Axel Schulz aus Frankfurt (Oder)
: Ex-Boxer bei „Promi Big Brother“, warum er mitmacht

Box-Legende Axel Schulz aus Frankfurt (Oder) lässt sich für „Promi Big Brother“ unter ständiger Beobachtung und spartanischen Bedingungen mit elf anderen Promis einsperren. Warum?
Von
Wiemke von Hören
Frankfurt (Oder)
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Axel Schulz: ARCHIV - 22.03.2025, Brandenburg, Frankfurt (Oder): Axel Schulz, ehemaliger Profi-Boxer, steht am Rande eines dpa-Interviews vor seiner alten Boxhalle ESV. Der ehemalige Profi-Boxer stiftet seine Lieblingsbadehose eine Museum.  (zu dpa: «Boxer Axel Schulz schenkt Museum seine Lieblingsbadehose») Foto: Michael Ukas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Axel Schulz, ehemaliger Profi-Boxer und Unternehmer aus Frnakfurt (Oder), nimmt bei der 13. Staffel der TV-Show „Promi Big Brother“ teil.  (Archivbild)

Michael Ukas/dpa
  • Ex-Boxer Axel Schulz nimmt an der 13. Staffel von „Promi Big Brother“ teil.
  • Er will neue, jüngere Zielgruppen erreichen und spricht offen über eine hohe Gage.
  • Die Show setzt auf 24-Stunden-Überwachung – Luxus- und Kellerbereich sind möglich.
  • Schulz sieht die Herausforderungen gelassen und verweist auf frühere Trainingslager.
  • Start ab 5. Oktober auf Sat 1 und Joyn, Folgen täglich um 20:15 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Begrenzter Zugang zu Lebensmitteln, 24-Stunden-Überwachung, Leben auf engstem Raum – mit fremden Leuten. Im besten Fall erwartet die Teilnehmenden der neuen Staffel von „Promi Big Brother“ ein Gartenparadies, im schlimmsten Fall ein Bett im nassen Keller. Axel Schulz, Box-Legende aus Frankfurt (Oder), schreckt das nicht ab.

Für die Reality-Show werden zwölf Prominente für zwei Wochen in den sogenannten „Container“, ein abgeriegeltes Fernsehstudio in Köln, gesperrt. Sie werden ununterbrochen von zahlreichen Kameras gefilmt. In den vergangenen Staffeln war der Container meist in zwei Bereiche aufgeteilt, einen luxuriösen und einen spartanischen Wohnbereich, auf die alle Teilnehmer anfangs aufgeteilt werden.

Eine Computerstimme, der „Big Brother“ (große Bruder), diktiert den Promis ihren Tagesablauf und stellt sie vor Herausforderungen. Wer gut abschneidet, kann Luxusgüter und Privilegien wie Kaffee, Lebensmittelrationen oder Zigaretten gewinnen. Auch ein „Aufstieg“ in den luxuriösen oder ein „Abstieg“ in den ärmlichen Bereich sind möglich. Warum will Axel Schulz sich das antun?

Darum ist Schulz bei „Promi Big Brother“ mit dabei

„Ich finde das einfach spannend“, sagt er. Er habe einen Anruf vom Produktionsteam von Sat1 bekommen, das ihn gern in der Show hätte. „In meiner Zielgruppe der über 40-Jährigen habe ich einen hohen Bekanntheitsgrad. Diese Zielgruppe wollten sie durch mich abgreifen“, sagt Schulz ganz offen.

Erst sei er sich nicht sicher gewesen, aber zwei „schlagende Argumente“ hätten ihn überzeugt: Da die Show ein sehr junges Publikum anziehe, könne er eine neue Zielgruppe für sich und seine Produkte gewinnen. Nach seiner Box-Karriere wurde Axel Schulz unter anderem zum Grill-Experten und bringt eigene Barbecue-Saucen und weitere Lebensmittelprodukte auf den Markt.

Die ersten zehn Teilnehmenden der 13. Staffel von „Promi Big Brother“ wurden bereits bekannt gegeben. Mit dabei ist der Ex-Profiboxer Axel Schulz (4. v.l.) aus Frankfurt (Oder).

