Der erste brandenburgische Patient in Brandenburg, der sich mit dem Corona-Virus angesteckt hat, befindet sich in häuslicher Quarantäne in Hohen Neuendorf. Darüber informierte Ludger Weskamp, Landrat von Oberhavel, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Potsdam. Eine stationäre Behandlung des 51-Jährigen sei derzeit nicht erforderlich, so Weskampf.

Der Betroffene war am Freitag aus einen Skiurlaub mit seiner Frau aus Tirol zurückgekommen und hatte sich am Wochenende zunächst in der Klinik Birkenwerder gemeldet und wurde dann nach Hohen Neuendorf weitergeschickt. Die Mitarbeiter, die Kontakt mit ihm hatten, befinden sich zurzeit in Quarantäne. Betroffen sind sechs Mitarbeiter.

Nonnemacher: Krankenhäuser bereiten sich vor

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher erklärte, dass alle Krankenhäuser aufgefordert wurden, ihre Strukturen der Situation anpassen. In Brandenburg gibt es noch keine Klinik, die eine völlig räumlich getrennte Aufnahme für Verdachtsfälle hat. Nonnemacher forderte erneut alle Personen, die eine Erkrankung befürchten, auf, sich telefonisch mit den Kliniken in Verbindung zu setzen.

In Frankfurt (Oder) gibt es seit Montag einen Laborverbund für schnelle Tests. Nonnemacher betonte, dass das Corona Virus nicht Ebola ist. Man brauche deshalb keine massenhaften Isolierstationen. Die Krankenhäuser Brandenburgs seien in der Lage, ihre Isolierkapazitäten auszuweiten, wenn es nötig sei. Eine akute Krise sei noch nicht zu sehen, so die Ministerin.

Dem Coronakranken in Brandenburg geht es gut

Oberhavels Amtsarzt Christian Schulze, erklärte, dass die Kontakte des Erkrankten minutiös recherchiert werden. Dem Erkrankten gehe es der Situation entsprechend gut. Schulze selbst kam aus einem Urlaub in Norditalien zurück. Es habe sich um kein Risikogebiet gehandelt, erklärte er in Potsdam. Trotzdem habe er einen Test auf das Virus gemacht.

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