US-Elektroautobauer Tesla hat Großes vor in seiner geplanten Fabrik in Brandenburg. Zwar sind die Verträge noch nicht alle unterschrieben, doch das Genehmigungsverfahren für das Werk bei Grünheide läuft bereits. Seit Montag liegt der Bericht über die Umweltverträglichkeitsprüfung in den angrenzenden Gemeinden aus. Auch im Internet können sich Interessierte das fast 250 Seiten lange Dokument herunterladen und ansehen.

Jeder kann den Tesla-Bericht einsehen

Bis zum 5. März können Bürger dann ihre Einwendungen zum verfahren abgeben. Parallel prüfen Behörden den Antrag. ‚Mit der Bekanntmachung halten wir die in der Task Force Tesla vereinbarten Termine. Alles läuft nach Plan. Bürgerbeteiligung und Transparenz sind uns sehr wichtig“, erklärte Umweltminister Axel Vogel (Grüne).

Grünheide

Umweltauswirkungen der Gigafactory gering?

Die Auswirkungen auf Mensch, Umwelt, Tier- und Pflanzenwelt, die mit dem Bau des neuen Werkes entstehen würden, sind laut vorliegendem Bericht größenteils gering. Lediglich die „Auswirkungen während der Errichtung“ auf Pflanzen, Tiere und biologische Vielfalt werden mich „hoch“ angegeben. Für den Bau bei Grünheide muss ein Wald gerodet werden. „Der geplante Anlagenstandort liegt in einem über 100 Quadratkilometer großen Waldgebiet, welches durch forstliche Nutzung geprägt ist. Es handelt sich ausschließlich um Altersklassenbestände, in denen die Kiefer dominiert. Stangenholz sowie schwaches und mittleres Baum holz herrschen dabei vor. Nadelholzforste mit nichtheimischen Baumarten sind nur von untergeordneter Bedeutung“, heißt es im Bericht.

So sehen die Tesla-Pläne konkret aus

Wie genau die Gigafactory aussehen soll, lässt sich dem Bericht ebenfalls entnehmen. In der ersten Baustufe soll eine Fläche von rund 1,5 Millionen Quadratmetern genutzt, werden. In der Fabrik sollen ein Presswerk, eine Gießerei, Karosserierohbau, Lackiererei, Sitzefertigung, Kunststoff- und Batteriefertigung sowie die Fertigung von Antrieb und Endmontage untergebracht werden. Auch ein zentrales Versorgungsgebäude und eine Abwasserbehandlungsanlage sind demnach geplant.

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens war zudem bekannt geworden, dass Tesla deutlich mehr Autos als bisher gedacht am Standort produzieren will. In Grünheide sollen im Jahr geschätzt 500 000 Elektrofahrzeuge der Modelle 3 und Y sowie künftiger Modelle gebaut und montiert werden.

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Cottbus