnen eine der bestimmte Erkrankungen oder Risikofaktoren vorliegen.

Welche Vorerkrankungen sind damit gemeint?

Laut der Verordnung des Gesundheitsamtes haben Personen mit folgenden Vorerkrankungen oder Risikofaktoren Anspruch auf die Masken:
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale,
  • chronische Herzinsuffizienz,
  • chronische Niereninsuffizienz Stadium ≥ 4,
  • Demenz oder Schlaganfall,
  • Diabetes mellitus Typ 2,
  • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann,
  • stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation,
  • Trisomie 21,
  • Risikoschwangerschaft.

Was muss ich tun, um die Masken in der Apotheke zu bekommen?

Dazu genügt die Vorlage des Personalausweises oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen. Zur Abholung kann auch eine Person bevollmächtigt werden.

Muss ich mir die Masken gleich und sofort abholen?

Friedemann Schmidt, Präsident von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände appelliert in diesem Zusammenhang an die Patienten: „Wir bitten darum, dass nicht alle gleich kommen. Wir können nicht alle Berechtigten an einem Tag versorgen, und die benötigten Masken werden auch erst nach und nach in die Apotheken geliefert. Lange Schlangen vor der Offizin wollen wir auch aus Gründen des Infektionsschutzes so gut es geht vermeiden. Die Patienten haben Zeit bis 6. Januar, sich die Masken abzuholen. Die Apotheken bleiben auch im Lockdown geöffnet.“

Was sind das für Masken?

Bei der Verteilaktion werden FFP2-Masken (oder vergleichbar) filtern Partikel besonders wirksam, bieten allerdings auch keinen hundertprozentigen Schutz. FFP-Masken schützen vor partikelförmigen Schadstoffen wie Staub, Rauch und Aerosol. Es gibt sie in den drei Schutzstufen FFP1, FFP2 und FFP3. Diese sind nach EN 149:2001+A1:2009 (entspricht DIN EN 149:2009-08) europaweit normiert. Atemschutzmasken mit höheren Schutzstufen filtern effektiver und dürfen daher gegen gesundheitsschädlichere Schadstoffe und höhere Schadstoffkonzentrationen eingesetzt werden, informiert der Maskenhersteller Moldex.
FFP2-Masken schützen gegen gesundheitsschädliche Partikel auf Wasser- und Ölbasis, nicht jedoch gegen krebserzeugende Stoffe, radioaktive Partikel, luftgetragene biologische Arbeitsstoffe der Risikogruppe 3 und Enzyme.
Die Undichtigkeit beträgt laut Moldex maximal 8 Prozent, mindestens 94 Prozent der Schadstoffe werden aus der Luft gefiltert.
Typische Anwendungen für eine FFP2-Maske sind beispielsweise der Umgang mit Weichholz, Glasfasern, Metall, Kunststoffen (nicht PVC) und Ölnebel. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt zur Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch das Coronavirus FFP2-Masken sowie FFP3-Masken.
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Cottbus

Wie geht die Masken-Verteilaktion im Januar weiter?

Ab Januar sollen berechtigte Patienten in einem zweiten Schritt mit weiteren Masken versorgt werden. Alle Berechtigten erhalten dann zwei fälschungssichere Coupons für jeweils sechs Masken von ihren Krankenkassen oder ihrer privaten Krankenversicherung. Diese können sie in zwei klar definierten Zeiträumen im neuen Jahr ebenfalls in den Apotheken einlösen. Die Anspruchsberechtigten zahlen dann pro eingelöstem Coupon einen Eigenanteil von zwei Euro hinzu.