Für Brandenburgs CDU-Vorsitzenden Michael Stübgen hat der neue CDU-Chef Armin Laschet auch das Zeug zum Nachfolger von Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Ich traue ihm auf jeden Fall Kanzler zu“, sagte Stübgen. „Natürlich ist theoretisch möglich, dass auch die CSU in Person von Markus Söder einen Anspruch anmeldet. Wenn das so ist, dann werden wir das so klären, dass das der Beste machen kann.“ Das sei für ihn aber Laschet: „Ich unterstütze Armin Laschet. Für mich ist damit verbunden, dass er das Zeug hat, Kanzlerkandidat zu werden.“
Stübgen forderte die Partei zu Geschlossenheit auf: „Für uns wird jetzt entscheidend sein, dass wirklich die Partei hinter einem gewählten Vorsitzenden steht“, sagte er. Laschet will den Mitte-Kurs von Kanzlerin Merkel grundsätzlich fortsetzen – das unterstützt Stübgen. „Ich halte es für völlig richtig, am grundsätzlichen Kurs von Angela Merkel festzuhalten“, sagte er. Das sei bisher erfolgreich für Deutschland, Europa und die Partei gewesen. Merkel habe viel in der CDU verändert, zum Beispiel den Stellenwert des Klimaschutzes.
Auch Ingo Senftleben, Landtagsabgeordneter und ehemaliger Brandenburger CDU-Chef aus Ortrand (Oberspreewald-Lausitz) erwartet von Laschet jetzt Taten: „Die Delegierten haben entschieden. Nach einer spannenden Wahl ist Armin Laschet zum neuen Vorsitzenden unserer CDU gewählt worden. Ich möchte Armin ganz herzlich gratulieren und ihm viel Erfolg für die Arbeit an der Spitze unserer Volkspartei wünschen. Die Menschen im Land erwarten von uns, dass wir an die Arbeit gehen und uns weiter für eine gute Zukunft Deutschlands kümmern. Jetzt zählen unsere Taten!“
Kommentar zur Wahl von Armin Laschet Kann Laschet auch Kanzler?

Berlin

Brandenburger in CDU-Bundesvorstand gewählt

Brandenburgs CDU-Landtagsfraktionschef Jan Redmann ist erstmals im Bundesvorstand der CDU vertreten. Der 41-Jährige erhielt bei den Wahlen 624 Stimmen, das entspricht laut CDU einer Zustimmung von 64,6 Prozent. Redmann schrieb bei Twitter: „Freue mich, im Team unter Führung von Armin Laschet am gemeinsamen Erfolg mitwirken zu dürfen. Auf geht's!“ In einem Vorstellungsvideo hatte Redmann gesagt, ihn erfülle es mit großer Sorge, dass Extremisten aller Art versuchten, das Erbe der deutschen Einheit zu missbrauchen. „Ich möchte, dass wir, dass die CDU, die Partei der Einheit bleibt.“
Auch die Landesvorsitzende der Frauen-Union, die Landtagsabgeordnete Kristy Augustin, hatte sich beworben. Sie verfehlte aber den Einzug in den Bundesvorstand der CDU. In ihrem Vorstellungsvideo sagte sie, die CDU sei mit ihrer Orientierung am Christlichen gleichermaßen modern wie konservativ. In der vorherigen Bundesspitze stellte Brandenburg kein gewähltes Mitglied. Stübgen ist als Landeschef beratender Teilnehmer des Parteivorstands.