Die ersten zehn Teilnehmenden der 13. Staffel von „Promi Big Brother“ wurden bereits bekannt gegeben. Mit dabei ist der Ex-Profiboxer Axel Schulz (4. von rechts) aus Frankfurt (Oder).

Joyn/Marc Rehbeck

Vor kurzem fand eine erste offizielle Pressekonferenz mit Autogrammstunde statt, bei der sich seine Vermutung direkt bestätigte. Er sei überrascht gewesen, wie viele junge Leute Bilder mit ihm machen wollten und nach Autogrammen fragten. „Die waren im Schnitt 20 bis 30 Jahre alt. Ich dachte nur: Ihr kennt mich doch gar nicht“, erzählt Axel Schulz.

Der zweite Grund für seine Teilnahme: die hohe Gage. „Es hat sich finanziell gelohnt. Sonst würde ich das wahrscheinlich nicht machen“, sagt er und lacht. Über den Verzicht macht Schulz sich keine Gedanken. Er lebe hier in Frankfurt (Oder) sehr normal, auch wenig Essen sei für ihn kein Problem.

„Der Dschungel wäre viel schlimmer für mich“
Axel Schulz
Ehemaliger Profiboxer und Unternehmer aus Frankfurt (Oder)

„Der Dschungel wäre viel schlimmer für mich“, sagt Axel Schulz und meint damit das RTL-Format „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“. Er bekomme jedes Jahr eine Anfrage, aber „das mit dem Essen da – das könnte ich nicht“, sagt er.

Aber Verzicht und Herausforderungen über 14 Tage seien für ihn noch überschaubar: „Das kenne ich noch von früher, da war ich manchmal drei Wochen im Trainingslager“, erinnert er sich. Die Box-Legende gewann während seiner Profi-Karriere 26 von 33 Kämpfen, davon elf durch K.o.

Die ständige Überwachung sieht Axel Schulz als neue Herausforderung. „Ich habe 20 Jahre nicht geboxt, das ist nochmal so ein Kick“, sagt er. Außerdem seien in den Toiletten keine Kameras. „Vielleicht kann man sich da mal für 'ne Stunde einschließen“, sagt er lachend.

In seiner Facebook-Story spricht Schulz ein mögliches Problem an: Bei „Promi Big Brother“ entscheiden die Zuschauer durch Abstimmung, wer in die nächste Runde kommt und wer rausfliegt. Es seien viele Influencer mit vielen Followern dabei, die für sie voten. Er hat – zumindest in den sozialen Medien – eine kleinere Fangemeinde.

Promi Big Brother: Ab 5. Oktober im TV und im Stream

Eine Strategie hat Schulz trotzdem nicht. „Ich werde das einfach auf mich zukommen lassen, wie immer“, sagt er. Eine Woche müsse er für die volle Gage durchhalten, dann sei es eigentlich egal. „Ich hab schon öfter mal verloren im Leben, daher ist Gewinnen jetzt nicht unbedingt das Wichtigste“, so Schulz.

Ob er damit auch auf seinen legendären Kampf gegen George Foreman 1995 anspielt, lässt er offen. Als Sportler habe man seinen Erfolg selbst in der Hand, bei einer Show wie „Promi Big Brother“ sei das anders, sagt er nur. Angst davor, durch gezielte Fragen und ungünstigen Schnitt eine unpassende Persönlichkeit unterstellt zu bekommen, habe er nicht. „Ich glaube, bei mir kann man nicht so viel Schlimmes rausholen“, sagt Schulz.

Wie sich die Frankfurter Box-Legende im TV-Container schlägt, können Zuschauer ab dem 5. Oktober im TV auf Sat 1 oder im Stream auf Joyn verfolgen. Die Folgen laufen täglich um 20:15 Uhr. Außerdem gibt es auf Joyn.de einen 24-Stunden-Livestream. Die kommende 13. Staffel läuft unter dem Motto „Garten“.