Im Dezember 2019 hatte der Prozess gegen den 63 Jahre alten Mann vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm die Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie Hilfeleistung beim Handel damit vor.

Der Kühltransporter mit georgischen Kennzeichen war laut Anklage am 31. Mai über die polnisch-deutsche Grenze gekommen und auf der Autobahn 12 in Höhe Fürstenwalde (Brandenburg) kontrolliert worden. Das Heroin sei in Kirgisistan auf der verplombten Ladefläche in Schachteln versteckt worden, die als türkische Süßigkeiten beschriftet waren, heißt es in der Anklage.

Im Auftrag von Dritten sollten diese demnach über den Landweg, unter anderem über Polen und Deutschland, in die Niederlande gebracht werden, um dort durch Dritte gewinnbringend verkauft zu werden.

Bei den 658 Kilo handelte es sich nach Angaben des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg um die bisher größte auf einen Schlag entdeckte Menge an Heroin in Deutschland.

Der Angeklagte habe gewusst, dass er Drogen transportierte und dass er diese im Auftrag von mindestens drei namentlich bekannten Hintermännern in die Niederlande bringen sollte, so die Staatsanwältin. Der Angeklagte hat bisher zu den Vorwürfen geschwiegen.

Mit einem Urteil in dem Prozess ist voraussichtlich Ende Januar zu rechnen.

Die sichergestellte Menge Heroin hätte laut Hauptzollamt Franfkurt (Oder) in der verkaufsüblichen Streckung (etwa zehn bis 19 Prozent Reinheitsgehalt) für über zwei Millionen Konsumeinheiten. Straßenverkaufspreis: circa 40 bis 50 Millionen Euro.