In Brandenburg sind am Montag landesweit wieder Menschen in Zusammenhang mit den Corona-Regelungen auf die Straße gegangen. Bei angemeldeten und nichtangemeldeten Demonstrationen wurde gegen die Maßnahmen protestiert.
In Cottbus waren 500 Teilnehmer bei einem angemeldeten Protestzug gegen die Corona-Maßnahmen nach Angaben der Polizeidirektion Süd dabei. Die überwiegende Anzahl der Teilnehmer habe keinen Mund- und Naseschutz getragen, so die Polizei weiter.Wiederholt mussten Demonstranten darauf aufmerksam gemacht werden, dass gegen Hygieneanordnungen verstoßen werde. Dies wurde durch die Ordner des Versammlungsleiters den Teilnehmern bekannt gegeben und in Teilen umgesetzt.

Laut Polizei Abstandsregeln in Cottbus teilweise eingehalten

Zumindest die Abstandsregelungen seien dann teilweise eingehalten worden, sagte Polizeisprecherin Ines Filohn. Festgestellte Verstöße gegen die Eindämmungsverordnung wurden durch die Polizei dokumentiert und gehen der Ahndungsbehörde zu.
In Bernau im Landkreis Barnim wurden bei Protesten ein Polizist und ein 57 Jahre alter Demonstrant leicht verletzt. Nach Angaben eines Polizeisprechers, wurde der Beamte, der einen Weg versperren wollte, geschubst. Dabei seien er und der Angreifer zu Fall gekommen. Weitere Vorkommnisse wurden am Montagabend nicht gemeldet.

Gegendemonstrationen in Potsdam

Die Aktionen von Gegnern der Corona-Politik riefen wie in den vergangenen Wochen auch Menschen auf die Straße, die dagegen protestierten. So hatte in der Landeshauptstadt das Bündnis „Solidarisches Potsdam“ zu einer Gegenveranstaltung aufgerufen. Man dürfe den Corona-Leugnern keinen Raum geben, müsse ihnen entgegentreten und diese Aktionen blockieren, hieß es im Aufruf.
Viele Menschen, die gegen die Corona-Maßnahmen protestierten und eine freie Impfentscheidung auf Plakaten forderten, zogen vom Brandenburger Tor zum Rathaus in der Landeshauptstadt. Nach Berichten von Augenzeugen waren es einige Hundert.
„Alles verläuft friedlich“, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion West. Der Veranstalter habe selbst an die Teilnehmer appelliert, die Hygienemaßnahmen zu beachten und unter anderem eine Maske zu tragen.

Aktionen unter anderem auch in Frankfurt (Oder) und Eberswalde

Im Bereich der Polizeidirektion Ost wurden an verschiedenen Orten am Montagabend 30 Versammlungen registriert, von denen lediglich acht angemeldet waren, wie ein Polizeisprecher sagte. Für die nichtangemeldeten Aktionen seien Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz erstattet worden. Von einigen Bürgern wurden die Personalien wegen Ordnungswidrigkeiten festgestellt, weil sie nicht die Hygieneanordnungen beachtet hatten.
Aktionen hat es am Montagabend unter anderem auch in Frankfurt (Oder), Eberswalde (Barnim), Fürstenberg (Oberhavel), Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) oder in Oranienburg (Oberhavel) gegeben. Die Polizei war jeweils vor Ort und begleitete die Menschen.