Der erste Blick an diesem Freitagmorgen geht in der Lausitz auf die nächtlichen Feuerwehreinsätze. In Meuro (OSL) brannte gegen 3 Uhr ein Pkw völlig aus. Die Brandursache ist noch unklar. Laut Polizei handelte es sich um ein nicht angemeldetes Fahrzeug ohne Nummernschilder. Verletzt wurde niemand. Im Asylbewerberheim in Sedlitz ging die Brandmeldeanlage los. Ein Feuer konnten die Einsatzkräfte dort aber nicht feststellen.
Weiter zum Wetter: Das ist heute ruhig, mit Temperaturen bis zu 7 Grad und wenig Regen. In den kommenden Tagen könnte es dann ungemütlicher werden. Es droht Sturm, wohl schon ab Sonntag. Es sei aber noch nicht klar, wie stark der Wind aus Südwest tatsächlich werde und ob einzelne Böen sogar Orkanstärke erreichen können, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Potsdam.
Und damit sind wir beim Sturm, den die Ereignisse in Thüringen in der Politik ausgelöst haben. Heute stehen eine Reihe von Krisensitzungen an. FDP-Chef Christian Lindner will am Mittag im Parteivorstand die Vertrauensfrage stellen. Zuvor trifft sich in Berlin bereits das Präsidium der CDU zur Krisensitzung.
Und auch in Potsdam besteht Redebedarf. „Geile Nummer, das Ende von diesem Dunkelrot, rot, grünen Spuk“ – so feierte der CDU-Kreisvorsitzende Frank Bommert die Ereignisse in Thüringen. Da auch Parteichef Michael Stübgen nicht zu einer ernsthaften Abgrenzung in der Lage schien, wollen die Regierungspartner SPD und Grüne nun wissen, woran sie bei der CDU in Potsdam sind.
Ach ja, und dann wäre da noch der Semperopernball. In und vor der Dresdner Semperoper sollen sich am Freitagabend wieder Tausende im Walzertakt wiegen. Das Motto „Märchenhaft rauschend – Dresden jubiliert“ rückt angesichts der Entwicklungen rund um die misslungene Ordensverleihung an Diktator Abdel Fattah al-Sisi in den Hintergrund. Vom „tiefen Fall des Dresdner Semperopernballs“ berichtet Reporterin Christine Keilholz.