Die am Freitagnachmittag völlig unerwartet bekanntgewordenen Lieferschwierigkeiten beim Hersteller Pfizer betreffen auch Brandenburg in erheblichem Maße.
Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Das ist ein schwerer Rückschlag, dass Pfizer vertraglich vereinbarte Lieferzusagen nicht einhalten kann. Das stellt uns vor massive Probleme beim geplanten Ausbau der Impfkapazitäten. Klar ist: In Pflegeheimen wird weiter geimpft.“ Weiterhin sei auch klar, dass die für den vollen Impfschutz pro Person zweite Impfung abgesichert wird. Nonnemacher: „Jetzt zahlt sich aus, dass wir für die notwendige Zweitimpfung einen Teil der bisher gelieferten Impfstoffdosen als Reserve zurückgehalten haben.“
Holpriger Impfstart in Oberspreewald-Lausitz Senftenberger Arzt rettet Impf-Krimi

Senftenberg/Annahütte

Derzeit keine Vergabe von Impfterminen in Brandenburg

Derzeit können über die Hotline 116117 vorübergehend keine neuen Impf-Termine vergeben werden. 0b bereits vergebene Termine für Erstimpfungen in Impfzentren verschoben werden müssen und gegebenenfalls Eröffnungstermine von neuen Impfzentren angepasst werden müssen, dazu werden am Montag weitere Informationen folgen.
Nach bisheriger Planung sollte Brandenburg bis zum 16. Februar 2021 eigentlich insgesamt 156.000 Impfstoffdosen von Biontech und Pfizer erhalten. Brandenburg hat davon bislang 58.500 Impfstoffdosen angeliefert bekommen, am Montag (18. Januar.) wird die nächste Lieferung mit weiteren 19.500 Dosen erwartet. Das wären in der Summe 78.000 Impfdosen. Es geht also aktuell um 78.000 bis Mitte Februar bislang eingeplante Dosen, deren Lieferungen nun ungewiss sind.
Von dem Hersteller Moderna hat Brandenburg bislang 2400 Impfdosen erhalten. Mit den 78.000 BioNTech/Pfizer-Dosen stehen aktuell insgesamt 80.400 Impfdosen zur Verfügung. Da für den vollen Impfschutz pro Person zwei Impfungen notwendig sind, können damit also für insgesamt 40.200 Personen im Land Brandenburg die Erst- und Zweitimpfung sicher eingeplant werden.

Spremberg