Jan Redmann betrunken gefahren
: CDU-Chef in Brandenburg auf E-Roller gestoppt

Der CDU-Politiker aus Brandenburg, Jan Redmann, ist in Potsdam in eine Polizeikontrolle geraten. Alkohol war im Spiel. Das sagt er dazu.
Von
Ulrich Thiessen
Berlin
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Brandenburgs CDU-Chef Jan Redmann meint, dass in der Politik nicht alles von obern diktiert werden darf.

ARCHIV - 06.05.2022, Brandenburg, Potsdam: Jan Redmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag, spricht während eines dpa-Interviews. (zu dpa: «CDU-Fraktionschef Redmann will Landesvorsitzender werden») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Elektrisch und mit Alkohol im Blut unterwegs: Jan Redmann, CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Brandenburg, wurde angetrunken von der Polizei angehalten. (Symbolbild)

Soeren Stache/dpa

CDU-Chef Jan Redmann ist Donnerstagnacht (11. Juli) von einer routinemäßigen Polizeikontrolle in Potsdam-Babelsberg beim Fahren eines E-Rollers unter Alkoholeinfluss ertappt worden. Bei einem Schnelltest wurde ein Wert von 1,3 Promille festgestellt. Darüber informierte der christdemokratische Spitzenkandidat am Freitag in einer Pressemitteilung.

Ab 1,1 Promille handelt es sich um eine Straftat, die von der Staatsanwaltschaft verfolgt werden wird. Redmann informierte, dass er unmittelbar seinen Führerschein abgegeben hat und die Konsequenzen seines Handelns tragen wird.

CDU-Politiker Jan Redmann äußert sich

„Ich danke den Polizeibeamten, die gestern Abend ihren Job gemacht haben. Zur Sicherheit im öffentlichen Raum gehört auch ein sicheres Miteinander im Straßenverkehr – ob im Auto, auf dem E-Scooter oder auf dem Rad. Alles sollte man stehen lassen, wenn man Alkohol getrunken hat“, heißt es in der Pressemitteilung.

Dort wird auch betont, dass er sich um das Amt des Ministerpräsidenten bewirbt und die Bürger das Recht haben, zu erfahren, wer dieser Jan Redmann ist, nämlich jemand, der nicht frei von Fehlern ist, aber zu ihnen steht, auch wenn es persönlich schmerzhaft ist.

Er bittet darum, ihn weiter nach seinen politischen Ideen und Lösungen zu bewerten und nicht aufgrund eines Fehlers, der ihm selbst am meisten leidtut. Er werde den Wahlkampf unvermindert fortsetzen. „Ich weiß, dass ich es der CDU schuldig bin, mich noch intensiver zu engagieren“, sagte Redmann gegenüber Journalisten.

Generalsekretär Gordon Hoffmann betonte, dass jeder Mensch Fehler mache. Entscheidend sei, wie man damit umgehe. Die Transparenz des Spitzenkandidaten zeige, dass er Charakter hat und weiter für diesen Posten geeignet sei.