Zehn Tage vor der geplanten Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER Ende Oktober könnten die ersten Regierungsflieger am neuen Standort abheben. „Der Bund hat uns mitgeteilt, dass er am 21. Oktober fliegen will“, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Montag in Schönefeld. Dort steht ein neues Regierungsterminal als Ersatz für die Anlage am Berliner Flughafen Tegel bereit. In das Gebäude, das Vorfeld und die Rollwege wurden nach Lütke Daldrups Angaben insgesamt rund 80 Millionen Euro investiert.
Eigentlich sollte ein um ein Vielfaches teureres Gebäude gleich nebenan am Platz des früheren DDR-Zentralflughafens in Schönefeld entstehen. Dieses Abfertigungsgebäude wird nun jedoch als Teil des BER weiter genutzt. „So kann der Flugbetrieb unter Coronabedingungen verlässlich entzerrt werden“, sagte Lütke Daldrup.

Schönefeld wird zum BER Terminal 5

Allerdings wird schon seit Jahren mit dem alten Terminal geplant, weil die Passagierzahlen in Berlin schneller gestiegen waren als zu Baubeginn des BER gedacht. In der Corona-Krise sind sie jedoch kräftig eingebrochen. Etwa zehn Jahre werde man das Terminal noch benötigen, sagte Lütke Daldrup.
Der neue Hauptstadtflughafen soll nach jahrelangen Bauproblemen und Terminabsagen am 31. Oktober in Betrieb gehen. Der Stadtflughafen Tegel geht acht Tage später vom Netz.
Auf dem Dach des heutigen Schönefelder Flughafens, der noch das internationale Kürzel SXF trägt, steht künftig „BER Terminal 5“. Das Gebäude erhielt nun teilweise neue Sicherheitskontrollen, ein neues Wegeleitsystem und zusätzliche Rollwege für die Flugzeuge zu den Start- und Landebahnen.