Fahndung mit Hubschrauber: Explosion in Sparkasse weckt Anwohner in Schönefeld

Am frühen Montagmorgen (4. September) ist in Schönefeld, Großziethen (Dahme-Spreewald) ein Geldautomat in einer Sparkasse gesprengt worden.
Dennis Lloyd BrätschAls die ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei am frühen Montagmorgen (4. September) in Großziethen, einem Ortsteil von Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald, eintreffen, gleicht die Attilastraße eher einem Trümmerfeld. Zuvor sind Anwohner aus dem Haus, in dem sich die Bank-Filiale befindet, durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen worden.
Der Notruf über eine Explosion ging um 2.30 Uhr bei der Polizei ein. Schon kurze Zeit später stand fest, dass es sich hierbei nicht um einen Unfall handelt.
Täter sprengen Geldautomaten in der Sparkasse
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge sollen mehrere unbekannte Täter in der Nacht in die Sparkasse eingedrungen sein, um mindestens einen Geldautomaten zu sprengen. Die Wucht der Detonation war so stark, dass Teile der Fassade und Fensterscheiben bis auf die gegenüberliegende Straßenseite flogen.
Die Einsatzkräfte der Schönefelder Feuerwehr rückten mit einem Großaufgebot an, konnten jedoch schnell Entwarnung geben. Wohnungen, die sich über der Bank befinden, waren nicht von der Explosion betroffen. Verletzt wurde, so die bisherigen Angaben, niemand.
Diebe konnten unerkannt entkommen
Nach Angaben von Zeugen sollen die Täter kurz nach der Explosion mit ihrer Beute aus der Bank gerannt und mit Motorrollern geflüchtet sein. Wie die Lausitzer Rundschau aus Polizeikreisen erfuhr, sollen die Täter wenig später auf einen hochmotorisierten Audi umgestiegen sein.
Ein Hubschrauber der Brandenburger Polizei kreiste über Großziethen, während Funkwagen am Boden eine Fahndung in dem Bereich durchführten. Den Tätern gelang es jedoch, zu entkommen. Ermittler des Landeskriminalamtes sollen nun die Spurensicherung übernehmen.

