Bei zwei Kleinsthaltungen in den Brandenburger Landkreisen Uckermark und Prignitz ist der Geflügelpest-Erreger H5N1 nachgewiesen worden. Ein entsprechendes Untersuchungsergebnis des Landeslabors sei vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Beide Tierhalter hätten zuvor die Landesverbandsschau der Rassegeflügelzüchter in Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) besucht. Dort sei im Bestand eines Ausstellers der Geflügelpesterreger nachgewiesen worden.
Die Bestände der Kleinsthaltungen seien von den Veterinärämtern gesperrt und untersucht worden, teilte das Ministerium mit. Im Landkreis Prignitz sei eine Schutzzone im Radius von drei Kilometern und eine Beobachtungszone im Radius von zehn Kilometern eingerichtet worden.

Oberspreewald-Lausitz erlässt Tierseuchenallgemeinverfügung

Auf die Vorfälle hat nun der Landkreis Oberspreewald-Lausitz reagiert und eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Zu den Maßnahmen zählt unter anderem die Anzeigepflicht von Veranstaltungen mit Geflügel. Hier gelten nun folgende Vorschriften:
  • Veranstaltungen müssen mindestens vier Wochen vor Beginn der Veranstaltung angezeigt werden,
  • bei Enten und Gänsen müssen mindestens 60 Tiere des Bestandes untersucht werden,
  • bei weniger als 60 Tieren, sind alle Enten und Gänse zu untersuchen.
Das Veterinäramt weist darauf hin, dass jegliche Haltung von Geflügel anzuzeigen ist. Die verfasste Tierseuchenallgemeinverfügung gilt vorerst bis zum 1. Mai 2023. Die ausführliche Allgemeinverfügung können Sie auf der Webseite des Landkreises OSL nachlesen.