Bahn in Berlin: Fahrgäste stehen am Ostkreuz nicht mehr im Regen – weitere Pläne

Der Regionalbahnhof am Ostkreuz in Berlin hat ein neues Dach.
Hannes P Albert/dpaDie Deutsche Bahn (DB) will in den kommenden Jahren in Berlin rund 50 Bahnhöfe modernisieren. Die betroffenen Stationen bekommen dabei neue Bahnsteige, barrierefreie Zugänge, eine moderne Ausstattung sowie bessere Informationen und Orientierung für alle Reisenden in der Hauptstadt, heißt es von der DB.
Die erste fertige Baumaßnahme wurde am Donnerstag (18.7.) am Bahnhof Ostkreuz übergeben. Dort schützt nun ein 60 Meter langes Bahnsteigdach über dem Regionalbahnsteig Fahrgäste der stark frequentierten Regionalverkehrslinien RE1, RE2, RE7, RE8 und FEX vor Regen und Sonne. Die neue Stahl-Glas-Dachkonstruktion überdeckt den Bahnsteig mit den Gleisen 1 und 2 mit einer Breite zwischen 10,80 und 12,45 Metern.
„Das neue moderne Dach, das am hellen Tag natürliches Licht durchlässt und in der Dunkelheit des Abends für einen gut ausgeleuchteten Bahnsteig sorgt, ist ganz ohne Frage ein Plus für alle Fahrgäste, die tagtäglich hier am Ostkreuz ein-, aus- und umsteigen", sagte Ute Bonde (CDU), Berlins Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.
Das Ostkreuz ist Berlins meistfrequentierter Bahnhof mit täglich rund 253.000 Reisenden. Um die Aufenthaltsqualität besonders an Tagen mit schlechtem Wetter zu verbessern, hat das Land Berlin 2,85 Millionen Euro in den Umsteigeknoten investiert.
„Jeder Modernisierungsschritt am Ostkreuz hat den Bahnhof in den vergangenen Jahren messbar weiter wachsen lassen. Heute machen wir das Ostkreuz für unsere Fahrgäste noch ein Stück attraktiver", glaubt Alexander Kaczmarek, DB-Konzernbevollmächtigter für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
Baumaßnahmen an S-Bahn-Linie S25
Insgesamt sollen 50 Berliner Bahnhöfe im Rahmen des Modernisierungsprogramms fit für die Zukunft gemacht werden. In den kommenden Jahren werden entlang der S-Bahn-Linie S25 die Bahnsteige in Alt-Reinickendorf, Eichborndamm, Tegel und Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik verlängert. Zudem wird die DB in Marienfelde den Bahnsteig sowie die Personenunterführung modernisieren, die dann stufenfrei erreichbar sein sollen, und einen zusätzlichen Nordzugang errichten.
Der Bahnhof Tempelhof wird - neben einem modernisierten Bahnsteigdach und der Personenunterführung - einen neuen zweiten Ostzugang und neue barrierefreie Zugänge erhalten.
In Kaulsdorf wird die DB einen neuen Südostzugang bauen und auch dort die Barrierefreiheit erweitern. Für mehr Komfort und bessere Orientierung werden unter anderem moderne Sitzbänke, neue Schilder und Anzeiger für die Reisendeninformation sorgen, heißt es vom Konzern.
Zum Jahr 2026 wird die Deutsche Bahn die Stationen Gehrenseestraße, Wollankstraße sowie den Bahnhof Eichborndamm vorrangig mit neuen barrierefreien Zugängen ergänzen.
Insgesamt investieren das Land Berlin und die Deutsche Bahn für die Planung und Realisierung der Rahmenvereinbarung für die zu modernisierenden Hauptstadt-Stationen bis zum Jahr 2032 rund 230 Millionen Euro.
Neue Vorplätze am Ostkreuz
Der Bahnhof Ostkreuz ist nun auch von Süden aus deutlich besser erreichbar. Die neu gestalteten Vorplätze im Rudolfkiez und an der Rummelsburger Bucht verfügen seit kurzem über neue, barrierefreie Freiflächen.
Es gibt 17 Taxihalteplätze und zwei Behinderten-Parkplätze. In unmittelbarer Nähe der Bahnhofszugänge stehen rund 200 neue Fahrradstellplätze mit Kreuzberger Bügel, fest verankerten Anlehnbügeln sowie Doppelstockparker zur Verfügung.
Am nordöstlichen Vorplatz (Victoriastadt) sollen laut DB die ersten Umbauarbeiten nach den Sommerferien starten und Ende 2025 abgeschlossen werden.


